Beyond the Front

05. Dezember 2008 11:45; Akt: 05.12.2008 13:14 Print

Game soll Selbstmorde von Soldaten verhindern

Tod, Terror und die Trennung von ihren Familien: Viele Soldaten haben psychische Probleme und sehen nur noch einen Ausweg. Ein Videospiel soll sie jetzt vom Freitod abhalten.

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Seit der Irak-Einsatz 2003 begann, ist die Selbstmordrate von US-Soldaten um 46 Prozent gestiegen - von 79 auf 115 Fälle im vergangenen Jahr. Denn vielfach leiden sie unter Depressionen und dem so genannten posttraumatischen Stresssyndrom. Wie der Christian Science Monitor berichtet, will das Militär demnächst in einer fünjährigen Studie die geistige Verfassung seiner Soldaten untersuchen.

Bereits heute ist ein interaktives Spiel namens Beyond the Front erhältlich. Darin muss der fiktive Charakter Kyle Norton mit schwierigen Situationen umgehen. So wird beispielsweise einer seine Freunde im Irak von einer Bombe getötet. Die Spieler müssen jeweils Entscheidungen treffen, wie sich Norton verhalten soll. Wählen sie überwiegend die Option, mit Angehörigen oder Experten über ihre Ängste und Probleme zu sprechen, hat die Simulation ein Happy End. Wer seinen Kummer in sich hineinfrisst, für den endet es traurig.

Wie viele Kopien die Armee an ihre Soldaten verteilen wird, gab sie nicht bekannt. «Das Spiel ist nur ein Teil unseres Werkzeugkasten, mit dem wir die Selbstmordrate senken wollen», sagte ein Sprecher. «Die meisten Soldaten müssen lernen, dass sie, wenn sie über ihre Probleme sprechen, nicht feige, sondern mutig sind», sagt Admiral Mike Mullen.

(hst)