«N3DS»

16. Februar 2011 19:43; Akt: 16.02.2011 19:48 Print

Eintauchen in die nächste Dimension

von Jan Graber - Am 25. März bringt Nintendo die por­table 3-D-Spielkonsole 3DS auf den Markt. 20 Minuten hat die neue Spiel­dimen­sion auf Pixel und Tiefenschärfe getestet.

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Senior-Product-Analyst Kitty Lam präsentiert Nintendos jüngstes Kind.

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Bisher hatte sich Nintendo mit technischem Schnickschnack bei Spielgeräten weitgehend zurückgehalten. Die Wii spielte zum Beispiel keine DVDs, die grafische Power war Nebensache. Dafür waren die Geräte günstig und Kids hatten Freude an den Spielstationen.

Mit seinem neusten Kind, dem 3DS, läutet das japanische Haus einen Wechsel ein. Die portable Spielkonsole setzt auf die brandneue 3-D-Technologie – und dies ohne Brille. Der Effekt lässt sich beliebig regulieren. Ins Gerät ist ein Gyroskop eingebaut, das Bewegungen im Raum exakt registriert. Weiteres Gewicht legt Nintendo auf die Augmented-Reality-Games, bei denen sich die durch die Kamera aufgenommene Realität und die künstliche 3-D-Welt vermischen. Die Kamera filmt dazu spezielle Karten und ersetzt sie durch virtuelle 3-D-Elemente, was, wie ein Test zeigt, erstaunlich gut funktioniert. Nicht jedes Spiel vermag die dritte Dimension indes gleich beeindruckend darzustellen. Während vor allem die Nintendo-Klassiker «Kid Icarus», «Nintendogs & Cats» und «Super Street Fighter IV» (mit neuem Dynamic-Mode mit Über-die-Schulter-Sicht) im Test überzeugten, stach bei «Steel Diver» und «The Legend of Zelda» die dritte Dimension weniger heraus. Mit dem Auge die richtige Distanz zum Screen zu finden, erwies sich nicht immer als einfach und rief bisweilen ein schummriges Gefühl hervor. Hier erwies sich die Möglichkeit, den 3-D-Effekt auszuschalten, als nützlich; jedes Spiel ist für den 2-D-Modus ausgelegt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Interkonnektivität: Streetpass verbindet zwei Geräte direkt miteinander und tauscht Spielfiguren, Gegenstände und Miis aus. Mit Spotpass geht das Gerät online für Downloads und Filme. Während Nintendo in Deutschland dafür bereits Hotspot-Partner für die WiFi-Verbindung unterwegs gefunden hat, steht in der Schweiz eine solche Lösung noch aus – Spieler müssen sich auf kostenlose öffentliche Hotspots verlassen. Last But Not Least: Auch mit dem hohen empfohlenen Preis von 299 Franken geht Nintendo neue Wege.