Entwicklerkonferenz

08. Mai 2019 19:49; Akt: 08.05.2019 19:49 Print

Google lanciert smarten Assistenten für zu Hause

Der Techgigant hat einen intelligenten Lautsprecher mit Display und Kamera vorgestellt. Das Gerät für die eigenen vier Wände arbeitet mit Gesichtserkennung.

Google hat seine neuen Smartphones Pixel 3a und Pixel 3a XL enthüllt. (Video: Glomex)

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Am Dienstag zeigte Google in Mountain View, Kalifornien, verschiedene Neuheiten. Unter anderem wurde ein smartes Display mit dem Namen Nest Hub Max vorgestellt. Der Clou: Das Gerät erkennt per Gesichtserkennung, welche Person gerade davor steht.

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Google verspricht sich durch die automatische Personalisierung dank Gesichtserkennung einen höheren Nutzen. Der Hardware-Chef von Google, Rick Osterloh, bemerkte, dass alle biometrischen Informationen ausschliesslich auf dem Gerät verarbeitet würden und zu keinem Zeitpunkt ins Netz gingen.

Fliegender Protest

Google betonte zudem, die Funktion werde standardmässig ausgeschaltet sein und müsse von den Nutzern erst aktiviert werden. Den allfälligen Bedenken im Bereich Datenschutz will der Konzern auch mit einem Versprechen für das vernetzte Zuhause entgegentreten: Man werde stets klar angeben, welche Daten wofür erhoben würden, heisst es darin unter anderem.

Google lanciert smarten Assistenten für daheim

Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz in der Nähe der Firmenzentrale gab es jedoch einen Protest. Google-Kritiker liessen ein kleines Flugzeug mit einem Banner über der Veranstaltung kreisen. Darauf stand: «Google-Kontrolle ist nicht Privatsphäre» zusammen mit dem Hashtag «rettet lokale Nachrichten». Das Dröhnen des Flugzeugmotors liess die Teilnehmer immer wieder in den Himmel blicken.

Weitere Neuigkeiten

Auch zum Google-Sprachassistenten gibt es Neuigkeiten. So hat es Google offenbar geschafft, die Datenmenge des sogenannten Google Assistant stark zu reduzieren. So kann künftig der grösste Teil der Berechnungen direkt auf dem Handy oder Tablet erfolgen, was das Tempo deutlich erhöht, weil der Umweg über die Cloud entfällt.

Weiter wurde ein neues Handy-Modell vorgestellt. Das Pixel 3a und Pixel 3a XL sind deutlich günstiger als die Topmodelle von Google und haben etwas schwächere Hardware eingebaut. Offiziell wird das Smartphone in der Schweiz zwar nicht erhältlich sein, Händler im Internet verkaufen es jedoch für 499 respektive 599 Franken, womit die Geräte eher im Markt der Mittelklassehandys spielen.

(swe/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Renée am 09.05.2019 01:10 Report Diesen Beitrag melden

    Gaaaanz toll

    Wird ja immer besser. Bei mir hängen ein paar Spiegel. Ich erkenne mich selbst. Das reicht.

  • Artuditu am 09.05.2019 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    "Tut uns leid ..."

    In vier Jahren entdeckt ein findiger Programmierer, dass das Gerät fleissig Daten zu Google schickt: geheime Geschäftsgespräche, intimes Gestöhne, hässliche Streitereien, persönliche Wünsche. Google wird dann in einer Pressekonferenz mitteilen, dass es ein "versehentlicher" "Programmfehler" war, der ihnen "furchtbar leid" tue. Es seien aber "nur sehr wenige Daten" übermittelt worden, und man hätte diese "nicht ausgewertet". Wer solche Dinger kauft, tut mir aufrichtig leid! Das gilt auch für Smartphones ganz allgemein - so viele Vorteile sie auch haben mögen.

  • Luca am 09.05.2019 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Warte mal...

    Ich soll sogar noch dafür geld zahlen?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Artuditu am 09.05.2019 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    "Tut uns leid ..."

    In vier Jahren entdeckt ein findiger Programmierer, dass das Gerät fleissig Daten zu Google schickt: geheime Geschäftsgespräche, intimes Gestöhne, hässliche Streitereien, persönliche Wünsche. Google wird dann in einer Pressekonferenz mitteilen, dass es ein "versehentlicher" "Programmfehler" war, der ihnen "furchtbar leid" tue. Es seien aber "nur sehr wenige Daten" übermittelt worden, und man hätte diese "nicht ausgewertet". Wer solche Dinger kauft, tut mir aufrichtig leid! Das gilt auch für Smartphones ganz allgemein - so viele Vorteile sie auch haben mögen.

  • Nein zu gletscherinitiative am 09.05.2019 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Stimmbürger

    Google chef schweiz sitzt als "berater in digitalen fragen"auch im bundeshaus . Mit dem smartmeter der mit der energiestrategie als trojaner ins wohnzimmer kommt,haben wir schon die erste obligatorische wanze in den eigenen 4 wänden.Einbaukosten werden auf uns gewälzt und hintenrum daten verkauft und bei nachfrage natürlich an ermittlungsbehörden weitergegeben.

  • Luca am 09.05.2019 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Warte mal...

    Ich soll sogar noch dafür geld zahlen?

  • Datenschutzdude am 09.05.2019 05:52 Report Diesen Beitrag melden

    Nur dumme Menschen benutzen Google

    Nur dumme Menschen kaufen Dinge von Google, Apple, brauchen Produkte von Microsoft. Nur sehr, sehr dumme, ignorante Menschen ignorieren die Gefahren, die drohen für die eigene Freiheit. Es gibt Alternativen zuhauf, DuckduckGo zb. Kein Mensch braucht diese totalitären Spinner wie Microsoft, die einen per Telemetrie die Passwörter abgreifen und sämtlich eingegebene Daten. Einfach mal ein Linux installieren und wieder etwas digitale Freiheit geniessen...

  • Renée am 09.05.2019 01:10 Report Diesen Beitrag melden

    Gaaaanz toll

    Wird ja immer besser. Bei mir hängen ein paar Spiegel. Ich erkenne mich selbst. Das reicht.