Firechat

26. März 2014 09:20; Akt: 26.03.2014 09:46 Print

Einfach chatten ohne Internetverbindung

Die iPhone-App Firechat nutzt ein verstecktes iOS-Feature für den Datenaustausch. So können Nachrichten ohne Internet-Verbindung versandt werden. Das Ganze hat aber einen Haken.

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Spannendes Konzept: Mit Firechat kann man ohne Internetverbindung chatten – allerdings braucht es viele User, um das Netzwerk zu erweitern. (Bild: 20 Minuten)

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Seit Kurzem steht die App Firechat im App Store zum Download bereit. Für den Versand von Nachrichten nutzt der clevere Messaging-Dienst eine relativ unbekannte Funktion im Apple-Betriebssystem iOS.

Mit Hilfe des sogenannten Multipeer Connectivity Frameworks kann die App via Bluetooth oder Wi-Fi eine direkte Verbindung zu anderen iPhones herstellen. Auf dem gleichen Prinzip basiert auch Apples Airdrop-Funktion zum Datentausch.

Direkter Draht zwischen iPhones

Mit Firechat kann man also ohne Umweg über das Handynetz oder den Zugang über ein Wireless-Netzwerk Nachrichten versenden oder Dateien austauschen. «Chatting Off The Grid» — so der Slogan der Entwickler — ist Programm.

Ganz neu ist das Prinzip von Firechat allerdings nicht. Bei vergleichbaren Apps mussten aber bisher alle Chat-Teilnehmer mit dem gleichen Netzwerk verbunden sein. Mit der neuen App ist das nicht mehr nötig.

Je mehr Nutzer, desto besser das Netz

Diese Art von Kommunikation wird auch als Ad-hoc-Netzwerk bezeichnet. Einen Haken hat das Ganze aber: Um loslegen zu können, ist zwar keine Anmeldung notwendig, und im Netzwerk bewegt man sich anonym mit einem zuvor definierten Benutzernamen. Doch werden Nachrichten immer an alle Teilnehmer in Reichweite des Ad-hoc-Netzwerkes versandt. Bisher kann man also nicht gezielt einzelne Nutzer anschreiben.

Eine weitere Hürde ist, dass die Dichte des Netzwerkes von der Anzahl Nutzer abhängt: Bluetooth hat eine Reichweite von rund 15 Metern. Jeder Firechat-Nutzer bildet im Netzwerk einen eigenen Knotenpunkt. Nach oben soll es aber keine Grenzen geben: «Je mehr Firechat-Geräte als Knotenpunkte agieren, desto grösser wird das Ad-hoc-Netzwerk», sagt Entwickler Micha Benoliel gegenüber der Website Gigaom.

Interessant könnte die App vor allem für grössere Veranstaltungen wie etwa Open-Air-Festivals oder Sport-Events sein, da dort das Mobilfunknetz oft überlastet ist. Auch der Einsatz in Krisengebieten – ohne funktionierendes Mobilfunknetz – dürfte ein grosses Potenzial bieten.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beni am 26.03.2014 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    ad-hoc

    das heisst wenn die ganze welt auf ad-hoc umstellt, dann benötigen wir kein internet mehr, denn dann gäbe es genügend ad-hoc netzwerke, nur möchte ich nicht, dass die ganze welt meine nachrichten liest ;)

  • Paul Meister am 26.03.2014 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ja sooo

    witzich das janze. Hallo Schatz gehen wir heute Abend in's Kino und anschliessend zu dir. Treffen um 19 Uhr vor dem Cineplex 3 Also bis dänn Schnüggeli Ui und jetzt bin ich gespannt wer alles kommt :-)

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  • thoams b am 26.03.2014 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    schon wieder alte Technik.....

    Und schon wieder hat man bei Android abgekupfert. Nur so falls ihr Appeljaner, vorallem aber iMensch der sich gleich melden wird, meint, Apple hätte es wieder erfunden..... Gibts schon seit Jahren. Nichts neues

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Paul Meister am 26.03.2014 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ja sooo

    witzich das janze. Hallo Schatz gehen wir heute Abend in's Kino und anschliessend zu dir. Treffen um 19 Uhr vor dem Cineplex 3 Also bis dänn Schnüggeli Ui und jetzt bin ich gespannt wer alles kommt :-)

    • 4m4ot am 27.03.2014 13:27 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Die App sollte Man-In-The-Middle heissen.

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  • d00f am 26.03.2014 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Doof.

    Ist ja wie Skype... Andere brauchen meine (beschränkten) resourcen. Wer will schon repeater spielen damit sein Akku schneller Leer ist? Mal ehrlich. Aber mit Apple User kann man es ja machen.

  • Lästermaul am 26.03.2014 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Nur eine Vermutung

    Ob die NSA da nicht sauer reagiert, wenn man einfach so mal ihre Daten-Ab Zapfstelle missbraucht?

  • migi m am 26.03.2014 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lol

    nichts anderes als whats app

  • cc am 26.03.2014 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Liest dann also jeder jede Nachricht, nur, dass sie von Spitznamen stammen?