Zeichnen in der Luft

24. Juni 2014 10:31; Akt: 24.06.2014 11:26 Print

Dieser Stift modelliert wie ein 3-D-Drucker

Mit dem Stift lassen sich ähnlich wie mit einem 3-D-Drucker Gegenstände herstellen – ein geduldiger Bastler hat damit sogar ein Modellflugzeug gebaut.

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3-D-Drucker sind in der Lage, aus Kunststoff die unterschiedlichsten Gegenstände wie Schmuck, Spielzeug, Ersatzteile oder sogar Waffen herzustellen. Für die Ausführung benötigen sie eine Bauanleitung, die sie in Form einer Datei vom Computer erhalten. Mit derselben Methode wie 3-D-Drucker arbeiten auch die 3-D-Stifte wie der von uns getestete FX1-free Freesculpt 3-D-Pen.

Allerdings braucht der 3-D-Stift keine Anleitung: Gegenstände lassen sich beliebig von Hand in den freien Raum «zeichnen». Als Baustoff dient eine Plastikschnur, die an der Hinterseite des Stiftes eingezogen wird, sich im Stift erwärmt und vorne per Knopfdruck als weiche Masse langsam herausströmt.

Modellieren mit Plastik

Mit dieser Kunststoffmasse (PLA- und ABS-Filament), die sich innert Sekunden erhärtet, kann man nun die dreidimensionalen Formen zeichnen. Doch was auf den ersten Blick sehr einfach aussieht, endet in der Praxis allzu oft in unansehnlichen Plastikobjekten, die auseinanderbröckeln. Zu wackelig werden die Linien, die sich im einmal erstarrten Kunststoff nicht mehr korrigieren lassen, und oft kommt einem die Schwerkraft in die Quere, wenn man eine horizontale Linie zeichnen will und diese kurzerhand runterfällt.

Etwas einfacher ist das Herstellen von Gegenständen, wenn man einzelne Elemente zuerst flach auf einer Unterlage baut, um sie danach mit weiterem Heissplastik aus dem Stift zusammenzuschweissen.

Nicht nur Freihand-Skulpturen

Anstatt nur mittelmässige Luftzeichnungen herzustellen, lassen sich auch komplexe Gegenstände produzieren. Dies bewies der Brite Matthew Butchard, der mit seinem 3-D-Stift 3Doodler ein Modellflugzeug baute, das ferngesteuert fliegt.

Kurzer Flug: Das Flugzeug aus dem 3-D-Stift. Quelle: Youtube.com/MattButchard

Einzig der Elektromotor und ein paar verstärkende Elemente aus Legosteinen stammen nicht aus dem Modellierstift. Allerdings hält sich das Flugzeug nur wenige Sekunden in der Luft und stürzt auf eine Wiese, wie ein Youtube-Video zeigt. Doch lässt es sich mit etwas Plastik, dem sogenannten ABS-Filament, aus dem Stift wieder reparieren.

(ray)