Prototyp

26. November 2015 17:00; Akt: 27.11.2015 14:09 Print

Das Tattoo misst in Zukunft den Herzschlag

von J. Panknin - Ein US-Start-up bastelt an Aufklebe-Tattoos, die biometrische Daten messen, speichern und aufs Handy schicken sollen.

Das amerikanische Start-up Chaotic Moon arbeitet an temporären Tattoos mit technischen Komponenten. (Quelle: YouTube/Chaotic Moon Studios)
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Können Sie sich noch an die aufklebbaren Tattoos aus der «Bravo» erinnern? Auf die Haut gelegt, kurz angefeuchtet und schon lächelte ein glitzerndes Einhorn vom Oberarm. Die gleiche Methode nutzt das amerikanische Start-up Chaotic Moon nun zur Fixierung seiner neusten Erfindung: den sogenannten Tech Tats (dt. Technik Tattoos).

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Während das Einhorn nicht viel mehr Funktionen hatte, als Sie als Bravo-Leser zu outen, sollen diese weit mehr sein als nur Körperschmuck: Sie bestehen aus leitender Farbe, Speicher-Chips und Sensoren und sollen so biometrische Daten sammeln, speichern, senden und erhalten können.

Einsatz in der Medizin oder im Sport

Damit könnte das abwaschbare Tattoo in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen. Beim Sport oder in der Medizin zum Beispiel: Tech Tats sollen die Körpertemperatur, die Herzrate aber auch das Stresslevel messen und Daten zur Auswertung direkt aufs Smartphone schicken können.

Anstatt sich eine Apple-Watch ums Handgelenk zu schnallen, könnten Sport-Fans sich ihren Fitness-Tracker in Zukunft also ganz einfach auf die Haut kleben. Da die Komponenten eher simpel gehalten und doch funktional sind, dürften die Abziehbildchen in der Anschaffung sogar günstiger sein, dafür fallen aber regelmässig Kosten an.

Warnung vor unsichtbaren Gefahren

Hilfreich könnten Tech Tattoos auch bei militärischen Einsätzen sein, erklärt Ben Lamm, Mitgründer von Chaotic Moon gegenüber Techcrunch.com. So könnten Sensoren integriert werden, die Umweltdaten erfassen, und so den Träger vor unsichtbaren Gefahren wie zum Beispiel Giften in der Atemluft warnen.

Im Videoclip (oben) wird zudem die Anwendung bei Kindern thematisiert. Besucht man zusammen mit dem Nachwuchs beispielsweise einen Freizeitpark und verliert sich, könnte man via GPS wieder zueinanderfinden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mc am 26.11.2015 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Malzeichen?

    sieht aus wie das Malzeichen des Tieres vom dem Johannes vor 2000 Jahren propheizeit hat.

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  • Svalbard am 26.11.2015 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Datensammeln

    Und noch mehr Daten sammeln.

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  • Stefan am 26.11.2015 17:54 Report Diesen Beitrag melden

    Überwachung

    Das ist der Vorgänger des RFID-Chips. Nicht sehr lange und es kommt die Bargeldlose bezahlung. Den Chip werden sie aber sicher mit der Gesundheit in die Gesellschaft etablieren. Ist das die Entwicklung, die wir wollen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • altmodischer Sportler am 27.11.2015 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Körpergefühl

    Früher wusste man noch auf seinen Körper zu achten / hören, ein "Körpergefühl" zu entwickeln. Heute will man auch das outsourcen - an irgend ein elektrisches Dingens. Natürlich haben die Datensammler, Datenhändler und -Käufer (hier z.B. Krankenkassen) ein reges Interesse daran. Weltklasse!

  • Devil in Me am 27.11.2015 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    Finde ich einfach nur Krank,

    aber darum brauchen die Menschen eine App, ohne Handy App's sind sie Verloren und nicht mehr Überlebensfähig!? ;)

  • Lamar De Vries am 27.11.2015 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein danke

    Nicht mit mir. Ich bin Reinhäuter und wird sicher kein Tintling.

    • Mike am 27.11.2015 12:18 Report Diesen Beitrag melden

      Zuspruch

      Genau, weil reine Haut reinhaut! Auch ein solches temporäres Tattoo ist ein Ticket für den Knast!

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  • Damian am 27.11.2015 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Roboter

    in 50 Jahren ist der Mensch ein Roboter oder was

    • franky am 27.11.2015 14:34 Report Diesen Beitrag melden

      merken tuts nicht jeder !!!

      Die meisten Menschen sind jetzt schon Roboter!!

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  • Sarkas Mus am 26.11.2015 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Und so ward es geschehen

    So wartete ich auf das Ende. Giftige Dämpfe und gar düstere Laute drangen aus dem Innersten! Manch einer wusste das Stöhnen und Ächzten nicht zu deuten.- Kurz danach ging es mir besser und ich verliess erleichtert das Bahnhofsklo. Nächstes mal esse ich nichts mehr bei dem Schnellimbiss um die Ecke.