Angreifbare Konten

16. Januar 2019 21:48; Akt: 18.01.2019 06:39 Print

Riesiges Datenleck bei «Fortnite» entdeckt

Eine Schwachstelle erlaubte es, «Fortnite»-Gamer auszuspionieren und Konten zu übernehmen. IT-Experten haben die Lücke entdeckt.

Im Video zeigen die IT-Sicherheitsforscher, wie sie vorgegangen sind. (Video: Check Point)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Beliebtheit des Battle-Royale-Games «Fortnite» ist auch 2019 ungebrochen. Über 200 Millionen Nutzer loggen sich regelmässig in das Online-Spiel ein. Der andauernde Hype macht das Game allerdings auch attraktiv für Cyberkriminelle.

Umfrage
Hast du deinen «Fortnite»-Account mit der 2-Faktor-Authentifizierung (2FA) geschützt?

Nun haben IT-Experten der Firma Check Point gezeigt, dass es bei der Online-Plattform des Spiels eine Sicherheitslücke gibt. Es ist ihnen gelungen, «Fortnite»-Accounts ohne Eingabe von Nutzername und Passwort zu übernehmen. Mit einem so gekaperten Konto hätten Angreifer mithilfe der Kreditkartendaten des Opfers die In-Game-Währung V-Bucks kaufen können. Auch habe ein Hacker die Gespräche im Game sowie Umgebungsgeräusche des Opfers mithören können, wie Check Point in einem Blogeintrag schreibt.

So schützt du dich

Um Opfer eines solchen Angriffs zu werden, musste ein Spieler einen manipulierten Link anklicken. Sobald der Nutzer den Link angeklickt hatte, konnte ein sogenanntes Authentifizierungstoken abgefangen werden, womit eine Anmeldung möglich war. Nach Angaben der Sicherheitsforscher wurde die Sicherheitslücke in Unterdomänen des Entwicklers Epic Games gefunden.

Epic Games wurde über die Schwachstelle in Kenntnis gesetzt. Die Sicherheitslücke ist bereits behoben. Die Unternehmen raten den Nutzern, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen. Dabei wird der Account mit einer PIN zusätzlich geschützt. Diese wird per Mail verschickt oder mit der Google Authenticator App generiert. Die «Fortnite»-Spieler, die ihren Account auf diese Weise sichern, erhalten als Dank das «Boogie Down»-Emote fürs Spiel.

Update vom 18. Januar: Epic Games hat sich zum Fall geäussert. «Wir wurden über die Schwachstellen informiert und haben sie umgehend beseitigt. Wir danken Check Point, dass sie uns auf die Probleme hingewiesen haben». Epic Games relativiert zudem das Ausmass der Lücke: «Für Aussenstehende war und ist nicht möglich, In-Game-Gespräche abzuhören.» Der Entwickler hält Spieler dazu an, ihre Accounts mit starken Passwörtern zu schützen, die nicht bereits anderswo genutzt werden und ihre Account-Informationen nicht an Dritte weiterzugeben.

(tob)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gamer seit 1985 am 16.01.2019 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erst ab 18

    Online Gaming sollte sowieso für Kiddies verboten sein.

    einklappen einklappen
  • Memorie am 16.01.2019 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Spiel

    Manipulierendes Spiel. Was das für Ausmaße animmt.. Einfach schrecklich. Kinder und Jugendliche verfallen diesem Spiel. Hab ja nichts gegen Videospiele. Spiele selber ab zu. Aber diese Kinder werden ja sowas von aggressiv wenn sie nicht spielen dürfen.

    einklappen einklappen
  • Herr Matiker Infor am 16.01.2019 23:19 Report Diesen Beitrag melden

    Alltag am PC

    Das traurige ist das viele Kinder und Teenis betroffen sind die sich nicht zu schützen wissen. Das Fach Informatik rückt näher denn es wird Zeit dass man die Jugend von Morgen über die Gefahren des Internet aufklärt. Nicht das es etwas gegen den Fortnite Hype bringen würde aber das Schadensmass würde begrentzt.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Boss am 17.01.2019 22:59 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist so unwahrscheinlich das mein ACC gehackt wird

  • ASDFASDFA am 17.01.2019 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    war ja klar

    Facebook in Gameform

  • Mark am 17.01.2019 07:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufsicht

    Unsere beiden Jungs spielen Fortnite, allerdings nur am Wochenende und zeitlich begrenzt. Die Schule geht klar vor! Sicherheit spielt eh eine grosse Rolle, verstehe nicht warum Kinder ohne weiteres einfach nach Lust und Laune gamen können und aus nicht Wissen ihren Account preisgeben. Gamen ist nicht das Übel, vielmehr sind es die Eltern die schlicht und einfach die Kontrolle über das Kind verloren haben oder zur Liebe einfach nachgeben!

    • Steve am 17.01.2019 14:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mark

      danke für den kommentar. gebe ihnen zu 100prozent recht. genau DORT liegt das hauptproblem - was leider sehr viele leute niemals begreiffen werden... vorbildlich! vielen dank dafür (kein sarkasmus ;))

    einklappen einklappen
  • kohler722 am 17.01.2019 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lasst uns mal in frieden...!!!!

    Ist fortnite das neue apple wo man non stop drauf rumhacken kann...würde sagen erstmal vor der eigenen haustür aufräumen aber wenn man keine anderen probleme hat! Soll doch jeder spielen was er will wenn es euch nicht gefällt dann is es so aber lasst uns gamer mal in frieden ich motze auch nich über sachen die euch gefallen...!!!!

  • Anselm Wisi Bänziger am 17.01.2019 01:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doof

    Habe das Fortnite mal auf YouTube geguckt. Finde ich ziemlich doof. Nur noch doofer, ist dieses Minecraft. Da haben wir früher besseres gespielt.

    • Neumann am 17.01.2019 02:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Anselm Wisi Bänziger

      Jaja, z B Eile mit Weile.

    • KALLY am 17.01.2019 07:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Neumann

      Haha,bei dem Spiel rastete ich immer völlig aus. Da sitzt du vor dem Loch und es fehlt nur noch eine eins damit du sicher bist und BOOM, wirst du überholt und musst nach Hause.Man war und ist das ein Agrospiel....ohhhja man kann auch bei einem Brettspiel aggressiv werden,es braucht kein elektronisches Spiel dazu,von wegen die Kiddys seien früher nicht agressiv geworden beim Spielen.Kann mich noch sehr gut erinnern wie das Spielbrett durch die Luft flog,als ich damals verloren habe. Ich gebe zu meine Impulskontrolle fehlte damals völlig. Ich war ja ein Kind und habe gelernt damit umzugehen.

    • kohler722 am 17.01.2019 07:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Anselm Wisi Bänziger

      Man sollte bei minecraft alle crafting kennen und fantasi haben um mit freunden tolle dinge zu bauen...

    einklappen einklappen