#10YearChallenge

16. Januar 2019 21:43; Akt: 16.01.2019 21:43 Print

Ein harmloses Meme oder Datensammler-Paradies?

Soziale Medien sind voll mit Fotos, die zeigen, wie sich Nutzer in zehn Jahren verändert haben. Eine Tech-Expertin mahnt hier zur Vorsicht.

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Okay, what? Auf einem der Fotos soll (42) also zehn Jahre jünger sein. Wir wissen nicht, welches das besagte Foto ist, sie sieht irgendwie auf beiden aus wie 25. (36) trug also schon im Jahr 2009 knappe Outfits und bunte Strähnchen im Haar. So richtig älter ist aber auch sie nicht geworden. (60) wird nicht älter, sondern jünger! Nun ja, mit Photoshop, genug Filtern (und einem guten Schönheitschirurgen) lässt sich wohl so einiges (rückgängig) machen. (36) ist noch genauso grazil wie vor zehn Jahren – 2019 trägt sie aber auf dem Golden-Globes-Teppich Animal-Print und zeigt ein etwas breiteres Lächeln. (69) hat in den vergangenen zehn Jahren eine krasse Veränderung durchgemacht. Sie wurde von Bruce zu Caitlyn und liess sich vom Mann zur Frau umoperieren. (38) postete ein witziges Foto aus seiner Modelzeit. Zum Glück sind im Jahr 2019 Pelzjacken kombiniert mit nacktem Oberkörper und fettem Schmuck nicht mehr angesagt. postete ein zehn Jahre altes Bild mit Ehemann John Legend (40) und fragte ihre Follower zu Recht: «Wie schafft es John, immer noch GENAU GLEICH auszusehen?». Komiker (39): Links ist er zehn Jahre jünger. Das ist schwer zu erkennen. Schauspielerin (39) nahm ihre Jugendlichkeit, nicht aber ihre Haare, mit ins Jahr 2018. (36) ist wieder so ein Fall, bei dem man beim bestem Willen nicht erkennen kann, auf welchem Bild sie zehn Jahre älter sein soll. Komikerin (37) nimmt die #10YearChallenge natürlich mit Humor und postet ungeniert ein Bild von ihr im Schlankmacher-Body. Mega-Influencerin (31) war im Jahr 2009 mit Bärenkappe und Schmollmund unterwegs. Das Duckface und die Bärenmütze hat sie heute abgelegt – Eyeliner und Pose bleiben. «Aquaman»-Star (39) trug vor zehn Jahren schon schwarze Klamotten, Wuschelhaar und Halsketten – die wallende Lockenmähne ist aber noch eindrücklich gewachsen. (52) hat sich über die Jahre ebenfalls gut gehalten. Was aber echt krass ist: Vor zehn Jahren sah sie ihrem 2009 verstorbenen Bruder Michael Jackson zum Verwechseln ähnlich. (45) mit ehemaligen «Germany's Next Topmodel»-Siegerinnen. Während sich ihre Frisur veränderte, ist GNTM auch zehn Jahre später noch im Fernsehen zu sehen. (60) sieht irgendwie auch nach wie vor gleich aus. Seit eh und je trägt sie schon einen Kurzhaarschnitt und hat ein breites Lachen auf den Lippen. Sogar der Nintendo-Held Super Mario findet seinen Weg in die #10YearChallenge. Mini-Mario war ja echt knuffig. Und so sieht er aus, wie wir ihn heute kennen. Übrigens soll Mario laut seinem Erfinder Shigeru Miyamoto (66) etwa 24 Jahre alt sein. Schauspielerin (43) steht ein schwarzer Anzug heute noch genauso hervorragend wie vor zehn Jahren. (52) spielte vor 10 Jahren noch die Rolle von Miranda Hobbes in der Kult-Serie «Sex and the City». Heute ist sie als Politikerin unterwegs. Beides bekommt ihr anscheinend prima! (29). Zuckersüss! «Modern Family»-Star (28) leistete mit diesem Bild ihren Beitrag zu der #10YearChallenge. Das Blümchenshirt verschwand mit den Jahren, Kreolen trägt sie jedoch auch noch heute. Sängerin (33) war vor zehn Jahren noch braunhaarig und trug rote Pumps, heute ist sie blond und barfüssig. Sängerin (39) ist cool seit eh und je. Vor zehn Jahren sah man sie mit silberner Punk-Frisur, heute tragt sie ihre Haare blond und brav gekämmt im Seitenscheitel. Das ehemalige Supermodel (45) könnte mit ihrem Aussehen heute noch genauso die Laufstege der Welt erobern wie damals. Die «The Walking Dead»-Schauspielerin (33) teilte dieses Foto im Rahmen der «Ten-Year-Challenge» mit ihren Followern. (23) postete ein Video wie sie vor zehn Jahren als kleines Mädchen «No One» von Alicia Keys performte. Mit dieser Stimme war wohl schon damals klar, dass Dua mal eine echte Gesangs-Karriere hinlegen wird. Das Video kannst du unten im Artikel in voller Schönheit geniessen. Bis auf ihre Haarfarbe hat sich Schauspielerin (44) im Laufe der Jahre ebenfalls kaum verändert. Bei (38) ist irgendwie ebenfalls nicht klar, welches ihrer Bilder aus dem Jahr 2009 und welches aus 2019 ist. Schön und jung sieht sie jedenfalls auf beiden aus. (Das hier ist das von 2019.) Und zum Schluss noch die Schweizer-Vertretung der #10YearChallenge – die einzige, die wir gefunden haben: Der Schweizer Latin-Pop-Musiker (29).

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wer Instagram oder Facebook nutzt, hat das neueste Internetphänomen bestimmt gesehen. Unter dem Hashtag #10yearchallenge zeigen Nutzer jeweils ein Foto aus dem Jahr 2009 neben einem aktuellen.

Umfrage
Haben Sie bei der Challenge auch mitgemacht?

Die Technologie-Beraterin Kate O'Neill machte da nicht mit und schrieb auf Twitter: «Vor zehn Jahren hätte ich es wahrscheinlich getan. Heute frage ich mich, wie all diese Datenmengen ausgewertet werden könnten, um Gesichtserkennungsalgorithmen zu trainieren.»

Ein Gedankenexperiment

Auf Wired.com erläutert O'Neill nun, was sie damit sagen wollte. Es sei nicht ihre Absicht gewesen, dieses Meme grundsätzlich zu verteufeln. Das Gesichtserkennungs-Szenario sei aber plausibel und zeige einen Trend auf, dessen Ausmass sich die Menschen vergegenwärtigen müssten.

Zwar äusserten sich einige Kritiker dahingehend, dass die Fotos ja eh schon auf Facebook verfügbar seien. Und das stimme zum Teil auch, so O'Neill. Sie argumentiert aber, dass es für eine solche Analyse einer Gesichtserkennung viel praktischer wäre, wenn die Leute selber je ein Foto von damals und heute hochladen würden.

Aufruf zur Vorsicht

Doch ist es wirklich gefährlich, bei der Challenge mitzumachen? Gemäss O'Neill nicht unbedingt. Aber egal, welche Absicht hinter der Challenge stecke, als Nutzer sollten wir mehr darüber erfahren, wie unsere Daten verwendet werden. Und wir sollten ausdrücklich um Erlaubnis gefragt werden, fordert sie.

Denn für neue Technologien seien Nutzer eine ergiebige Quelle. «Wir sollten uns dessen bewusst sein und mit der gebotenen Sorgfalt vorgehen.» Daten seien der Treibstoff, der Unternehmen intelligenter und profitabler mache. «Wir sollten von den Firmen verlangen, dass sie unsere Daten mit dem nötigen Respekt behandeln. Aber wir müssen auch unsere eigenen Daten mit Respekt behandeln», erklärte O'Neill abschliessend.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sara Connor am 16.01.2019 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Skynet

    Skynet ist aktiviert..;-) Man sucht John Connor..

  • Phil Krill am 16.01.2019 23:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... Datensammlungen?...

    ... auch Aufrufe, wie "zeigt eures liebstes Möbelstück oder bestes Abendkleid, ... Ferienfoto, ... Makeup, ... Essen, ... Auto" usw. können für Datensammlungen verschiedener Hersteller ausgewertet werden...

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  • Albert am 16.01.2019 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    100110101001101

    Angst ist der ständige Begleiter. Niemand weiss was morgen ist.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Amy Theron am 17.01.2019 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    unsinnig

    Von wegen Amy Schumer - Das Porträt ist vom Film Monster und ist Charlize Theron

  • naja am 17.01.2019 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso?

    Und wieso genau soll man da mitmachen? Was hat man davon?

    • Meschugge am 17.01.2019 12:17 Report Diesen Beitrag melden

      siehe aus einer anderen perspektive

      man hat nichts davon...aber die gegenpartei hat noch mehr daten von uns;)

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  • Arnold Robertsons am 17.01.2019 06:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir sollten noch viel mehr

    Wir sollten von den Unternehmen verlangen, dass sie unsere Daten bezahlen. Und wir sollten von den Unternehmen verlangen, dass sie uns die Möglichkeit und Schutz bieten unsere Daten vor ihrem Zugriff zu schützen. Und falls Sie das nicht tun, sollten wir sie mit schweren Bussen bestrafen und ihnen den Marktzugang verwehren. Dafür sollten wir im Gegenzug vielleich auch mal wieder für den einen oder anderen Service explizit bezahlen. So wie es heute ist mit Werbung und Nutzung unserer Daten, ist es eigentlich viel zu teuer für uns, wir wissen es nur noch nicht!

  • Sanvin am 17.01.2019 06:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verwechslung?

    Bin ich die einzige die denkt das das Foto von Madonna aus 2018 gar nicht Madonna ist?????

  • A.S. am 17.01.2019 06:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Insta Fb Überflüssig

    Habe Insta und Fb gelöscht .... ist nur Blöde Zeitverschwendung und wirklich Überflüssig. Ich rate es jedem dasselbe zu tun und dann verschwindet das endlich wieder. Ich werde da nie mehr was hochladen, wer weiss schon genau was die alles mit unseren Daten machen.

    • Meschugge am 17.01.2019 10:37 Report Diesen Beitrag melden

      @A.S

      gute einstellung, geht mir auch so...aber ich denke es ist sowieso schon zu spät die daten wurde in den letzten jahren bereits gesammelt...ich denke "die" sind uns ein paar Jahren voraus... willkomen in der Matrix!

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