Horror

11. Juli 2019 21:54; Akt: 11.07.2019 21:54 Print

Gruselfigur Momo erhält jetzt einen eigenen Film

Momo wird Filmstar. Die Gruselpuppe spielt bald in einem Horrofilm mit. Zuvor erlangte die Figur als Internet-Hoax zweifelhafte Bekanntheit.

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Manche bekommen nur schon bei ihrem Anblick Hühnerhaut. Jetzt will Hollywood ein Stück vom Kuchen haben. Die Gruselpuppe soll einen eigenen Film erhalten. Sie erlangte als Internet-Hoax zweifelhafte Bekanntheit. Erschaffen wurde sie ursprünglich vom japanischen Künstler Keisuke Aiso im Jahr 2016. Das Werk nannte er «Mother Bird». Er erklärte, dass die Figur von einer japanischen Geistergeschichte inspiriert worden sei. Darin geht es um eine Frau, die während einer Geburt stirbt und dann als Vogelfrau in der Region herumspukt. Nachdem sein Werk als Hoax im Internet kursierte und Angst und Schrecken verbreitete, zerstörte er die Puppe: «Momo ist tot – sie existiert nicht mehr und der Fluch ist gebrochen», sagt Keisuke Aiso 2019 gegenüber «The Sun». Hier ist Aiso in einem spanischen TV-Beitrag zu sehen. Monatelang geisterte Aisos Gruselfigur als Momo durchs Netz. In dubiosen Kettenbriefen wurde gewarnt, dass die dämonische Figur Nutzer aufgefordert haben solle, sich und anderen Schaden zuzufügen. Die spanische Polizei warnte bereits im Juni 2018 davor, dass man die angegebene Nummer nicht bei Whatsapp hinzufügen solle. Erst später schwappte das Phänomen auch in die deutsche Sprachregion über. Wer hinter dem Momo-Phänomen steckt, ist bis heute nicht klar. Gerade auf dem Messenger Whatsapp kursieren immer wieder seltsame Nachrichten. Die meisten sind lediglich als Spass gedacht, einige können aber auch gefährlich sein. Diese Nachricht wurde im November 2018 verschickt. Es geht darum, ein Rätsel zu lösen. Als Strafe für das falsche Beantworten sollten die Nutzer drei Tage lang ein Bild des Dabbing Santa Claus als Profilbild verwenden. Im Jahr 2016 kursierte bei deutschen Schülern ein Kettenbrief mit einer Morddrohung in Form einer Spachnachricht. «Hi, ich bin Nico und neun Jahre alt», scheppert eine Stimme aus dem Smartphone, «und mein Gesicht ist voller Blut.» Der Absender der unheimlichen Whatsapp-Botschaft forderte den Hörer auf, die Nachricht innert 20 Minuten an mindestens 20 Freunde weiterzuleiten. «Sonst komme ich um Mitternacht zu dir und bringe dich um», drohte die Stimme. Dieses Bild aus einem Youtube-Clip soll Teresa darstellen. «Ich beobachte dich die ganze Nacht», kündigt die Frau in einem Kettenbrief an. «Wenn du dies nicht an 20 Personen weiterschickst, schlafe ich ab heute in deinem Bett.» Angeblich soll Teresa bei einem Autounfall gestorben sein. Der Kettenbrief machte jedoch lediglich Werbung für einen portugiesischen Film. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich 2015 die Warnung vor einem Link, der sich bei Anklicken angeblich als Virus entpuppen würde. Die Nachricht, die mit dem Betreff «On est tous Paris» oder «We all are Paris» als E-Mail, SMS oder Whatsapp verschickt wurde, entpuppte sich als Falschmeldung. Vor etwa sechs Jahren kursierte ein Kettenbrief, der behauptete, dass Whatsapp für die Nutzer kostenpflichtig werde. Um Whatsapp weiterhin kostenlos verwenden zu können, müsse man sich als Vielnutzer kennzeichnen. Dazu gelte es, die Nachricht an zehn weitere Personen zu senden. Es war alles Humbug. Streng genommen fällt auch die sogenannte Ice Bucket Challenge, die vor etwa vier Jahren aktuell war, unter die Kategorie der Kettenbriefe. Meist auf Facebook wurden Personen getaggt, die es dem Video gleichtun sollten. Mit dabei waren neben George W. Bush (Bild) auch Promis wie Roger Federer oder Bill Gates. Ein weiteres Beispiel ist dieser Kettenbrief, der 5000 kostenlose Schuhe von Adidas verspricht. Natürlich existieren diese Gratisschuhe nicht, denn die verlinkte Website führt zwar angeblich zu Adidas.com. Beim genaueren Betrachten lautet die Adresse jedoch Adîdas.com, eine fast identische URL, bei der das i jedoch aus einem Sonderzeichen besteht. Das Motiv lag hier wohl dabei, an Daten von ahnungslosen Nutzern zu gelangen. Sogar möglicherweise lebensbedrohlich war dieser Kettenbrief. Er gab Tipps, wie man sich bei einem Herzinfarkt Zeit verschaffen könne, und zwar, indem man speziell hustet. Dies nützt bei einem Herzinfarkt jedoch gar nichts. Stattdessen sollte man sich Hilfe holen oder den Notfall anrufen.

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Manche bekommen nur schon bei ihrem Anblick Hühnerhaut. Die Puppe mit den grossen Augen und Hühnerbeinen geisterte als Momo durchs Netz. Jetzt will Hollywood ein Stück vom Kuchen haben. Momo soll einen Film erhalten, wie Deadline.com berichtet. Die Firma Orion Pictures plane mit Roy Lee von Vertigo Entertainments (u. a. «The Lego Movie») und dem Produzenten Takashige Ichise einen Film im Horror-Genre. Die beiden sind unter anderem für den Horrofilm «The Ring» verantwortlich. Weitere Details sind bisher nicht bekannt.

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Die Puppe erschaffen hat ursprünglich der japanische Künstler Keisuke Aiso im Jahr 2016. Er gab ihr den Namen «Mother Bird». Er erklärt, dass die Figur von einer japanischen Geistergeschichte inspiriert worden sei. Darin gehe es um eine Frau, die während der Geburt sterbe und als Vogelfrau in der Region herumspuke. Nachdem sein Werk als Momo zum Internet-Hoax wurde, hat er die Puppe zerstört. «Momo ist tot – sie existiert nicht mehr und der Fluch ist gebrochen», erklärte Aiso im März 2019 gegenüber «The Sun».

Die Chronologie des Hoax

Momo sorgte für Albträume in der Schweiz und zwang Whatsapp Ende 2018 sogar, seinen Messenger einzuschränken.

In dubiosen Kettenbriefen wurde gewarnt, dass die dämonische Figur Nutzer aufgefordert haben solle, sich und anderen Schaden zuzufügen. In Frankreich soll Momo letzten November zu einem Todesfall geführt haben. Die Berichterstattung über diese sogenannte Momo-Challenge hat die Polizei und Schulen veranlasst, vor dem Phänomen zu warnen.

Social-Media-Star Kim Kardashian mit ihren 129 Millionen Followern hat Ende Februar 2019 den Hype weiter befeuert. Sie warnte davor, dass die Figur plötzlich mitten in harmlosen Kindervideos auf Youtube auftauche. Youtube hat die Meldung entschieden dementiert.

Wer hinter dem Momo-Phänomen steckt, ist bis heute nicht klar. Ihren Ursprung könnte es auf Reddit.com genommen haben, wie Vox.com berichtet. Das Bild der Figur tauchte auch auf der Flirting-App namens Momo in China auf. Dort wurde es unter dem Motto «Kimo Kawa» («Eklig, aber süss») verbreitet, wie der Tech-Journalist Lance Ulanoff auf Medium.com schreibt. Die Fact-Checking-Website Snopes.com fasst zusammen, dass die Geschichte rund um Momo mehr Hype und Humbug als Realität sei.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • cc am 11.07.2019 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stooopp..

    Könnt ihr bitte mal aufhören, diesen Momo zu zeigen?! Und dann auch noch als Frontbild. Der ist echt "wüescht" un Sinne: schöne Träume...

  • Marco Scherer am 11.07.2019 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ähm Black Mirror?

    In Black Mirror gibt es doch eine Episode die genau von dem handelt, es braucht nicht noch einen Film.

    einklappen einklappen
  • Omom am 12.07.2019 00:57 Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn

    Ich weiss zwar nicht was daran gruselig oder Horror sein soll... auch dieser idiotische Text des Kettenbriefes ... was soll daran bitte verstörend sein?! Totaler Quatsch. Diesen sinnlosen Stumpfsinn noch weiter medial zu verbreiten ist einfach nur peinlich

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bürger am 12.07.2019 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Freundin

    Hey Leute, das ist meine Freundin ! Komischerweise wenn ich mit meiner Momo im Ausgang gehe sind irgendwie keine Menschen in der nähe, Romantik pur, eh Leute das müsst mir glauben !

  • Frankyyyy am 12.07.2019 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angst

    ich hab das auch bekommen, ich leide seither sehr darunter und bin seither in behandlung. könnt ihr bitte aufhören, sie zu zeigen, ich kratze mich schon wieder überall

  • Lini am 12.07.2019 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Superschlau

    Erst fangt ihr an zu klagen wie schlimm diese Momo Ketten-WhatsApp sind aber selber packt ihr das Foto jede Woche wieder auf die Frontpage? Merkt ihr eigentlich gar nichts mehr?

  • Glutschiaug am 12.07.2019 08:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Möpsli

    Hat die gleichen Augen wie ein Mops!

  • Anönimüs am 12.07.2019 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    Momo :D

    Bin ich der einzige der Momos Gesicht ziemlich lustig findet? Ich finde die Figur urkomisch xD