Künstliche Intelligenz

14. Mai 2019 19:51; Akt: 14.05.2019 19:51 Print

Diese Kleider wurden von einem Handy entworfen

Eine Designerin hat für eine Kollektion mit dem P30 Pro von Huawei gearbeitet. Das Ergebnis zeigt, was mit künstlicher Intelligenz alles möglich ist.

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Erst vor wenigen Wochen hat das chinesische Unternehmen Huawei sein neustes Flaggschiff-Handy auf den Markt gebracht. Das P30 Pro ist unter anderem wegen seiner leistungsfähigen Kamera interessant, mit der man Fotos mit einem fünffachen optischen Zoom aufnehmen kann.

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Im Innern des Geräts arbeitet ein Prozessor mit dem Namen Kirin 980, dessen Fähigkeiten nun für ein aussergewöhnliches Projekt verwendet wurden. Denn dank des Chips, der die neusten Huawei-Handys antreibt, entstand die weltweit erste Modekollektion unter Beihilfe einer künstlichen Intelligenz (KI).

Mensch und Maschine

Für die Umsetzung des Projekts entwickelte Huawei eigens eine App. Diese wurde mit Bildern von den wichtigsten Modeschauen der letzten hundert Jahre gefüttert. Um ein Design für ein Kleid zu erstellen, mussten Designer nur Einstellungen wie Farbe, Form, Länge und Muster definieren. Daraus errechnete die KI der App in kurzer Zeit entsprechende Vorschläge.

Ganz ohne menschliche Beteiligung ging es dann aber doch nicht. Für das Projekt arbeitete Huawei mit der Chinesin Anna Yang zusammen, der Gründerin der Marke Annakiki. Die Designerin verlieh den Entwürfen noch den letzten Schliff und erstellte daraus eine 20-teilige Kollektion.

Zukunft der Mode?

Die mit dem P30 Pro entworfenen Kleider wurden letzte Woche an einer Fashion-Show in Mailand vorgeführt. Rund 500 Gäste aus aller Welt verfolgten die Modeschau vor Ort und sahen die erste Kollektion, die aus den Entwürfen einer künstlichen Intelligenz hervorging.

Wenn es nach Designerin Yang geht, könnte die Technologie bald noch mehr Einfluss auf die Modewelt bekommen. «Bei diesem Projekt habe ich mit etwas für mich völlig Neuem experimentiert», sagt sie und ergänzt: «Ich bin sicher, dass die Technologie in Zukunft eine entscheidende Rolle in der Modewelt spielen wird, indem sie uns völlig neue Szenarien eröffnet, von denen wir heute nur träumen können.»


Im Video sehen Sie, wie die Kollektion entstanden ist. (Video: Huawei)

Zu kaufen gibt es die Kollektion von Huawei Fashion Flair und Annakiki auf Luisaviaroma.com.

(swe)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Max Bünzli am 14.05.2019 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    für ein paar lumpige Hosen braucht es kein Handy

  • Toni Maccaroni am 14.05.2019 22:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hört, hört

    Vielleicht schon bald werden dann Handys von Kleidern entworfen...

  • TinaU am 14.05.2019 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super weiter so......

    Zum Glück gibt es Menschen die kopf haben und unsere Umwelt retten von überfüllte Müll der Technologie.!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mathias am 16.05.2019 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Erinnert sich noch jemand an Jack Ma?

    Der Gründer von Alibaba meinte letztes Jahr noch, dass die Menschen Künstler oder Musiker werden sollten, wenn sie der Automatisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt entgehen wollen. Nun scheint sich Big-Tech auch die Kreativbranche vorzuknöpfen. Wenn das so weiter geht, können wir uns auch die Kugel geben, denn die Maschine macht ja alles. Und das bei 8 Mia. Menschen, von denen grösste Teil in Armut lebt und von Arbeit, geschweige denn einer Existenz als Designer, nur träumen kann. Die Tech-Branche muss, wie die Banken, endlich an die Leine.

  • Dumby am 15.05.2019 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Panik vor künstlicher Intelligenz

    Wenn das alles ist was künstliche Intelligenz schafft besteht kein Grund zur Sorge

  • Roger am 15.05.2019 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Klimaafutsis

    Für euch Klimaafutsis werd ich gleich heute Nachmittag mit meinem HUMMER 24l/100km ein paar Kilometer mehr fahren.

  • Pierre am 15.05.2019 07:13 Report Diesen Beitrag melden

    Aber hallo

    In der Werbung nennt man das abkupfern. Keine eigenen Ideen?

  • Lucki am 15.05.2019 06:45 Report Diesen Beitrag melden

    Handylos

    Theoretisch dürfte es mir gar nicht mehr möglich sein, zu existieren!