Phishing & Co.

24. April 2019 07:55; Akt: 24.04.2019 08:25 Print

Die miesen Maschen der Handy-Betrüger

Betrüger und Hacker lassen sich immer neue Tricks einfallen, um Handynutzer übers Ohr zu hauen. Dies sind einige der grössten Bedrohungen.

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Die zunehmende Verbreitung von mobilen Geräten wie Handys hat nicht nur positive Folgen. Mit der Anzahl steigen auch die Betrugsversuche und Hackerangriffe. Täter können mit relativ wenig Aufwand eine Vielzahl von potenziellen Opfern erreichen. Aktuell versuchen Kriminelle über kopierte Instagram-Profile an Handynummern zu kommen und andere User abzuzocken. Diese fünf Maschen gehören zu den beliebtesten:

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Spam

Spam gilt als der Oberbegriff für unerwünschte Werbemails oder Kettenbriefe. Wie die Melde- und Analysestelle Informationssicherung Melani schreibt, macht der Anteil von Spam im gesamten E-Mail-Verkehr über 60 Prozent aus.

Eine spezielle Form von Spam ist die so genannte Sextortion. Der Begriff setzt sich aus Sex und Extortion (englisch für Erpressung) zusammen. Hier wird eine Person mit Bild- oder Videomaterial erpresst, das sie bei anrüchigen Handlungen zeigt. Dafür wird das Opfer ausgetrickst, um Aufnahmen zu erstellen. Es gibt aber auch die Spam-Variante, wo Kriminelle auf gut Glück leere Drohungen verschicken, in der Hoffnung, dass das Gegenüber bezahlt.

Das kann man dagegen tun

Es gibt verschiedene mögliche Massnahmen gegen Spam. So sollte man keine kurze Mailadresse wählen, da Spammer mit speziellen Programmen gezielt danach suchen. Zudem sollte man beim Mail-Anbieter den Spam-Filter aktivieren, sofern dieser nicht schon automatisch läuft. Zudem sollte man bei der Herausgabe seiner Mailadresse im Internet vorsichtig sein. Auch empfiehlt es sich, die Webcam abzukleben, wenn man sie nicht braucht. Das macht auch Facebook-CEO Mark Zuckerberg so.

Phishing

Eine weitere Gefahr ist das sogenannte Phishing. Das Wort setzt sich aus den englischen Wörtern Password, harvesting (ernten) und fishing zusammen. Betrüger versuchen meist über gefälschte Adressen, Opfer dazu zu bringen, vertrauliche Daten einzugeben, die sie dann abfangen. Dazu gehören etwa die Zugangsdaten für E-Mails oder das Bankkonto.

Das kann man dagegen tun

Seien Sie misstrauisch, wenn in einer Mail oder am Telefon nach dem Passwort gefragt wird. Achten Sie in verdächtigen Mails auf den Absender, und klicken Sie niemals auf Links, die auf eine von Betrügern aufgesetzte Website verlinken. Als zusätzlichen Schutz sollten Sie für Konten eine sogenannte 2-Faktor-Authentifizierung einrichten. Dabei wird beispielsweise ein SMS mit einem Code auf das Handy verschickt, ohne den man keinen Zugriff auf den Service erhält.

Social Engineering

Statt mit technischen Mitteln wird beim sogenannten Social Engineering versucht, die Hilfsbereitschaft, Gutgläubigkeit oder die Unsicherheit von Personen auszunutzen. So könnte ein Angreifer etwa versuchen, an Benutzernamen und Passwörter von Mitarbeitern eines Unternehmens zu gelangen, indem er sich am Telefon als Systemadministrator ausgibt, wie Melani schreibt.

Das kann man dagegen tun

Im Internet und auf den sozialen Medien sollte man sparsam mit persönlichen Daten umgehen und im Idealfall nur wenig über sich preisgeben. Auch bei Telefongesprächen sollte man zurückhaltend sein, ausser es handelt sich erwiesenermassen um ein Gegenüber, das vertrauenswürdig ist. Ebenfalls sollte man fremden Personen keine vertraulichen Informationen wie den Benutzernamen oder das Passwort verraten.

Schadsoftware

Sogenannte Malware oder Schadsoftware kann unter anderem in E-Mails oder auf Websites lauern. Dabei werden im Hintergrund und ohne dass es der Nutzer merkt, schädliche Programme wie beispielsweise Trojaner installiert. Dabei können etwa Daten auf dem Handy oder dem Computer verschlüsselt oder zerstört werden. Ebenfalls ist es möglich, dass das Gerät für den Versand von Malware oder Spam-Mails sowie für Attacken gegen Websites verwendet wird.

Das kann man dagegen tun

Um sich dagegen zu schützen, sollte man das Betriebssystem und Apps sowie Programme regelmässig aktualisieren. Ebenfalls gibt es spezielle Antiviren- oder Sicherheitssoftware, die das Handy, das Tablet oder den Computer nach bösartigen Dateien durchsucht. Zudem sollte man auch hier beim Surfen im Netz aufmerksam sein und keine verdächtigen Anhänge von Mails öffnen.

Ungeschütztes Handy

Das Smartphone ist heutzutage für viele Menschen eine Art Zentrale ihres Lebens. Nicht nur sind dort alle Kontakte gespeichert, auf dem Gerät befinden sich meist auch Fotos oder Zugangsdaten für diverse Konten. Aus einer Umfrage des IT-Sicherheitsunternehmens Eset ging hervor, dass rund jeder Fünfte schon einmal sein Handy verloren hat oder dieses gestohlen wurde.

Das kann man dagegen tun

Sehr wichtig ist es, das Handy per sicheres Passwort, Fingerabdruck oder Gesichtsscan zu schützen. Zudem sollte die automatische Sperre auf einen möglichst kurzen Zeitraum eingestellt werden. Bei einigen Handy-Modellen gibt es zudem die Möglichkeit, das gestohlene Handy aus der Ferne zu löschen, so dass der Dieb keinen Zugriff auf die privaten Daten erhält.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rottensurfer am 24.04.2019 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Beste Vorsorge

    In den meisten Fällen würde es ausreichen, einfach mal den Kopf einzuschalten und nicht auf alles zu drücken was da so rein kommt.

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  • dado am 24.04.2019 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ich kritisiere nicht mehr vorschnell

    Ich bin eher der vorsichtige Typ und achte stets, worauf ich klicke. Trotzdem ist es auch mir passiert, dass ich auf eine Phishing-SMS geklickt hatte. Zum Glück hatte ich das sofort gemerkt und konnte mein Login sogleich ändern. Nervig war aber, herauszusuchen, wo ich dieselben Loginkombinationen verwende um diese ebenfalls zu ändern. Mich hatte es erwischt, weil ich derzeit eine Kleinanzeige am laufen hatte und deshalb mehrere (echte) SMS-Anfragen über diese Plattform erhalten hatte. So war ich einen kurzen Moment unachtsam. Also falsche Nachricht zur richtigen Zeit erhalten und schwupps...

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  • Apps Ignorant am 24.04.2019 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Whathapp Fishing

    Es ist schon interressant, dass Whatsapp mit dem Absender von Whatsappkunden SMS verschickt, man solle Whatsapp installieren. Der angebliche Absender weiss aber davon nichts. Ob da wieder mal eine Sicherheitslücke bei der Absendererkennung gehackt wurde?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lars IT am 25.04.2019 07:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Normal User total überfordert

    mit dem inet wie es ist muss mann schon über fachwissen verfügen um sich nichts eizufangen sei es Phishing Abofalle Maleware Trojaner Virus angebliche Mail vom Chef usw usw ich sehe immer wieder erschreckend verseuchte Privat PCs im Businessbereich ist es besser da Firewalls Spamfilter Berechtigungen usw eingesetzt werden aber auch dort ist es nicht zu 100% sicher etwas einzufangen

  • Ms.Dith am 25.04.2019 00:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin von mein Stiefsohn gemacht

    Ja, ich würde gehackt von mein eigenen Stiefsohn. Er hat alle mein Gerät bei ihm installiert mich zu kontrollieren, meine privaten Sachen zu kontrollieren. Ich weiss immer noch nicht wieso will Er meine Geräte bei ihm nicht ausschalten/ Trennen lassen. Wenn Er Mal heiraten muss Er alles enden. So wird von seine zweiten Ehefrau nicht lustig wenn mein Stiefsohn mich weiterhin belästigen kontrollieren. Seine zweiten Ehe kann gefährdet sein und zweiten Scheidung das kann nicht mehr lustig sein.

  • Grübl am 24.04.2019 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ich will nicht

    EMail und Handynummer nicht überall angeben. Ich habe eine Handynummer sowie eine Festnetznummer. Wenn etwas ist, geb ich nur meine FNN an. Wie erstaunt war ich doch, als ich einmal vom Spital einen Anruf auf mein Handy bekam. Nie gib ich meine HN an. Ich frage mich heute noch wie die da dran gekommen sind. Und ein andermal als mein Kind ins KH musste, wollte sie meine Handynummer um mir zu berichten. Ich sagte nein. Doch ich muss sie geben. Ich sagte wieder, nein. Ich bleibe genau hier sitzen bis ein Kind wieder aus dem OP kommt. Früher hatte man auch kein Handy. Dieses zwingen k.... mich an.

    • Rolf Stalder am 25.04.2019 13:18 Report Diesen Beitrag melden

      Lösung

      Einfach sagen: Ich hab' kein Handy. ;)

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  • Zamba am 24.04.2019 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Peanuts

    Das hier sind Kleinstprobleme, wartet, was kommt, wenn ihr täglich 24 Stunden mit 5G bestrahlt werdet. Ein nette Hitzegefühl bis ca. 3 cm auf der Haut und Durst ohne Ende.

    • Ein Schritt voraus am 24.04.2019 10:34 Report Diesen Beitrag melden

      Kopf- und andere Nüsse

      Genau. Das kurbelt die Wirtschaft an und gibt uns nicht nur die Möglichkeit, unseren Lebensstandard beizubehalten. Zudem bin ich auf das Auto angewiesen und freue mich auf 5G, um autonom fahren und die Zeit produktiver nutzen zu können.

    • Britt am 24.04.2019 10:38 Report Diesen Beitrag melden

      Warum nicht?

      Ich weiss jetzt nicht ob das zutrifft was du hier schreibst. Aber das Strahlen Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben, das sollte eigentlich jedem klar sein. Aber es ist leider immer noch so, wenn ich etwas nicht sehe, existiert es nicht und kann mir drum auch nichts anhaben.

    • Digitalfree am 24.04.2019 11:50 Report Diesen Beitrag melden

      @Ein Schritt voraus

      Das kurbelt höchstens mehr Leiden und einen schnelleren Tod an. Ja, aufwachen ist viel schwerer als weiter zu träumen.

    • Trudi Gerster am 25.04.2019 18:25 Report Diesen Beitrag melden

      Märchenstunde ...

      Sie sollten zu G5 dringend ein Gespräch mit dem Samichlaus führen, es kann auch der Osterhase sein.

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  • Markus Wegmann am 24.04.2019 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    Telekomprovider?

    Es fehlen noch die Telekomprovider die dem Kunden ohne Nachfrage ihr Abo wechseln.

    • kiki am 24.04.2019 12:48 Report Diesen Beitrag melden

      so wird es sein

      Ja, das wird wohl bei der Übernahme UPC Sunrise so sein...

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