Überwachung

18. Januar 2020 11:05; Akt: 18.01.2020 11:05 Print

Firma verkauft Grabstein-Kamera an die Polizei

Staubsauger, Grabstein, Babysitz: Überwachungstechnologie kann fast überall versteckt werden. Dies zeigt eine geheime Broschüre für US-Behörden.

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Trauernde auf dem Friedhof überwachen? Kein Problem mit dieser ... ... Grabstein-Kamera. Der Fake-Grabstein bietet dem Nutzer Audio- und Videoüberwachung und eine Batterielaufzeit von bis zu zwei Tagen. «Der Grabstein kann einfach transportiert werden», heisst es in der Broschüre der Special Services Group. Vice.com hat die Broschüre des Anbieters aufgetrieben. Auf mehreren Dutzend Seiten zeigt dort die Firma Technologie, die sie an die Bundespolizei FBI, die Drogenvollzugsbehörde DEA und andere US-Stellen verkauft. «Die Broschüre zeigt einige der Überwachungsmöglichkeiten auf, die den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung stehen. Dabei sind originelle, aber auch bizarre Methode zu sehen», schreibt Vice.com. Zu Letzterem dürfte wohl dieser Staubsauger gehören. Die darin verbaute Kamera bietet einen 20-fach-Zoom und eine Festplatte mit 1 TB Speicherplatz für die Aufnahmen. Ob das Gerät auch staubsaugen kann, ist jedoch nicht überliefert. Mit dem Wand II können Gespräche durch Wände hindurch mitgehört werden. Die Zulieferfirma bietet auch Schadsoftware für Handys an. Damit wird das Handy zur Wanze, da die Kamera und das Mikrofon jederzeit und unbemerkt eingeschaltet werden können. Zudem können ein- und ausgehende Anrufe aufgezeichnet werden. Ein Stromkasten? Nein. Diese gut getarnte HD-Kamera für Kabel oder für Strassenlaternen zählt ebenfalls zum Portfolio des Anbieters . Kameras lassen sich übrigens auch als Steine oder Bäume tarnen. An der Publikation hat der Anbieter wenig Freude. Die Firma hat Vice.com mit rechtlichen Schritten gedroht. An die Broschüre gelangte man per Anfrage durch den sogenannten Freedom of Information Act (FOIA). Mit dem K-Mic kann man unbemerkt kommunizieren. Das Mikrofon wird am Zahn montiert. Dieses Gerät, Shadow genannt, erlaubt es Behörden, an PINs zu kommen. Das ist kein Babysitz sondern eine IP-Kamera mit «unglaublichem Zoom». Die Kamera kann 360° geschwenkt werden. Die Fliege an der Wand – so nennt sich diese Gerät, das aussieht wie ein Wecker. Stattdessen funkt das Gadget einen Audio- und Video-Feed verschlüsselt an einen anderen Ort. Dort können bis zu zehn Beamte gleichzeitig auf ihrem Handy mitschauen und hören, heisst es.

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(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • peter lustig am 18.01.2020 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    News?

    und so altes zeug kmmt in den "News"? fängt das sommerloch jetzt wegen der klimaerwärmung jetzt schon im januar an?

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  • Petra am 18.01.2020 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wohl nicht die hellsten Kerzen

    Alle die meinen sie haben nichts zu verbergen, können wohl nicht zuende denken.

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  • S.Rei am 18.01.2020 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Es sind immer noch...

    die eigenen 4 Wände. Wand 2 sollte subito verboten werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Privatsphäre am 19.01.2020 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Nein ich habe nichts zu verbergen....

    Die Dummheit, von 1/3 der Lebenden in der Schweiz, ist unendlich.

    • Gedanken Leser am 19.01.2020 16:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Privatsphäre

      Jeder der mich ausspioniert wird Suizid begehen, ich habe wirklich nur zu geben und nichts zu verbergen und Privatsphäre gibt es nicht, da müsste ja jedes Baby gegen die Eltern vor Gericht. Mit dieser Denkhaltung wirst auch du es überleben. Viel Spass.

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  • Beweis Stück am 19.01.2020 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Voll geil

    Nur keine Panik bitte wenn ich dann Gesellschaft erhalte von einem nicht sehr physischen Wesen wann immer ich beim Friedhof mit den freundlichen Geistern chille und das auf der Kamera sichtbar ist.

  • Patriot am 19.01.2020 15:38 Report Diesen Beitrag melden

    Siemens-Bestechungsskandal

    Als in 2003 die Staatsanwaltschaft München gegen Kader des Konzerns wegen Steuerhinterziehung ermittelte fand die Kripo eine ganze Tochterfirma bei denen Arbeitskräfte angestellt waren die es gemäss Einwohnerkontrolle gar nicht geben konnte. Am Schluss kam heraus das der BND diese Tarnfirma installiert hatte um verdeckt Spionagetools entwickeln zu können. Die Angestellten waren alles hauptamtliche Agenten deren Arbeitsverträge auf ihre Tarnnamen abgeschlossen waren. Zuerst gab es einen Aufschrei in der Presse doch dann wurden die Ermittlungen eingestellt und man hat nie wieder etwas gehört.

  • Schnupftabak Dose am 19.01.2020 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Überraschung - Happy Birthday!

    Sie sollten mal die WC's der Banker, Konzern Chefetagen und der Poltiker überwachen!

  • Yippie Jayay Yippie Yippi Jay! am 19.01.2020 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Das alles gibt für unschlagbare 99.95

    Besser noch den Jumbo-Set dazu kaufen; inklusive Selbstschuss Anlage, Hochspannungs Sicherheitsummantelung (ganzjährig wetterfest) 50'000 Volt und die allseits beliebten Zierpflanzen mit Curare Beschichtung.