Vor Kopenhagen

09. Januar 2019 17:06; Akt: 09.01.2019 17:06 Print

Dänemark will künstliche Silicon-Valley-Inseln bauen

Vor der Küste der dänischen Hauptstadt soll ein innovatives High-Tech-Industriegebiet entstehen. Dafür ist der Bau von neun Inseln geplant.

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Wo jetzt nur Wasser ist, soll einer der bedeutendsten Standorte der IT- und High-Tech-Industrie von Europa entstehen. Dafür sollen südlich von Kopenhagen künstliche Inseln aufgeschüttet werden. Der Vorsitzende der Dänischen Handelskammer und ehemalige Wirtschaftsminister, Brian Mikkelsen, sprach in einem Interview mit dem TV-Sender TV2 von einem «europäischen Silicon Valley», das entstehen soll.

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Die insgesamt neun geplanten Inseln sollen eine Fläche von rund 700'000 Quadratmetern umfassen. Bis zu 380 Firmen sollen sich darauf niederlassen und so sollen 12'000 Arbeitsplätze entstehen. Was das Projekt kosten soll, ist noch nicht klar.

Langfristige Planung

Die Vision für das ehrgeizige Projekt mit dem Namen Holmene (auf Deutsch: die kleinen Inseln) stammt von der Firma Urban Power. Jede der Inseln soll von einem Streifen Natur umgeben sein, damit die Bewohner sich sportlich betätigen oder erholen können. Neben den Gewerbeinseln sollen auch Wohnungen für bis zu 35'000 Menschen entstehen. Auf der grössten Insel ist ein Kraftwerk geplant, das aus Bioabfall der Bewohner Kopenhagens Gas herstellt.

Ob das Projekt effektiv so umgesetzt wird, ist unklar. Bis zu einem möglichen Abschluss im Jahr 2040 wird eine Bauzeit von rund 18 Jahren prognostiziert. Der Startschuss soll frühestens 2022 fallen.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lisa Moore am 09.01.2019 18:14 Report Diesen Beitrag melden

    Meer

    Bis die Inseln im steigenden Meer versinken. Keine besonders helle Idee...

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  • Schlechte Idee am 10.01.2019 01:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso Meeresfauna zerstören?

    Abgesehen davon, dass Bausand Mangelware ist (wie bereits erwähnt wurde und in diversen Medienberichten nachzulesen ist) wird durch das unsinnige Aufschütten auch noch ein grosser Teil der Meeresfauna zerstört und das Meer noch zusätzlich verspargelt um möglichst den letzten Meeressäger durch Schwingungen noch zu vertreiben. Ist doch Quatsch das alles ins Meer zu bauen, wenn an Land in Dänemark noch so viel Platz frei ist!

  • Jens Gwerder am 09.01.2019 23:27 Report Diesen Beitrag melden

    Idiotie der Menschheit

    Und dafür den Sand in anderen Ländern "klaufen". Merke: Wenn Sand abgetragen wird, gleicht das Meer das wieder aus aber dafür verschwindet Sand von einer anderen Stelle, z.B von kleinen Inseln auf welcher Menschen immer schneller ihre Heimat verlieren. Sand ist heutzutage Mangelware und man sieht ja wie gut das in Dubai geklappt hat...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Die Einfache am 10.01.2019 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ich frage mich schon ab unserer Spezies

    Sobald jemand aus der Wirtschaft "eine mega Vision" hat, klatschen alle in die Hände. Gibt es nicht vielleicht auch positive Zukunftsvisionen, welche sich entgegen der Gier des Menschen "nach immer mehr", umsetzten lassen?

  • Nicht-Experte am 10.01.2019 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Strömungen?

    Kann es sein, dass dadurch die Meeresströme verändert werden? Wenn auch nur wenig? Immerhin dauert es Jahrzehnte, bis das Wasser in der gesamten Ostsee vollständig ausgetauscht ist.

  • Polar Bär am 10.01.2019 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Eisschmelze

    Angesichts des steigenden Wasserpegels, sehr schlau!

  • Simi am 10.01.2019 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    verschwenderisch

    Dänemark ist in etwa gleich gross wie die Schweiz, aber flach wie ein Pfannkuchen und mit nur 5,8 Millionen Einwohnern. Da wird man doch sicher irgendwo einen Flecken Land finden, den man nicht erst mühsam dem Meer abtrotzen muss.

    • Nationless am 10.01.2019 12:15 Report Diesen Beitrag melden

      Wenigstens nahe der Hauptstadt

      Um Kopenhagen herum ist eh alles Verbaut. Da sind die Dänen nicht gleich wie die Schweizer welche immer weiter ins Land bauen oder dezentral in der Pampa bauen. Dann kommen die Verkehrsprobleme und expandiert noch weiter ins Land zugunsten einer Föderalistischen zersiedelten Struktur.

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  • Gio Perez am 10.01.2019 07:49 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant, nicht?

    Und wenn man immer mehr künstliche Inseln baut verursacht man dadurch nur ein Steigen des Meeresspiegels, weil das verdrängte Wasser zwangsläufig in die Höhe muss.

    • Chemiker am 10.01.2019 08:26 Report Diesen Beitrag melden

      Rechne mal nach...

      Das Volumen der Wasserverdrängung verteilt auf die ganze Erdkugel

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