Software-Zauber

09. Februar 2017 14:17; Akt: 09.02.2017 20:24 Print

Google macht verpixelte Bilder wieder scharf

Forscher zeigen, wie Fotos mit schlechter Auflösung verbessert werden können. Eine Software erschafft dabei Bilddetails, die es gar nicht gibt.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Eine Überwachungskamera hat den Täter eines Verbrechens gefilmt, die Aufnahme ist jedoch verpixelt. Der Ermittler und sein IT-Kollege schaffen es – indem sie schnell auf der Tastatur herumdrücken – das Bild immer weiter zu vergrössern, während dieses dadurch auf wundersame Weise immer schärfer wird.

Umfrage
Wie gefällt Ihnen die Entwicklung von Google Brain?
54 %
23 %
20 %
3 %
Insgesamt 539 Teilnehmer

Solche Szenen sind zwar oft in Filmen oder TV-Serien zu sehen, entspringen allerdings ausschliesslich den Köpfen der Drehbuchschreiber, denn technisch war dies bislang nicht möglich. Forscher bei Google Brain sind dem Zauber nun einen entscheidenden Schritt nähergekommen.

Keine Informationen

Wie Arstechnica.com schreibt, haben die Google-Forscher eine Software entwickelt, die versucht, Bilder mit einer Auflösung von 8 mal 8 Pixeln zu schärfen. Da das Programm nicht weiss, was das Pixelbild eigentlich darstellt, wird der Inhalt erraten.

Google Brain erreicht dies mit einem neuronalen Netzwerk, das von den Forschern mit anderen Fotos gefüttert wird. Bei einem Gesicht beispielsweise sieht das Resultat nicht so aus wie die reale Person, sondern so, wie es sich die Software durch die gelernten Beispiele vorstellen kann.

Für einen echten Ermittler heisst dies, dass er das Bild weiterhin nicht einfach verlustfrei vergrössern kann. Ähnlich wie ein Phantombild könnte die Software jedoch Resultate liefern, die vermuten lassen, wie der Täter tatsächlich aussieht.


So stellen sich Drehbuchschreiber die Verbesserung von Bildern vor. (Quelle: Youtube/DuncanRobson)

(swe)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dr kish am 09.02.2017 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    endlich!!

    endlich kann ich "verpixelte" japan p0rns unverpixelt schauen!

    einklappen einklappen
  • Anneliese am 09.02.2017 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    macht Bilder wieder scharf?

    Wenn das bei meinem Mann nur auch so einfach gehen würde!

    einklappen einklappen
  • DonkeyKong am 09.02.2017 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutz

    Da macht sich Google aber auch selber wieder Arbeit. Somit wäre die Verpixelung auf Google Maps nicht mehr ausreichend.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dä Jesus am 10.02.2017 20:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Potential

    Wenn man sich ansieht, wie nahe das Google Brain ans Original heran kommt, könnte das für ermittler wirklich von Nutzen sein. Phantomzeichnungen sind auch nicht unbedingt akurater. Und aus 64 Pixeln ein Gesicht mit diesem "hohen" Detailgrad zu erstellen ist echt unglaublich, mal schauen wie sich das entwickelt.

  • Selval am 10.02.2017 19:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    augen halb zu

    wenn ihr eure augen fast ganz zuschliesst und einen spalt offen lässt, erkennt ihr das verpixelte Bild auch ;) oder die augen ziehen wie ein Asiate

    • Dä Jesus am 10.02.2017 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Selval

      Absolut, aber das Problem ist, du weist wie es aussehen muss, und deshalb interpretiert das Hirn automatisch dieses gesicht in den Pixelbrei. Versuchs doch mal mit einem 8x8 Pixel Bild, dessen höher aufgelöste Variante noch nicht eingesehen wurde, mal sehen ob dein Trick immer noch klappt.

    einklappen einklappen
  • ein schelm am 10.02.2017 11:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    whatever

    interpolation gibt es schon lange. nur hatte die breite nicht wirklich zugang dazu. entweder war die software zu teuer oder der code zu schlecht. oder die vorangegangene komprimierung zu verlustreich...

    • Klugscheisser am 10.02.2017 12:42 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch

      Lies den Artikel! Das ist nicht einfache Interpolation.

    einklappen einklappen
  • Normalo am 10.02.2017 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn und Spielerei

    Hinter einem Pixel gibt es keine Informationen. Es gibt somit nichts, das es zu schärfen gibt. Da nützt die teuerste Technik nichts. Es ist und bleibt ein auf gut Glück errechnetes Irgendwas. Ist wie beim rechnen: Null mal eine Million bleibt immer noch Null. Wo nichts ist, kann auch nichts entstehen.

    • Anderer Normalo am 10.02.2017 12:46 Report Diesen Beitrag melden

      Korrektur

      Es geht hierbei nicht um Glück, sondern um etwas, das man vielleicht Erfahrung nennen könnte, basierend auf grossen Mengen an Trainingsdaten.

    • Simon am 10.02.2017 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Normalo

      Nicht ganz korrekt. Es macht informationstechnisch durchaus einen Unterschied, ob man weiss, dass hinter den Pixeln ein Gesicht ist. Einfaches Beispiel: Ein grauer Pixel kann von einem Schachbrettmuster oder einem Streifenmuster oder einer grauen Fläche herrühren. A priori ist diese Information nicht vorhanden. Wenn Du aber weisst, dass es ein Schachbrettmuster sein muss, kannst Du Informationen gezielt über dieses errechnen. Hie ist es natürlich extrem viel komplexer, aber im Prinzip gleich. Wir beim Phantombild aufgund von Zeigenaussagen. Es wird nie pixelgenau stimmen, aber Merkmale erkennen lassen.

    • Normalo am 10.02.2017 23:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Simon

      Würde dir ja zustimmen. Beim Beispiel redet man von 8x8 Pixel. Sorry daraus wird nie etwas. Wären es mehr Pixel, so könnte ja noch was werden. Aber so. Aber klar CSI kann es ha schliesslich auch.

    einklappen einklappen
  • Informatiker am 09.02.2017 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Und so sieht die Wahrheit dann aus.

    Man nehme eine Hand voll Pixel, lasse die aufgrund irgendwelcher "Erfahrungswerte" eines neuronalen Netzes hochrechnen und verknacke mal eben den Nachbarn weil er zufällig dem hochgerechnetem Pixelbrei gleicht. Hauptsache ein Sündenbock wurde gefunden.

    • A.A. am 10.02.2017 08:18 Report Diesen Beitrag melden

      Angstmacherei

      Ja weil sowas natürlich als stichfester Beweis gelten würde... Immer diese Angstmacherei. Gehen Sie zurück zu Pferde und Kutsche, denn von Autos kann man überfahren werden....

    • Dä Jesus am 10.02.2017 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @A.A.

      Pferde können auch jemanden zertrampeln.

    einklappen einklappen