Dronegun

30. November 2016 20:25; Akt: 01.12.2016 07:37 Print

Dieses Monster-Teil holt jede Drohne vom Himmel

Eine australische Firma hat eine Waffe entwickelt, die einen Quadrocopter aus bis zu zwei Kilometern Höhe herunterholt. Scharf geschossen wird dabei aber nicht.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Je günstiger Quadrocopter werden, desto mehr Menschen fühlen sich durch die Flugobjekte, die oft mit Kameras ausgestattet sind, belästigt. Vor allem dann, wenn Hobbypiloten ihre Drohnen über ihrem Privatgelände kreisen lassen.

Einige wissen sich selbst zu helfen: Die 65-jährige Jennifer Youngman aus dem US-Bundesstaat Virginia zum Beispiel griff ganz einfach zu ihrer Schrotflinte und liess das unerwünschte Gadget noch in der Luft in tausend Teile zerspringen.

Ein sanftes Monstrum

Für jene, die die uneingeladenen Gäste etwas weniger brutal, aber ähnlich wirkungsvoll loswerden wollen, hat ein australisches Unternehmen die Dronegun entwickelt.

Die Waffe sieht aufgrund ihrer Grösse zwar äusserst gefährlich aus, ist aber nicht mit scharfer Munition geladen. Dafür verfügt sie über einen Hochleistungsstörsender, der das Video- sowie das GPS-Signal des Quadrocopters unterbricht und ihn so vom Himmel holt (siehe Video unten) – und das aus bis zu zwei Kilometern Höhe.

Leicht zu bedienen dürfte das sanfte Monstrum jedoch nicht sein: Die Dronegun wiegt knapp sechs Kilo. Der Akku hat eine Laufzeit von zwei Stunden, wiegt aber noch ein weiteres Kilo und muss während der Nutzung auf dem Rücken getragen werden. Was das hollywoodverdächtige Teil kostet, ist nicht bekannt.

So sieht es aus, wenn die Dronegun ein Flugobjekt vom Himmel holt. (Quelle: Youtube / DroneShield)

(lia)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike am 30.11.2016 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Flak

    Die 88er Flak, die von Opa noch im Schuppen rumsteht tuts auch.

    einklappen einklappen
  • Alex am 30.11.2016 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Pilot

    Airliner und Privatflugzeuge mit Instrumentenflug nutzen das GPS Signal für die Navigation auf dem Streckenflug und vermehrt auch im Endanflug (GPS-Approach). Es gibt keinen Grund, warum diese nicht gleich reagieren auf diesen Angriff wie eine Drohne. Da nützt es auch nichts, wenn die Flugzeuge mit einem zweiten redundanten Satellitenempfänger ausgestattet sind. Keine schöne Vorstellung!

    einklappen einklappen
  • Kusi am 30.11.2016 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sache

    Dann kann ich endlich dieses Dinger vom Himmel holen. Drohnen & Profi = Ja. Drohnen & Mein Nachbar = Nein.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • alex am 01.12.2016 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    verboten

    Störsender sind meines Wissens nach Illegal und das Ding macht glaub ich keinen Unterschied von einer Drone oder einem Flugzeug, beide extrem empfindlich auf Störsender.

  • Realist am 01.12.2016 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nützt nichts

    Moderne Drohnen kehren automatisch zum Startplatz zurück, wenn sie keine Verbindung zur Fernsteuerung haben.

    • Realist2 am 01.12.2016 08:19 Report Diesen Beitrag melden

      Doch doch...

      Ja, aber es handelt sich hier um einen GPS Störsender. Die Drohne weiss dann nicht mehr wo der Startpplatz ist.

    • Relaist3 am 01.12.2016 09:12 Report Diesen Beitrag melden

      Nein nein...

      Sie weiss sehr wohl wo der Startplatz ist. Sie weiss nur nicht wo sie selbst ist.

    einklappen einklappen
  • AntonMeier am 01.12.2016 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Rücksicht

    Wie immer in der Schweiz. Solange ich etwas mache, ist es ok. Wehe aber mein Nachbar macht was, das mir nicht passt, dann wird zur Schrotflinte gegriffen. Ich respektiere mit meiner Drohne Privatgrundstück, frage sogar die Bauern ob ich fliegen darf. Und trotzdem werde ich dauernd angefeindet.

  • Dä Jesus am 01.12.2016 02:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverantwortlich.

    Ich warte nur darauf, dass dieser Störsender gegen etwas anderes eingesetzt wird. Wie wohl ein Verkehrsflugzeug im Landeanflug auf Elektronische Kriegsführung reagiert? Vorallem wenn dieses Ding ja die Kameraverbindung kappt, überlagert das Ding ja offensichtlich Funkwellen. Ist doch achön für Kriminelle, wenn sie mit einem frei erhältlichen Gerät den Funk von z. B. Polizei streifen ausser gefecht setzen können, damit keine Verstärkung mehr gerufen werden kann. Und das ist mit diesem Ding garantiert möglich, auch wenn es möglicherweise eine geringfügige Modifikation dafür benötigt. Weiterhin denke ich, dass das auch Sachbeschädigung ist, wenn man mit diesem Teil, die Drohne einfach "Landen" kann. ich vermute eher, dass das Störsignal die Drohne verwirrt und sie dadurch abstürzt. Und wenn man bedenkt, das Profidrohnen zwischen 1000 und 30000 Franken kosten können, ist dies gewiss keine Bagatelle mehr und schon gar nicht, wenn die Drohne dann auch noch auf eine Autobahn oder sowas fällt. Wenn das Ding eine reichweite von 2km hat, kann man damit auch tieffliegende Militär und Polizeidrohnen runter holen und dann hört der Spass definitiv auf.

  • CookingSamurai am 01.12.2016 02:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unschön

    Immer wenn etwas mit guten Absichten gebaut wird, kommt es früher oder später auch den Kriminelle in die Hände, wo solche Erfindungen missbrauchen, z.B. stehlen!