Schweizer Tastatur

12. Dezember 2019 08:51; Akt: 18.12.2019 10:36 Print

«Mit dieser App machst du viel weniger Tippfehler»

Eine neue Tastatur-App verspricht 80 Prozent weniger Tippfehler. Sie kommt in einem neuen Layout daher und soll das Schreiben auf Smartphones erleichtern.

Die App Typewise hat ein neues Tastatur-Layout.
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Das Layout der Tastatur, wie sie heutzutage von PCs, Laptops und Handys gleichermassen verwendet wird, hat sich in den letzten 140 Jahren seit ihrer Erfindung nicht gross verändert. Zwar sind einige Funktionen wie beispielsweise die Lösch- oder die Alt-Taste hinzugekommen, die Anordnung der rechteckigen Buchstaben in drei Reihen mit den Zahlen darüber und den Funktionstasten darum herum ist aber grösstenteils gleich geblieben.

Ab sofort gibt es eine neue App in den Download-Stores von Google und Apple, die diese Tradition über den Haufen werfen und ein völlig neues Tastatur-Konzept vorstellen will.

Das ist die App

Die App heisst Typewise und wurde von den beiden Schweizern David Eberle und Janis Berneker entwickelt. «In der Vergangenheit haben wir viel unterwegs auf dem Handy gearbeitet und festgestellt, wie mühsam das Tippen darauf ist», erzählt Eberle. Grund dafür sei, dass das Layout der Tastatur nicht für den kleinen Bildschirm eines Handys gemacht sei.

«Eine solche Tastatur macht für alte Schreibmaschinen und für Computer, bei denen man das Zehn-Finger-System anwenden kann, Sinn. Auf ein Telefon, auf dem man hauptsächlich mit den Daumen tippt, trifft dies allerdings nicht zu», so Eberle. So sei ihnen schliesslich die Idee von hexagonalen Tasten gekommen.

Mehrere Wisch-Funktionen

«Das Hexagon ist eine geometrische Form, die möglichst rund und somit dem Fingerabdruck sehr ähnlich ist», erklärt Eberle. Mit dieser Idee entwickelten sie ein Layout, das der traditionellen Tastatur zwar ähnlich, für den Smartphone-Bildschirm aber besser angepasst ist.

«Wir haben zum Beispiel herausgefunden, dass die Leertaste die am meisten benutzte Taste ist und haben diese deshalb zweimal zentral angeordnet.» Ausserdem machten sich die Entwickler die Wisch-Funktion, die das Smartphone im Gegensatz zum Computer bietet, zunutze. So werden Buchstaben beispielsweise mit einem Swipe nach links gelöscht. Somit fällt die Löschtaste ganz weg. Ähnlich verhält es sich mit der Umschalttaste: Will man einen Grossbuchstaben tippen, wischt man einfach vom gewünschten Buchstaben aus nach oben.

«An den Gesten haben unsere Testnutzer am meisten Freude», sagt Eberle. An das Layout gewöhne man sich nach rund ein bis zwei Wochen. Danach mache der durchschnittliche Smartphone-Nutzer etwa 80 Prozent weniger Tippfehler als mit einem traditionellen Tastatur-Layout.

Wie schreibt es sich damit?

Tatsächlich braucht es einiges an Übung, bis man sich an das ungewohnte Layout der Tastatur gewöhnt hat. Allerdings geht dieser Prozess schneller als erwartet. Da die Anordnung der Tastatur an das QWERTZ-Format angelehnt ist, findet man die gewünschten Buchstaben relativ schnell.

Auch die Wisch-Gesten sind grösstenteils intuitiv und rasch verstanden. Nachdem man das Tutorial durchgearbeitet hat, kann man also schnell mit dem Tippen beginnen. Nur wer viele Sonderzeichen wie beispielsweise das @- oder *-Zeichen braucht, wird sich wohl bis zum personalisierbaren Layout gedulden müssen, um alle nötigen Zeichen direkt auf dem Hauptbildschirm antippen zu können.

(doz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ChriguBE am 12.12.2019 08:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teuer - free Version beschränkt

    Ich nutze sie, bin aber noch sehr am. Üben. Leider sind die meisten Funktionen (einige bräuchte ich, z. B. mehrere Sprachen) nur in der Pro-Version verfügbar - und die kostet. Und zwar nicht einmalig, sondern als Abo. Und DAS finde ich total daneben. Werde sie, wenn sie nicht viel bringt, wieder entfernen.

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  • Nutzer am 12.12.2019 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Langjähriger Nutzer

    Das ist WRIO nach Namens- und Strategiewechsel. Da ich die Tastatur jedoch schon lange benutze, scheinen bei mir keine monatlichen Zahlungen anzufallen. Habe vor drei Jahren 3CHF dafür bezahlt. Ist die beste Investition die ich je getätigt habe. Jetzt 25CHF ist kompletter Overkill.

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  • Fake am 12.12.2019 08:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachmacher von WRIO

    Dises Design gibt es mit der App WRIO ja schon lange. Weiss nicht, was daran neu sein soll

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Heinzbo am 14.12.2019 14:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kooiert

    Habe schon lange WRIO, Die haben alles nach kopiert. Und 25.-Fr. geht noch..

  • Ri Sch am 14.12.2019 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Passwörter sammeln..... was soll das?

    Nach der Installation kam die Warnung: ... Achtung Typewise kann Texte und Passwärter sammeln... ...habe die App danach auch gleich wieder gelöscht.

    • Janis am 14.12.2019 14:09 Report Diesen Beitrag melden

      Standardwarnung

      Das ist eine Standardmeldung von Android, die bei allen Tastaturen angezeigt wird. Denn natürlich weiss die Tastatur immer, was du schreibst, schliesslich muss sie die gedrückten Buchstaben schreiben. Typewise hat aber als eine der einzigen Tastaturen keine Internetverbindung. Das heisst du kann sicher sein, dass keine Daten gesammelt werden. Darum ist Typewise auch kostenpflichtig, um die Weiterentwicklung zu ermöglichen.

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  • D. Uden am 13.12.2019 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Super App

    Kanm ich nur alen empfählen&

  • Ausprobierer am 13.12.2019 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    Wollen immer Millionäre werden..

    Da stehen wir, wie immer am gleichen Problem! Die Idee an sich ist ja super, warum sollte man nicht auch ein paar Franken für die Entwicklung verlangen? Aber.....der Preis, total überteuert! Was erhoffen sich die Entwickler hiermit??? verlangt ein paar Franken, wenn die Idee gut und innovativ ist, wird das Produkt bestimmt mehr gekauft als bei einem Preis, dass in keinem Verhältnis (zu einer Tastatur) steht!!

  • nadja am 13.12.2019 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    kein abo bitte

    Ich teste sie auch gerade. Soweit ganz ok. Nur wird es an den versch. Sprachen happern. Da sind mir 25 doch zu viel...