«Tödliche Waffen»

17. Juli 2014 10:19; Akt: 17.07.2014 10:19 Print

FBI warnt vor selbstfahrenden Autos

Das FBI ist skeptisch, was die Entwicklung von selbstfahrenden Autos angeht. Die Fahrzeuge könnten von Terroristen als Waffen missbraucht werden, fürchtet der US-Geheimdienst.

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Der Prototyp von Googles autonomem Auto fährt maximal 40 km/h. (Bild: Recode)

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Das FBI betrachtet selbstfahrende Autos als eine «wegweisende» Erfindung. Die Fahrzeuge ohne Lenkrad bärgen allerdings auch das Potenzial, von Terroristen als «tödliche Waffen» missbraucht zu werden. Mit Sprengstoff gefüllt, könnten die Autos zu fahrende Bomben werden, heisst es in einem internen FBI-Bericht, der der britischen Zeitung «Guardian» vorliegt.

Mit einem selbstfahrenden Auto wäre während der Fahrt auch Multitasking möglich: Laut FBI könnte dies gewaltige Auswirkungen auf die Arbeit der Gesetzeshüter haben, da es Möglichkeiten geben werde, die Sicherheitsmechanismen für das Geschwindigkeitslimit und das Halten an Ampeln zu umgehen. Bei einer Verfolgungsjagd könnten Kriminelle künftig auf die Beamten schiessen, da sie das Auto nicht mehr steuern müssten, heisst es in dem Bericht.

FBI rechnet mit Unfallrückgang

Der amerikanische Inlandgeheimdienst rechnet damit, dass selbstfahrende Autos in den nächsten fünf bis sieben Jahren vom US-Kongress zugelassen werden. Obwohl die Agenten skeptisch sind, was den Einsatz von sogenannt autonomen Fahrzeugen betrifft, haben sie auch positive Seiten ausgemacht. So könnte etwa die Verfolgung von Flüchtigen deutlich vereinfacht werden, da mit technischen Hilfsmitteln die Route der Verdächtigen verfolgt werden könne, selbst wenn die Beamten im Streifenwagen das selbstfahrende Auto aus den Augen verlören. Auch werde mit einem deutlichen Rückgang von Unfällen gerechnet, heisst es in dem Bericht.

Google und auch andere Firmen tüfteln derzeit an Prototypen autonomer Autos. Die Vision des Internetkonzerns sind kleine Zweisitzer mit Elektroantrieb, die ohne Lenkrad und Pedale auskommen. Ende April kündigte Google an, rund 100 Testfahrzeuge zu bauen. Die Arbeit an einer marktreifen Version werde gemeinsam mit Partnern allerdings noch einige Jahre dauern. Und: Der Prototyp dürfte bisher noch keine grosse Gefahr darstellen – die Höchstgeschwindigkeit von Googles autonomem Auto ist auf 40 Stundenkilometer begrenzt.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Formantor am 17.07.2014 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Köstlich

    Ist klar.. alles was der Geheimdienst nicht kontrollieren kann ist böse.... auweia.

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  • Jan am 17.07.2014 10:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Total lächerlich!

    Auch normale Autos könnten mit bomben sein!!! Einfach lächerlich!!!

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  • hanswurst am 17.07.2014 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    lächerlich

    uuhh ja versteckt Euch alle, die Angstmacherei kennt keine Grenzen, unglaublich.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • chauffeur am 17.07.2014 15:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ferngesteuerte Flugzeuge

    sind viiiel gefährlicher. man nennt diese auch drohnen

  • akademikerin46 am 17.07.2014 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    paranoider verein

    kommen die terroristen nicht selbst auf diese ideen, ohne dass das fbi vorher eine angstwarnung nachhelfen? oder ist es vielleicht so, dass sich die usa damit das exklusivrecht auf diese art von terroranschlägen etc. sichern will? ein paranoider verein ...

  • Lahmer am 17.07.2014 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschwindigkeitslimit

    Verfolgt von der Polizei mit 40 Sachen. Wie seltsam ist das den!?

  • Hans Heiri am 17.07.2014 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    USA Schurkenstaat

    Selbstfliegene Dinger, aka Drohnen sind da viel besser, gell USA!?

  • SW Entwickler am 17.07.2014 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nönö

    Ob so oder so, würde mich nie in ein solches Auto setzen. Bin Softwareentwickler und weiss, wieviele Fehler in Programmen drin sind. Normalerweise läuft es richtig, aber ein Fehler kann plötzlich zuschlagen und sowas soll ich mein Leben anvertrauen? Bin doch nicht dämlich.