«Rapelay»

13. Februar 2009 10:08; Akt: 13.02.2009 13:55 Print

Frauenschänder-Game auf Amazon

Im Video-Game «Rapelay» müssen Frauen begrapscht und reihenweise vergewaltigt werden. Online-Händler Amazon führte das Skandal-Game bis gestern im Angebot.

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Ziemlich sicher könnte über amazon.com auch heute noch das umstrittene Vergewaltigungs-Game bestellt werden, hätte nicht der «Belfast Telegraph» gestern den Skandal aufgedeckt. In dem perversen Video-Game werden äusserst brutale Vergewaltigungen simuliert. Die erste Szene in «Rapelay» spielt in einer U-Bahn-Station. Der Spieler muss die Mutter zweier Töchter betatschen und vergewaltigen. Danach werden die zwei Mädchen, die ganz nach dem Geschmack japanischer Männer in Schuluniformen stecken, attackiert und missbraucht. Der Vergewaltigungs-Terror zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel. Eine Vergewaltigung folgt der nächsten. Aussehen und Alter der Opfer sowie die Tatorte ändern sich.

«Amüsanter Übungsmodus»

In Web-Rezensionen zum Game ist zu lesen: «Wenn sie schwanger wird, solltest du sie zu einer Abtreibung drängen. Sonst wird sie jedesmal dicker, wenn du mit ihr Sex hast. Wenn du erlaubst, dass das Kind geboren wird, stösst dich die Frau vor einen fahrenden Zug.» In Amazons Spielbeschrieb ist die Rede von «einem amüsanten Übungsmodus, in dem man lernt, wie die jeweiligen Opfer gefügig gemacht werden.»

Amazon hat Notbremse gezogen

Rapelay wird von der japanischen Firma «Illusion» produziert. In einem Wikipedia-Artikel steht geschrieben: «Aufgrund von Illiusions Richtlinien sollte es nicht ausserhalb von Japan verkauft oder gebraucht werden.» Diesen Ratschlag hat sich das Online-Versandhaus Amazon offensichtlich nicht zu Herzen genommen, Amazon führte Rapelay bis gestern im Angebot. Nach der Publikation des Artikels im Belfast Telegraph wurde jedoch die Notbremse gezogen: «Der Titel wurde aus unserem Angebot genommen. Wir haben entschieden, dass wir ihn nicht mehr verkaufen werden», wird Patty Smith, Pressesprecherin bei Amazon, zitiert.

Der Artikel hat auch Politiker auf den Plan gerufen: «Zu wissen, dass solche Games von einem der grössten Online-Händler vertieben werden, ist einfach nur schockierend. Ich werde den Fall vors Parlament bringen und hoffe, dass Massnahmen getroffen werden, um den Verkauf des Games zu unterbinden», wird der Politiker Keith Vaz zitiert.

(mbu)