Xoom

09. März 2011 11:28; Akt: 09.03.2011 14:26 Print

Der iPad-Rivale im Test

Der in den USA erschienene Tablet-Rechner Xoom von Motorola gilt bei vielen als erster echter iPad-Konkurrent. Ein erster Test ist vielversprechend - der Preis trübt allerdings das Gesamtbild.

Zum US-Verkaufsstart des Tablet-Computers Xoom kursiert auf Youtube ein Werbevideo, das wohl vor allem männliche Käufer ansprechen soll.(Quelle: Youtube.com/VerizonWireless)
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Das Xoom ist gut ausgestattet, hat einen grossen, hochauflösenden Touchscreen-Bildschirm und verfügt über einen Dual-Core-Prozessor und ein Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher. Der Festplatten-Speicherplatz liegt bei 32 GB. Es ist das erste Tablet auf dem Markt mit Google Android 3.0 (Honeycomb) als Betriebssystem. Das bietet einige deutliche Verbesserung im Vergleich zu früheren Android-Versionen, die eigentlich für Smartphones gedacht waren, aber auch auf einigen anderen Tablets zu finden sind.

Android 3.0 wurde direkt für die grösseren Tablet-Rechner konzipiert. Am unteren Rand des Bildschirms finden sich ein «Home»- und ein «Back»-Knopf. Es gibt Informationen zum Batteriestand, über neue E-Mails und die Qualität des Funknetzes. Auch die Touch-Screen-Tastatur zeigt sich verbessert. Es ist nun deutlich einfacher E-Mails oder Texte zu schreiben. Über Bluetooth oder USB können auch richtige Tastaturen angeschlossen werden.

Deutlich teurer als die iPads

Einen Haken hat das ansonsten schicke Xoom aber - seinen Preis. Ohne Mobilfunkvertrag kostet es 799 Dollar, während das iPad mit ähnlicher Hardware-Ausstattung 729 US-Dollar kostet. Die Preise für die günstigsten iPads beginnen bei 499 US-Dollar. Abgesehen vom Preis sind sich das Xooom und das iPad ziemlich ähnlich. Der Bildschirm des Xoom ist etwas grösser als beim iPad, das neue iPad ist dafür etwas dünner. Beide Geräte haben nur wenige echte Knöpfe. Das Xoom hat einen Lautstärkeregler auf der einen Seite, ein Knopf zum ein- und ausschalten sitzt etwas unglücklich auf der Rückseite.

Gefallen hat, dass der Web-Browser in der Lage ist, mehrere Tabs zu öffnen. Das Surfen im Internet wird dadurch deutlich einfacher. Das Xoom hat eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 2-Megapixel-Kamera vorne, mit der auch Videokonferenzen über Google Talk möglich sind. Die Batterielaufzeit wird mit zehn Stunden für Video und neun Stunden für Surfen im Internet angegeben. Im Test reichte es nur für sechs Stunden - das ist zwar nicht schlecht, könnte aber besser sein.


(mbu/dapd)