Kamera läuft.

11. Dezember 2013 15:52; Akt: 11.12.2013 16:09 Print

Einblick in die Handy-Filmarchive der Teenager

Ein Forschungsprojekt der Universität Zürich untersucht, wie Jugendliche ihre Handykamera einsetzen. 14- bis 20-Jährige haben den Forschern dafür ihre Filmchen zur Verfügung gestellt.

storybild

«Schau, ich war da» - Den Jugendlichen geht es mit den Handyfilmen darum, ihren Alltag zu dokumentieren. Beliebtes Beispiel: Ein Konzert. (Bild: Keystone/AP/Petros Karadjias)

Zum Thema
Fehler gesehen?

98,5 Prozent der Teenager in der Schweiz besitzen heute ein Smartphone, und wer keines hat, schaut auf dem Display nebenan mit. Immer mit dabei ist auch die in den Geräten eingebaute Kamera. Ein Team von Ethnoforschern an der Universität Zürich (UZH) hat nun untersucht, wie Jugendliche die Handykamera nutzen, wie die UZH am Mittwoch mitteilte.

Das so genannte Happy Slapping, das vor einigen Jahren für Schlagzeilen sorgte - Jugendliche zettelten Gewalt-Attacken an und liessen sich dabei filmen - ist nach Angaben der Wissenschaftler heute nicht mehr aktuell. Inzwischen interessiert die Jugendlichen etwas ganz anderes, erklären die Forscher – der pure Alltag: «Sich selber zu dokumentieren und auszudrücken, ist viel spannender als all das Sensationelle, Versteckte, Verbotene», heisst es in der Mitteilung der UZH. Jugendliche halten per Smartphone ihren Alltag fest, filmen am Konzert oder inszenieren spontan etwas.

Pornografie als Randerscheinung

Für die Forschung stellten 14- bis 20-Jährige den Wissenschaftlern unzählige Filmchen zur Verfügung - manche öffneten ihr gesamtes Archiv. Häufig sei viel Kreativität im Spiel, etwa, wenn spontan etwas inszeniert werde. Drei Mädchen etwa führten spontan ein Interview in einem S-Bahn-Abteil. Laut den Forschern eine beliebte und immer wiederkehrende Kulisse für das jugendliche Filmschaffen. Zudem schlossen die Wissenschaftler aus den Filmarchiven der Jugendlichen: Pornografie ist nur eine Randerscheinung.

Meist gehe es den Jugendlichen darum, sich selbst darzustellen oder den Kolleginnen und Kollegen zu dokumentieren: Ich war auch da. Damit dienen die Videos einerseits als Statussymbol, anderseits als «soziales Schmiermittel», so die Mitteilung. Man nimmt sie gemeinsam auf oder guckt sie gemeinsam an. So festigt sich die Gruppe.

(tob/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marcel Füllemann am 11.12.2013 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Klar und kiffen tun sie auch nicht

    Liebe Forscher. Wenn ihr doch schon so schlau sein solltet, denkt ein bisschen weiter. Die wenigsten Jugendlichen haben wohl ihre "schmuddel" Filmchen so abgelegt, dass sie gleich jeder beim öffnen des Archivs sehen kann. Aber die Leiter der Studie gehören wohl zu der Sorte Mensch, der gleich einen Porn Ordner auf ihrem Desktop ablegen ^^

    einklappen einklappen
  • KevinS am 11.12.2013 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn Studie zum x-ten!!

    Im ernst jetzt? Was genau bringt diese Studie? Mir ist es doch vollkommen egal was die Jugendlichen auf ihren Handies gespeichert haben.

    einklappen einklappen
  • Fabian Hausner am 11.12.2013 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Sex Videos nur nicht erfasst

    Also ich würde meine Privaten Sex Videos ebenfalls nicht für eine Studie hergeben. Daher ist das wohl scheinbar ein Randphänomen. In wirklichkeit macht das doch jeder Jugendliche heute. Also ich bin 16 und in meinem Umfeld hat jeder selbstgedrehte Sexvideos von sich oder Koleginnen / Kollegen auf dem Natel. Wir sind hald eine Offenere Generation als früher.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • KevinS am 11.12.2013 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn Studie zum x-ten!!

    Im ernst jetzt? Was genau bringt diese Studie? Mir ist es doch vollkommen egal was die Jugendlichen auf ihren Handies gespeichert haben.

    • n. ougou am 11.12.2013 19:13 Report Diesen Beitrag melden

      ...ahaa...

      ...und warum hast du dann diesen artikel gelesen? oder kommentierst du ungelesenes? gibt vielleicht menschen, die an so einer studie interessiert sind  leben und leben lassen. im ernst jetzt!

    • allan am 11.12.2013 19:31 Report Diesen Beitrag melden

      aha...

      sowas nennt sich gesellschaftsforschung. mich interessiert es auch nicht, wie die ägypter vor 8'000 jahren lebten. was sie assen, wie sie badeten, wie sie sich beschäftigten und doch weiss man es.

    einklappen einklappen
  • Fabian Hausner am 11.12.2013 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Sex Videos nur nicht erfasst

    Also ich würde meine Privaten Sex Videos ebenfalls nicht für eine Studie hergeben. Daher ist das wohl scheinbar ein Randphänomen. In wirklichkeit macht das doch jeder Jugendliche heute. Also ich bin 16 und in meinem Umfeld hat jeder selbstgedrehte Sexvideos von sich oder Koleginnen / Kollegen auf dem Natel. Wir sind hald eine Offenere Generation als früher.

    • en schlaue am 11.12.2013 20:08 Report Diesen Beitrag melden

      du bisch aber

      wünsche dir und deinen Kollegen dann viel Spass, wenn die Bilder in der Öffentlichkeit zu sehen sind und von den zukünftigen HR/Chefs angeschaut werden... Was soll das mit "offene Generation" zu tun haben?

    • Lililala am 11.12.2013 23:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Kopfschüttel

      Und wenn man sich diese Videos gegenseitig schickt, macht man sich wegen Verbreitung von Kinderpornographie strafbar.....

    • 17 am 12.12.2013 00:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Im Ernst?

      Du hast aber einen tollen Freundeskreis.. Vielleicht solltest du die Einstellung deiner Freunde und dir zu solchen Videos nochmal überdenken. Ich kenne so gut wie niemanden in meinem Freundeskreis der das tut. In den meisten Fällen aus simplen Gründen: Scham und Intimsphäre

    einklappen einklappen
  • Marcel Füllemann am 11.12.2013 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Klar und kiffen tun sie auch nicht

    Liebe Forscher. Wenn ihr doch schon so schlau sein solltet, denkt ein bisschen weiter. Die wenigsten Jugendlichen haben wohl ihre "schmuddel" Filmchen so abgelegt, dass sie gleich jeder beim öffnen des Archivs sehen kann. Aber die Leiter der Studie gehören wohl zu der Sorte Mensch, der gleich einen Porn Ordner auf ihrem Desktop ablegen ^^

    • Stephane am 11.12.2013 16:19 Report Diesen Beitrag melden

      haben die unzensierte Phones erwartet?

      Ich hätte den Forschern auch kein Phone übergeben, auf dem Sex-Filmchen zu sehen sind. Einzige Erkenntnis der Studie: Teenager sind nicht so blöd, Fremden ihre Sex-Filmchen direkt in die Hand zu drücken. Ende Aussage

    • Jugendlicher am 11.12.2013 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Danke

      Freut mich extrem, dass Sie eine so loiale Einstellung gegenüber uns haben. Nicht alle können in den selben Topf gewerfen werden.

    • m.h. am 11.12.2013 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      streaming

      die meisten pornos werden gestreamt. gerade die U18 kategorie darf juristisch keine pornografischen inhalte speichern..m

    • mm am 11.12.2013 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      wohl doch nicht so modern wie gedacht

      erstens ist glaube ich das smartphone nicht der ort wo man solche filmchen anschaut, das display ist ja viel zu klein. zweitens hat wohl kein mensch mehr ein porn-ordner, denn wer lädt schon runter, wenn es streaming gibt?! also ich persönlich denke die studie hat das ziemlich gut getroffen, meine filmchen sind auch oft sogenannte Interviews, allerdings oft spät abends nach dem ausgang und oftmals etwas wacklig :D

    • G.Oreb am 11.12.2013 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Pornos auf dem Smartphone

      Ich wette die meisten haben keine Pornos auf dem Handy. Die meisten haben auch keine auf dem PC. Wieso auch, gibts ja mittlerweile alles als HD-Stream. Und dank für die mobile Nutzung optimierten Youtube-Ähnlichen Portalen sogar völlig kostenlos... Bin ja nicht blöd und lad mir das Zeug auf die Platte wenns alles im Netz gibt. Viel interessanter ist hier die Frage: Ist das schlecht wenn die Filme raubkopiert werden, oder ist es gut wenn dieser Industrie Geld verloren geht? :D

    • Marcel Füllemann am 12.12.2013 16:37 Report Diesen Beitrag melden

      selbst gemachte Filme

      @ Kommentatoren: Ok ja dies habe ich echt nicht betrachtet, danke für den Hinweis. Dies wird wohl auch ein guter Grund dafür sein, dass die Forscher nichts fanden. Aber als ich meinen Kommentar schrieb, ging ich von selbst gemachten Filmchen/Bilder aus (ja es gibt Frauen, die darauf stehen ^^.). Daher kam ich auch gar nicht auf den Gedanken mit dem Streamen. aber Recht habt ihr :D

    einklappen einklappen