Attacke auf Familie

24. September 2019 12:26; Akt: 24.09.2019 13:47 Print

Hacker drehen Heizung auf 32 Grad Celsius auf

Eine Familie in den USA stattete ihr Zuhause mit vernetzten Geräten aus. Ein Angreifer hackte sich aber ins Netzwerk und betrieb Unfug.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ihr Leben änderte sich von einem Tag auf den anderen: Samantha Westmoreland und ihr Mann Lamont aus dem US-Bundesstaat Wisconsin installierten vor etwa einem Jahr mehrere vernetzte Geräte. Die Überwachungskamera, der Thermostat und die Türklingel wurden von der Firma Nest hergestellt.

Umfrage
Wurdest du schon einmal gehackt?

Bislang gab es keine Probleme, doch als die Amerikanerin kürzlich von der Arbeit nach Hause kam, war es dort 32 Grad Celsius warm. Sie dachte zuerst, es handle sich um einen Fehler und änderte die Raumtemperatur, doch der Thermostat regelte sich von selbst wieder hoch.

Unflätige Musik

Doch damit nicht genug. Aus der Kamera, die in der Küche installiert wurde, hörte Samantha plötzlich fremde Stimmen. Anschliessend wurde ohne ihren Willen laute Musik in ihrem Zuhause abgespielt. «Ich fühlte mich sehr verletzt in meiner Privatsphäre. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich nur darüber rede», sagte die Frau in einem Interview mit Fox 6 News.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Hacker bereits die Kontrolle über die Geräte übernommen. Auch als Samantha die Kamera zur Decke ausrichtete, sie sogar aussteckte und die Passwörter des Nest-Systems änderte, blieb das Problem bestehen. Es ging so weit, dass der Internetanbieter ihre Netzwerk-ID ändern musste.

Zugriff aufs WLAN

Wie sich herausstellte, konnten sich die Hacker Zugriff auf das WLAN-Netzwerk der Familie verschaffen und so auf die vernetzten Geräte zugreifen. Ihr Ziel sei es jetzt, andere über die Risiken von solchen Smart-Home-Systemen aufzuklären, so die beiden Amerikaner.

Die Firma Nest, die zu Google gehört, gab gegenüber Fox 6 News an, dass das Nest-System selbst nicht geknackt worden sei. «Diese Berichte basieren auf Kunden, die kompromittierte Passwörter verwenden» (offengelegt durch Hacks auf anderen Websites). In den meisten Fällen würde eine 2-Faktor-Verifikation diese Art von Sicherheitsrisiko eliminieren.

(swe)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kain am 24.09.2019 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schöne neue Computerwelt

    ... und der Kühlschrank bestellt selbständig Tofu und Biokarotten... Darauf kann ich echt verzichten

    einklappen einklappen
  • Monika Konrad am 24.09.2019 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Digitalisierung und so

    Willkommen im 21. Jahrhundert. Selber schuld.

    einklappen einklappen
  • ds gluxi am 24.09.2019 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    ich kann meinem nachbarn die goltze

    über sein netzwerk ein/ aus/ umschalten, manchmal habe ich auch auf seine bluetooth boxen zugriff und er weis es nicht!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Unglaublich am 25.09.2019 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Menschheit

    Wer braucht Smarthome? Ist so sxhwer aufzustehen und die Heizung anmachen? Diese ioT-Geräte sind für Skynet konzpiert.

  • Neumann am 25.09.2019 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Ein Glück für diese Familie, dass sie gehackt wurde. Dann sehen sie sich künftig besser vor und schützen ihre Hard- u Software vernünftig.

    • Das am 25.09.2019 17:22 Report Diesen Beitrag melden

      zeigt mir eher

      Das Wlan Passwörter und co. als Schutz nicht mehr reichen (Password1234 oder ähnliches). Da kann man gleich das Wlan unverschlüsselt lassen. Es brauch eindeutige indetifizierbare biometrische Authentifiziersysteme die an den Pass gekoppelt sind. Nur so ist Sicherheit garantiert. Ironie?

    einklappen einklappen
  • Angelika am 25.09.2019 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    So ist das Unsinn..

    Nur weil ich im WLAN von jemandem bin, kann ich noch lange nicht dessen Smart Home Geräte steuern. Hier bedarf es weiterer Accounts sowie in diesem Fall von Nest/Google. So wie der Artikel hier steht, kann der Fall technisch nicht passiert sein.

  • Hotwith am 25.09.2019 09:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schön

    und wer will selbstfahrende autos?alles klar?

  • VioletB am 25.09.2019 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    38 und gerne offline

    Ich habe zwar ein Smartphone und paar Computer, heize dafür mit Holz und habe keine "smarte" Lautsprecher, gar keinen Fernseher, keine "social" media. Mein Telefon bleibt gerne ausgeschaltet, muss auch nicht ständig erreichbar sein. Wer sein Leben dermassen digitalisiert sollte auch mit möglichen Angriffen rechnen.

    • Hotwith am 25.09.2019 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @VioletB

      genau.Aus dem grund bin ich gesundheitsmässig gegen selbstfahrende fahrzeuge.

    einklappen einklappen