Whatsapp, Instagram, Facebook

28. Januar 2019 16:32; Akt: 28.01.2019 16:32 Print

Das will Zuckerberg mit der Mega-Fusion erreichen

von T. Bolzern - Facebook-CEO Mark Zuckerberg will die Dienste Instagram und Whatsapp näher an sein Netzwerk binden. Das wirft Fragen auf.

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Was ist passiert?

Mark Zuckerberg hat grosse Pläne. Der CEO von Facebook will die Dienste Instagram, Whatsapp und Facebook Messenger bis 2020 näher zusammenbringen. Dies berichtete die «New York Times». Jede App soll zwar weiterhin eigenständig bleiben. Die Messaging-Infrastruktur der Netzwerke soll jedoch fusioniert werden. Das Projekt könnte die Art, wie Milliarden Nutzer kommunizieren, umkrempeln. Kombiniert haben die drei Dienste mehr als 2,6 Milliarden Nutzer weltweit, schreibt die «Times».

Was heisst das konkret?

Ein Nutzer der Fotoplattform Instagram könnte zum Beispiel in Zukunft einen Whatsapp-Nutzer ohne Umwege anschreiben. Die Dienste sollen über Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verbunden werden. Damit soll erreicht werden, dass Nachrichten nur an zwei Orten gelesen werden können: beim Sender und Empfänger.

Also alles picobello?

Mit dem Schritt würden Nachrichten verschlüsselt, die bei Insta und dem Facebook Messenger bisher ohne eine Verschlüsselung übermittelt wurden. Eine automatische Verschlüsselung bedeutet für Nutzer einen verbesserten Schutz. Allerdings kommt es darauf an, wie eine solche Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgesetzt wird. «Je nachdem könnte es Facebook mehr nutzen als Nutzern, die nach einem besseren Online-Schutz suchen», schreibt die News-Plattform Slate.com. Denn Facebook würde trotz der Verschlüsselung nicht daran gehindert, die Metadaten zu sammeln, um damit plattformübergreifend und gezielt Werbung schalten zu können. Das Tech-Magazin «Wired» fragt dazu: «Werden die Regulierungsbehörden es Mark Zuckerberg gestatten, eine der grössten Sammlungen persönlicher Daten in der Geschichte der Menschheit zu erstellen?»

Was ist die Logik dahinter?

Die Idee dürfte wohl sein, Nutzer mit der Fusion der Dienste noch enger an das Ökosystem von Facebook zu binden. Die Integration aller Dienste dürfte dem Konzern zudem helfen, das Potenzial der Nutzerbasis von Whatsapp und Instagram besser anzuzapfen und zu monetarisieren.

Ist das überhaupt machbar?

Vom technischen Standpunkt betrachtet ist es eine Herkulesaufgabe. Laut Medienberichten sollen Tausende Mitarbeiter an dem Projekt arbeiten. Denn die Verschlüsselung zwischen Browsern und Apps ist schwierig, da «Browser stark auf Javascript angewiesen sind und diese Technologieebene sehr unsicher ist», erklärt ein Experte für IT-Sicherheit gegenüber Slate.com. Die Verknüpfung eröffne zudem die Möglichkeit, dass personenbezogene Daten zwischen den Diensten ausgetauscht würden.

Was ist mit der Privatsphäre?

Datenschützer kritisieren die Pläne massiv: Marc Rotenberg, der Präsident des Electronic Privacy Information Centre, fordert die US-Behörden auf, «jetzt zu handeln, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen und den Wettbewerb zu erhalten». Mit der Verknüpfung könnte auch ein Teilverlust der Anonymität folgen, fürchten Experten. Denn nicht alle Dienste verlangen bisher die Angabe des ganzen Namens.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • algfredo am 28.01.2019 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    das wars dann wohl endgültig

    das wars dann wohl für mich mit meiner SocialMedia-"Karriere". Insta und FB werde ich wohl nicht gross nachtrauern, nur whatsapp wird mir fehlen... naja kann man nichts machen. zuckerberg scheint viele nutzer opfern zu wollen, damit er von den übrigen dafür umso mehr daten kassieren kann. prioritäten!

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  • Rudolf am 28.01.2019 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig aber Wahr

    Was er wirklich will: Mehr Kontrolle, mehr Werbung und vor allem mehr Daten.

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  • Max König am 28.01.2019 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Hmm...

    Man müsste eh schon längst von Whatsapp verschwinden und andere, viel genutzte Dienste wie z.B. den Telegram Messenger nutzen. Ausserdem ist der Funktionsumfang bei alternativen Messaging-Apps um Welten besser. Threema wäre auch gut, ist aber einfach zu wenig weit verbreitet.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Andy am 29.01.2019 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Threema ist besser

    Threema ist eine Alternative zu Whatsapp, welche die Privatsphäre schützt. Kostet halt einmalig 2 CHF...

    • Bottle Message am 29.01.2019 18:41 Report Diesen Beitrag melden

      Bottle Message

      Versuch es mit Bottle Message ist etwas ganz neues

    • Andy am 29.01.2019 19:09 Report Diesen Beitrag melden

      Threem aus der Schweiz

      Neu ja, aber schützt die Privatsphäre nicht. Threema hingegen schon. Ist eine schweizer App. Such nach Threema . ch

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  • larry am 29.01.2019 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    also ich als kunde, bin dann mal weg!

    es wird zeit, sich von zuckis-plattformen loszulösen, sich zu verabschieden und sich was neues und freies zu suchen, mit zukunft (diktatur- und überwachungslos)!

  • Peter Pan am 29.01.2019 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Habe ich alles nicht

    Da kann er sammeln was er will, nutze keines dieser Tools. Ich lebe in der Realität und nicht virtuell. Und für Whatsapp gibts das schweizer App. heisst dann auch abmelden.

  • Chris am 29.01.2019 02:15 Report Diesen Beitrag melden

    Was regt Ihr Euch auf?

    Ich habe eine Telefonnummer, eine eMail-Adresse und einen Briefkasten. Wer mich erreichen will, darf diese Möglichkeiten sehr gerne benutzen. Ich freue mich! Und alle anderen sollen es bleiben lassen...

    • Bogeyman am 29.01.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

      @Chris

      Ich weiss, was du letzten Winter getan hast, dich kriegen wir auch noch!

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  • Andy am 29.01.2019 01:36 Report Diesen Beitrag melden

    Facebook der sterbende Schwan

    Aus Strategischer Sicht ist das der Versuch das sterbende Facebook mit Instagram und vor allem Whatsapp so zu binden, das eine Integration und Auflösung von Facebook in den nächsten 5-10 Jahren möglich ist. Daraus soll bestimmt eine App entstehen die alle drei Funktionsfelder der Apps in sich positioniert und anbietet. Aus dieser Sicht macht das Sinn. Jedoch ist natürlich auch in 5-10 Jahren die Frage, welche neuen Apps den Markt beherrschen und ob Zuckerberg dann noch eine Rolle spielt. Immerhin ist Facebook sein Baby und das ist der sterbende Schwann des Konzerns.

    • No WA am 29.01.2019 17:10 Report Diesen Beitrag melden

      No FB

      Die Idee von Facebook hat Zuckerberg gestohlen!

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