Gnadenloses Smartband

08. Juli 2014 08:17; Akt: 08.07.2014 08:20 Print

Fitness-Armband motiviert mit Elektroschocks

Intelligente Armbänder animieren ihre Träger mittels Bewegungsprotokollen zu mehr sportlicher Betätigung. Anders das Pavlok-Band: Dieses animiert Faulpelze mittels Stromstössen.

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Smartbänder zählen Schritte, berechnen verbrannte Kalorien und informieren die Träger über deren Fitness. Wem dies allein nicht genügt, um sich für sportliche Betätigungen zu motivieren, findet vielleicht bald Hilfe in Pavlok. Dieses Armband meldet sich mittels Stromstössen, wenn sich sein Träger zu wenig bewegt.

So soll sich das Armband etwa melden, wenn man während längerer Zeit auf seinem Stuhl sitzen bleibt oder zu wenig Sport macht. Sein Entwickler Maneesh Sethi sieht das Pavlok-Armband als «Habit Forming Device», also als Gerät, das einem hilft, seine schlechten Angewohnheiten zu verändern.

Aufwachen per Stromstoss

Zum Beispiel soll Pavlok verhindern, dass man morgens zu lange im Bett bleibt: Während bei normalen Weckern und Smartbändern mit der Snooze-Funktion der Weckruf immer wieder vertagt werden kann, geht dies beim Pavlok-Wecker nicht. Er treibt Faulpelze unsanft mittels Elektroschocks aus dem Bett.

Und Pavlok hat auch eine soziale Komponente: So können mehrere Armbänder miteinander gekoppelt werden. Will man dann auf einer gemeinsamen Joggingrunde aufgeben, können dies die Mitjogger per fernausgelöstem Stromstoss verhindern.

Sethi will sein Armband, das ungefähr 250 US-Dollar kosten und im September erhältlich sein soll, durch Crowdfunding finanzieren. Er sagt, er selbst habe im Testbetrieb seine Vorsätze mit Hilfe von Pavlok in die Tat umsetzen können und dabei über 13 Kilogramm abgenommen.

(ray)