Batband

23. September 2015 08:12; Akt: 23.09.2015 08:12 Print

High-Tech-Haarreif beamt Musik ins Gehirn

Hit auf Kickstarter: Statt wie herkömmliche Kopfhörer über die Ohrmuschel überträgt das Batband die Musik direkt durch die Schädeldecke.

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Die musikalische Haarspange Batband überträgt Schallwellen per Vibration. (Video: Kickstarter)

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Das Batband ist ein Kopfhörer ohne Lautsprecher. Das Gadget, das an einen Haarreif erinnert, wird nicht auf, sondern über den Ohren getragen. Das Batband wird am Hinterkopf getragen und überträgt Schall direkt über die Schädelknochen. Ein Prinzip, das auch von Hörgeräten bekannt ist. Jedoch werden die musikalischen Vibrationen beim Batband an drei Stellen auf den Kopf übertragen.

Entwickelt wurde das Batband vom Londoner Designstudio Banana Things. Vom gleichen Studio stammt auch schon das Straussenkissen für Büroschläfer. Die Macher preisen das Batband als High-Fi-Gerät an. Allerdings gibt es Zweifel an der versprochenen Soundqualität, hört man damit doch immer doppelt: Zur Musik ab Batband kommen jeweils die Umgebungsgeräusche hinzu. Dass das Gadget mit einem Preis von rund 150 Dollar nicht mit einem High-End-Kopfhörer mithalten kann, ist jedoch auch klar.

Geldsegen für Erfinder

Eignen dürfte sich das Batband eher, um zu Telefonieren oder diskret Musik zu hören. Der Akku im Gerät soll bis zu acht Stunden durchhalten. Auf Kickstarter ist das Gadget auf jeden Fall ein Renner. Die Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform ist bereits finanziert. Statt der erhofften 150'000 Dollar sind bereits mehr als 329'000 Dollar zusammengekommen.

Die musikalische Haarspange Batband überträgt Schallwellen per Vibration. (Video: Kickstarter)

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Adrian Müller am 23.09.2015 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Die Ohren

    wurden von der Natur geschaffen um zu hören. Wenn diese nicht funktionieren, dann kann man diese Methode nehmen, aber ansonsten frage ich mich eher ob es auf langer Sicht für das Gehirn gesund ist immer starke Vibrationen an drei Orten der Schädeldecke zu erhalten.

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  • Thomas am 23.09.2015 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Unwissenheit

    Und wieder einmal so viel Unwissen in diesen Kommentaren. Von wegen unnatürlich und ungesund, in jeder alltäglichen Situation nehmen wir auch Töne über Eigenkörperresonanz wahr. Oder was denkt ihr warum klingt die eigene Stimme anderst wenn man spricht? Resonanz. Warum ist Zahnbürsten so laut? Resonanz via Zähne auf den Schädel. Ich könnte jetzt 100e Beispiele auzählen. Und nein, gehörlose würden übrigens nichts hören. Die Resonanz wird letztlich auch über das innere Organ des Ohrs wahrgenommen. Nur eben nich via Trommelfell.

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  • Becca am 23.09.2015 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Das Ding scheint mir recht unbequem auszusehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mauro am 23.09.2015 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Mikro?

    Eignen dürfte sich das Batband eher, um zu Telefonieren... Und wo ist der mikrofon? im hinterkopf? Toll...

  • Laurus / nobilis am 23.09.2015 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    Caesar J.Blocher und seine Loorbeerkranz

    Julius Caesar, Dante Alighieri, Napoleon Bonaparte, ein paar Grössenwahnsinnige haben es uns schon vorgemacht. Sich von der Realität fernzuhalten und dank Mantikos sich nur auf Hellhören zu konzentrieren. Wird ab jetzt alles wieder gut?

  • Thomas am 23.09.2015 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Unwissenheit

    Und wieder einmal so viel Unwissen in diesen Kommentaren. Von wegen unnatürlich und ungesund, in jeder alltäglichen Situation nehmen wir auch Töne über Eigenkörperresonanz wahr. Oder was denkt ihr warum klingt die eigene Stimme anderst wenn man spricht? Resonanz. Warum ist Zahnbürsten so laut? Resonanz via Zähne auf den Schädel. Ich könnte jetzt 100e Beispiele auzählen. Und nein, gehörlose würden übrigens nichts hören. Die Resonanz wird letztlich auch über das innere Organ des Ohrs wahrgenommen. Nur eben nich via Trommelfell.

    • Thomas am 23.09.2015 09:47 Report Diesen Beitrag melden

      Nachtrag

      Wer nicht glaubt (und lieber einfach downvoted) kann übrigens gerne mal nach dem Thema "Knochenleitung" suchen. Das ist der deutsche Ausdruck für das Phänomen. Wikipedia hat dazu ebenfalls einen Artikel obgleich ich euch eher zu anderer Fachliteratur raten würde - einen kurzen Überblick vermag es jedoch allemal zu vermitteln!

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  • ChromXsome am 23.09.2015 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Für Hörlose Leute?

    Also können so Hörlose Leute Musik hören??????? Falls ja, wäre das ein Wunder der Technologie!!! Aber ja, die Ohren sind fürs Hören da, also für Leute die normal hören können, wird das wohl sehr unnötig sein.

    • Thomas am 23.09.2015 10:09 Report Diesen Beitrag melden

      Jein

      Kommt darauf an weshalb jemand "hörlos" ist. Wenn es an einem Problem des Trommelfells oder Mittelohres liegt kann das Problem mit dieser Technik umgangen werden. Trozdem müssen die Schnecke, also das innere des Organs intakt sein sonst bringt auch dies nichts mehr. Von Grund auf hörlose (wie auch blinde) haben häufig ein Problem mit dem Organ als ganzem und der Reizweiterleitung. Da hilft dann auch das nicht mehr weiter.. :/

    • ChromXsome am 23.09.2015 14:34 Report Diesen Beitrag melden

      Danke!

      Danke für die Antwort. Und wieso bitte habe ich denn jetzt so "viele" downvotes bekommen? Seid ihr irgendwie beleidigt?

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  • Med am 23.09.2015 09:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Infos bitte

    Wie soll das funktionieren? Das Gehirn selbst erkennt Schall nicht, nur elektro-chemische Signale. Schall wird von der Cochlea im Ohr in solche elektrochemischen Signale umgewandelt. Wie soll der Schädelknochen Musik erkennen???