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20. Mai 2019 07:39; Akt: 20.05.2019 08:56 Print

Google sperrt Android-Updates für Huawei

Die Google-Mutter Alphabet hat Teile ihrer Geschäftsbeziehungen zum Netzwerkausrüster Huawei ausgesetzt. Grund ist ein Dekret des US-Präsidenten.

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Die Google-Mutter Alphabet hat nach Angaben aus Firmenkreisen Teile ihrer Geschäftsbeziehungen zum Netzwerkausrüster Huawei eingestellt, nachdem die US-Regierung den chinesischen Konzern auf eine Schwarze Liste gesetzt hat.

Betroffen sei der Transfer sowohl von Bauteilen als auch von Programmen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Huawei, das auch Handys herstellt, wird demnach ab sofort keine Updates für das Betriebssystem Android erhalten. Ausgenommen von den Massnahmen sind allerdings alle Programme mit veröffentlichtem Quelltext (Open Source).

Kein Zugang zu Gmail

Die nächste Generation der Huawei-Handys soll nach Angaben des Insiders keinen Zugang zum Google-Email-Anbieter Gmail und zur App-Plattform Google Play Store erhalten. Allerdings würden Details der Massnahmen nach Angaben der Quelle noch Google-intern diskutiert.

Am Freitag hatte ein Huawei-Sprecher erklärt, Anwälte des Konzerns untersuchten derzeit die Auswirkungen als Unternehmen der Schwarzen Liste geführt zu werden.

US-Präsident Trump hatte am Mittwoch Unternehmen seines Landes per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Risiko für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten eingestuft wird.

Huawei Hauptziel des Dekrets

Dazu rief er einen nationalen Notstand in der Telekommunikation aus. Huawei gilt als Hauptziel dieser Massnahme. Das Unternehmen kritisierte die «unangemessenen Beschränkungen». Das Handelsministerium in Peking warnte vor einer Verschlechterung der bilateralen Handelsbeziehungen.

Huawei ist einer der weltweit grössten Telekommunikations- und Netzwerkausrüster. Die Technik des Konzerns spielt auch beim Aufbau von 5G-Mobilfunknetzen eine wichtige Rolle, die wiederum einer Reihe von Schlüsseltechnologien wie vernetzten Fabriken oder autonomen Fahrzeugen den Weg bereiten sollen.

Konzern verweist auf Unabhängigkeit

Die USA befürchten allerdings, dass Huawei-Technik ein Einfallstor für chinesische Spionage und Sabotage sein könnte. Vor allem auf Betreiben der USA stuften zuletzt mehrere Länder das Unternehmen als potenzielle Gefahr für die Cybersicherheit ein. Auch in Deutschland wird über eine mögliche Beteiligung des chinesischen Unternehmens am Ausbau des 5G-Netze kontrovers diskutiert.

Huawei selbst verweist immer wieder auf seine Unabhängigkeit vom chinesischen Staat. Das Vorgehen gegen Huawei findet vor dem Hintergrund des Handelskonflikts zwischen China und den USA statt.

(sda/afp)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pascal am 20.05.2019 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wirtschaftspolitik

    Wenn die eigenen Produkte (Apple und co.) nicht mehr mit der Konkurrenz mithalten können, einfach Gesetze erlassen, welche wichtige Partnerfirmen der Konkurrenz von der Partnerschaft ausschliessen... WOW Nur weil eine andere Firma einen Schwung hat, einfach ausbremsen und sanktionieren..... Ganz stark! Das ist doch einfach nur ein Kindergarten Streit... "Ich war so gut, jetzt ist seines besser, also sage ich Gerüchte herum, dass niemand ihm vertraut" AAAAAAHHHHHH

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  • FANDASTYC am 20.05.2019 07:52 Report Diesen Beitrag melden

    Dasselbe bei der FBI

    Das FBI spioniert auch seitdem es das Handy gibt.

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  • Alex am 20.05.2019 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    Das heisst im Klartext

    Ist ein Unternehmen erfolgreicher als die amerikanische Konkurrenz dann gibt's Boykott. Ist nicht das, was ich unter freier Marktwirtschaft verstehe. Ich hoffe, Huawei entwickelt ein eigenes System für ihre Mobiltelefone, dann gibt es auch wieder mehr Auswahl als nur iOS und Android.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Winterthur.ai am 17.06.2019 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Hintergrund

    Am Samstag steigen die amerikanische Zölle für $60 Milliarden in Güter von 10 auf 25% das sind $9 Milliarden mehr für Amerika. Das heisst die Kosten für Huawei steigen und somit ist dessen Gratissoftware wohl nicht mehr gratis. Es ist wahrscheinlich ein einfacher Gerichtsfall, denn man kann dem westlichen Konsument keine Gratissoftware verrechnen. Politisch ist es aber auf Langzeit ein Verliererspiel bis Huawei die Programme in den USA schreibt. Dann steigen die Preise auf Apple niveau.

  • Markus G am 08.06.2019 00:43 Report Diesen Beitrag melden

    Gefährlich

    Mag ja sein, dass Huawei eine Gefahr werden könnte. Aber wenn Google oder Microsoft (Windows) alle Lizenzen einkassiert, sind wir in 2 Wochen im Mittelalter. Sieht das denn keiner?

  • Tag der Freiheit am 31.05.2019 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Telefonieren ohne NSA!

    Es bedeutet....... Endlich gescheite Smartphones ohne integrierte NSA Wanze (Google/ranziger Apfel)! Danke USA, endlich wird man von den Zwangsspyapps erlöst.

  • Brumm am 27.05.2019 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Gerade Huawei P30 bestellt

    Jetzt erst recht

    • Bilderbergerteilnehmer am 31.05.2019 17:41 Report Diesen Beitrag melden

      Freie Telefonie

      Bald ... aber erst mit Huawei OS.

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  • Vato Loco am 24.05.2019 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Spionage

    und das nur, weil die Chinesen schneller sind... die sollen ihr eigenes google entwickeln und so die USA besiegen!