Echo112

29. Juni 2013 10:46; Akt: 29.06.2013 16:10 Print

Diese App gehört auf jedes Smartphone

Ob Autounfall oder Herzinfarkt: Im Notfall zählt jede Minute. Hier kommt die von einem Lausanner Arzt entwickelte Gratis-App fürs iPhone und Android ins Spiel. Sie rettet auch im Ausland Leben.

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Praktisch auf Reisen: Die Echo112-App verbindet rund um den Globus mit der nächstgelegenen Notrufzentrale. (Bild: PD)

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Die Echo112-App ist laut den Verantwortlichen bereits in über 500 Noteinsätzen in der Schweiz zum Einsatz gekommen. Vor kurzem konnte eine Frau geortet werden, die in einem weitläufigen Wald in der Region Lausanne einen Herzinfarkt erlitten hatte, heisst es in einer aktuellen Medienmitteilung.

Echo112 funktioniert auf der ganzen Welt und ermöglicht es, den Standort eines Smartphones automatisch an die zuständigen Notfalldienste zu übermitteln, also Rettungssanität, Polizei oder Feuerwehr.

Die Gratis-App ist bislang für das iPhone (iOS) und Android verfügbar. Die Bedienung ist kinderleicht: Nach dem Starten der App genügt ein Druck auf die Notfalltaste. Daraufhin ortet das System sofort die anrufende Person, verbindet sie mit der Notfallzentrale und sendet die GPS-Koordinaten an die Internet-Plattform www.echo112.com, wo sie die Retter problemlos abrufen können.

Von Notarzt entwickelt

Die Echo112-App ist vom Lausanner Arzt Jocelyn Corniche entwickelt worden. Er hat 2011 in der Westschweiz das Startup Mobilemed gegründet, das medizinische Anwendungen für Smartphones entwickelt. Die ursprüngliche lancierte App trug noch den Namen My144 und wurde von 150'000 Schweizern heruntergeladen und installiert. Seit der Veröffentlichung der neuen App im Frühjahr sind weitere 50'000 Nutzer hinzugekommen.

Der Erfinder spricht stolz von einem Lebensretter im Hosentaschenformat. Während seiner Arbeit als Notarzt musste Doktor Corniche häufig feststellen, dass es schwierig war, eine Person in Not zu orten. Einige Minuten mehr oder weniger bis zum Eintreffen der Rettungskräfte konnte über Leben oder Tod entscheiden. Corniche wird mit den Worten zitiert: «Es war mein Traum, die Arbeit der Nothelfer zu vereinfachen. Dank der weiten Verbreitung der Smartphones und meinem Interesse an den digitalen Technologien kann ich eine kostenlose, einfache und innovative Lösung anbieten.»

Wie die Rega-App

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega bietet einen vergleichbaren Service an. Auch die Rega-App steht kostenlos für iOS-Geräte (Apple) und Android zur Verfügung. Wenn man den Alarm innerhalb der App auslöst, werden die GPS-Daten direkt an die Rega-Zentrale übermittelt, im In- und Ausland.

Für das erfolgreiche Absetzen eines Alarms wird eine minimale Verbindung mit einem Mobilfunknetz benötigt. Dies trifft auch auf die Echo112-App zu. Und wenn bei einem Notfall im Ausland kein Datenpaket für das Smartphone verfügbar ist, wird der Standort des Nutzers per SMS übermittelt.

(dsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schutz & Rettung Zürich, Einsatzzentrale am 29.06.2013 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte Notrufnummer nicht testen!

    Wir bitten alle App-Benutzer, die Notrufnummern (144, 118, 117) nicht zu Testzwecken anzurufen. Die App verfügt über eine Testfunktion. Die Notrufnummer muss NICHT echt angerufen werden. Besten Dank!

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  • nadine müller am 29.06.2013 11:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Danke für den Bericht,habe ich gleich heruntergeladen!

  • T.S. am 30.06.2013 08:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finde die App gut, aber...

    Erst mal ein grosses Dankeschoen an die Entwickler. Allerdings hat sie auch (indirekt) zwei Haken, wenn man sich selbst helfen will. 1. Ist das Handy gesperrt, geht es schneller den Notruf direkt zu rufen. 2. Hat man (um Batterie zu sparen) die Ortungsdienste deaktiviert, muessten diese erst aktiviert werden. Geht leider nicht automatisch aus der App heraus.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • giuva am 30.06.2013 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rega vor 2 jahren 

    dies gab es bereits vor 2jahren von der rega. Was soll da neu sein?? Das problem wurde ja bereits weiter ober erläutert, ortungsdienste verbrauchen den Akku so schnell das er wahrscheinlich leer ist wenn man das app braucht.

    • tamara am 01.07.2013 08:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      bitte zuerst lesen

      steht ja auch im artikel- nicht gelesen? ausserdem ist nicht jeder mitglied bei der rega..

    • Third Life am 01.07.2013 10:48 Report Diesen Beitrag melden

      Ortung wird

      ja erst eingeschaltet wenn du den SOS Button drückst. Mal davon abgesehen hatte ich wegen Ortung noch nie einen leeren Akku. Hauptsache mal gemeckert hm ?

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  • T.S. am 30.06.2013 08:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finde die App gut, aber...

    Erst mal ein grosses Dankeschoen an die Entwickler. Allerdings hat sie auch (indirekt) zwei Haken, wenn man sich selbst helfen will. 1. Ist das Handy gesperrt, geht es schneller den Notruf direkt zu rufen. 2. Hat man (um Batterie zu sparen) die Ortungsdienste deaktiviert, muessten diese erst aktiviert werden. Geht leider nicht automatisch aus der App heraus.

    • Ich am 30.06.2013 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Tipp

      Und wieso nicht einfach ortungsdie ste nur für diese app immer aktivieren?

    • I. Lienhard am 01.07.2013 06:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Akkufresser

      @Ich Weil dann der Akku bestimmt leer ist wenn man die App braucht ;-)

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  • Organisation Nord am 30.06.2013 01:12 Report Diesen Beitrag melden

    Chapeau für den Docteur

    Warum kommt die App nicht von einer SOS-Organisation? Kann es sein, dass SRK oder Médecines sans Frontiers oder weitere Hilfsorganisationen vorlauter Spendengelder nachrennen, so zielführende Ideen nicht mehr haben? Wäre ein erfrischendes Tool gewesen neben dem ewig gleichem Direct-Bettel-Muster. NB: der TCS und die REGA könnten die App als dwld ja auf die Website nehmen ,o)

    • ritz W am 01.07.2013 09:43 Report Diesen Beitrag melden

      Gibt schon länger

      Rega bietet so eine App schon seit 1 oder 2 Jahren an...

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  • Samoth Iobled am 29.06.2013 23:45 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Bitte von der Leitstelle

    EINE BITTE an alle die es testen wollen: Nach einem Testalarm können Sie selber über die website von Echo112 ihren Standort kontrollieren. Bitte keine scharfen Notrufe absetzen, die Sanitätsnotrufzentralen sind heute durch "(Test-) NOTRUFE" stark belastet worden. Danke!

  • Darf ich? am 29.06.2013 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    Bewundernswert

    wie sich hier viele treffen um zu demonstrieren wie die Suche nach Ausreden funktionieren. Mal im Klartext. Wer eine App benutzen will, der legt sich die so zu recht, das sie auch erreichbar ist. Grundsätzlich sind solche Apps nur dann Sinnvoll wenn der Nutzer sie benutzen will. Die, die nach Schwachstellen suchen sollten zu aller erst bei sich anfangen und dann auf wirkliche Schwächen der App losgehen.