Für fünf Schweizer Städte

04. Juli 2019 06:53; Akt: 04.07.2019 09:55 Print

Diese App warnt dich vor überfüllten Zügen

Ohne Gedränge von A nach B kommen. Das ist der Wunsch vieler Pendler. Ist man zeitlich flexibel, hilft dabei neu eine App, die viele schon installiert haben.

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«Wie in einer Sardinenbüchse: Es gibt nichts Unangenehmeres, als in einem heissen, überfüllten Zug zu reisen», schreibt Google in seinem neusten Blog-Eintrag. Der IT-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, dies zu ändern, und lanciert gleich zwei neue Funktionen innerhalb des Kartendienstes Google Maps. Die eine zeigt Nutzern künftig an, wie voll der Zug, das Tram oder der Bus ungefähr sein wird. Dies helfe bei der Entscheidung, ob man in den vollen Bus einsteige oder ein paar Minuten warten wolle, um im nächsten sitzen zu können, heisst es im Blog.

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Doch wie genau soll das gehen? Gemäss Google basiert die Prognose auf Daten, die von Nutzern auf entsprechenden Strecken zwischen Oktober 2018 und Juni 2019 während der Hauptverkehrszeiten erhoben wurden. Die Nutzer waren während der Fahrt aufgefordert worden, zu sagen, wie voll – oder leer – das Verkehrsmittel gerade ist. Aus den Daten aus aller Welt hat Google die am stärksten ausgelastetsten ÖV-Linien der Welt generiert (siehe Bildstrecke).

Prognose für Waggon

Die Prognosen zur ÖV-Auslastung auf Google Maps werden in den kommenden Tagen für 200 Städte weltweit aufgeschaltet. Bei uns wird die Funktion laut Google für Bern, Basel, Zürich, Genf und Lausanne verfügbar sein. Wie hilfreich die neue Funktion wirklich ist, wird sich zeigen. Dass öffentliche Verkehrsmittel während Hauptverkehrszeiten stärker ausgelastet sind, dürfte aber die wenigstens überraschen.

Es gibt zudem eine Alternative. Wer wissen will, wo es im Zug noch einen Sitzplatz hat, kann auch die SBB-App nutzen. Diese zeigt seit kurzem anhand sogenannter «wagenscharfer Belegungsprognosen» an, in welchem Waggon es voraussichtlich Platz hat. «Die Daten basieren auf Erhebungen von Fahrgastzahlen. Es fliessen auch der Wochentag und Reservationen in die Berechnung ein», erklärte Christian Ginsig, Mediensprecher der SBB.

Für Pendler gibt es in den kommenden Tagen noch eine weitere neue Funktion in Google Maps. Die Nutzer können neu sehen, ob ein Bus Verspätung hat. Wie wahrscheinlich es ist, dass sich ein Bus verspätet, wird mithilfe der Verkehrslage in Echtzeit und vorhandener Daten über Busrouten und Haltestellen berechnet.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Yanna am 04.07.2019 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich kann immer sitzen :-)

    Ich finde selbst in noch so überfüllten Zügen immer einen Sitzplatz- weil irgend ein arrogantes Narzisstlein braucht ganz bestimmt einen eigenen Sitzplatz für sein Gepäck. Ich bedank mich dann immer ganz freundlich fürs Platz freihalten... :-D

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  • Walter am 04.07.2019 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    nur noch zum k....

    wenn mein Arbeitgeber will, dass ich um 8 anfange und um 5 aufhöre was der mehrheit der pendler auch so geht, was kann ich da denn noch machen? genau ich kann um 6 schon da sein und abend erst um 7 nach hause gehen. danke PFZ!!!

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  • Joe Pereda am 04.07.2019 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Meinung

    Müsste dies nicht eingentlich als "Paid Post" markiert sein? Der Text "neu eine App, die viele schon installiert haben" entspricht exakt dem Sprachgebrauch von Werbung die einem eine App aufschwatzen will.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Herr Ma Bünzli am 05.07.2019 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    diese SBB App wird zu 90% nur warnen !

  • Stef Eich am 05.07.2019 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    Armseliges Zeugnis für die Schweiz

    Es ist doch langsam traurig zu sehen, dass wir in der Schweiz ein APP brauchen welches von überfüllten, nicht funktionierenden Zügen waren muss. So überfüllt und gross ist die Schweiz nun auch wieder nicht im Vergleich zu Hong Kong und Singapure. Und da funktioniert komischerweise das Zugsystem ohne Probleme.

  • giovanni am 05.07.2019 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Tilo laesst gruessen

    Wieso gibt es kein App fuer die Tilo zuege im Ticino? Einfach, die sind immer ueberfuellt und verspaetet.

  • Andreas Hunziker am 04.07.2019 21:18 Report Diesen Beitrag melden

    Na, na, na

    Paid Post ist es wenn paid.

  • Supervisor Patrick O'Boyle am 04.07.2019 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Leute die jammern:

    Wie wärs mit Umziehen? Näher an den Arbeitsort? Pendler verstopfen alles. In der Steuererklärung solle es dafür sicher keine Abzüge geben. Aber unser System wird immer kränker.

    • Leser am 04.07.2019 20:21 Report Diesen Beitrag melden

      @Supervisor Patrick O'Boyle

      Was müssen die Leute tun, die keine Wohnung finden in der nähe von der Arbeit. Sie haben sicher eine super Lösung oder nur Ausreden.

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