Smartphones für alle

02. Oktober 2013 14:41; Akt: 02.10.2013 14:41 Print

Hightech statt Papier bei der SBB

von Tobias Bolzern - Die SBB will Mitarbeiter besser vernetzen und sich vom Papier lösen: Dafür sollen bis Ende 2014 8000 Mini-Tablets und 12'000 Smartphones angeschafft werden.

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In diesen Tagen läuft bei der SBB das Projekt «Mitarbeitende verbinden» an. Ziel des bisher nur intern kommunizierten Vorhabens ist es, bis Ende 2014 die Mitarbeiter mit Mini-Tablets oder Smartphones auszustatten. Damit will man künftig auf Papier verzichten, Abläufe beschleunigen und Mitarbeiter besser vernetzen.

«Wir wollen den digitalen Graben im Unternehmen schliessen», sagt SBB-Mediensprecher Christian Ginsig. Denn bis heute hätten viele Mitarbeiter keine Email-Adresse und keinen Zugriff auf elektronische Informationen. Von gestraffteren administrativen Abläufen und besserer Vernetzung erhofft sich die SBB ein «grosses Einsparpotenzial».

20'000 Geräte

Am Dienstag hat die SBB die Beschaffung der Geräte ausgeschrieben. Vorgesehen ist der Kauf von rund 12'000 Smartphones und 8000 Mini-Tablets. Die Mengenangaben sind laut SBB als Referenzgrösse zu verstehen und könnten von der effektiven Anzahl abweichen. Die Beschaffung der Geräte ist teilweise über mehrere Jahre hinaus geplant.

Im gleichen Schritt sollen auch die rund 3500 roten Zugpersonalgeräte und die bereits vorhandenen Handys abgelöst werden. Zu den budgetierten Kosten schweigt sich die SBB bisher aus. Wie die Webseite Inside-IT berichtet, dürfte der Auftrag im tiefen zweistelligen Millionenbereich liegen.

Pilotversuch mit Samsung

In einem Pilotversuch erhalten ausgewählte Mitarbeiter aus verschiedenen Arbeitsbereichen nun erste Geräte. Getestet wird auf Android (Samsung Galaxy S3). Damit soll der Zugriff auf neu entwickelte SBB-Apps möglich sein. Im Fokus stehen dabei drei Programme: Mit der «Mängel App» können Beschädigungen, etwa in einem Zug gemeldet werden. Die firmeninterne «News App» hält die Mitarbeiter auf dem laufenden und «Digitale Dokumentenmappe», eine Art Dropbox, speichert Dienstpläne, Reglemente und andere relevanten Unterlagen.

Die SBB-Mitarbeiter sollen die Geräte aber nicht nur geschäftlich nutzen: «Primär sind sie zwar ein Arbeitsintrument, im angemessenen Rahmen dürfen sie aber auch privat verwendet werden», sagt Ginsig. Ein definitiver Entscheid zum SBB-Projekt ist aber noch nicht gefällt. «Die Konzernleitung entscheidet Anfang 2014 aufgrund des Pilotversuches, welche und wie viele Mitarbeitergruppen ausgerüstet werden», so Ginsig.

Die SBB hat schon iPads

Bereits vor einem Jahr hat die SBB den papierlosen Führerstand eingeführt. Seither sind Lokführer, das Lokpersonal und Mitarbeiter des Kaders mit iPads ausgestattet. Bereits damals war Sparen das Ziel, da Papier- und Druckkosten wegfallen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roland Peer am 02.10.2013 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Besserer Kundenservice

    Haben Sie vielleicht nicht auch ein Notebook/Handy von Ihrer Firma?! Wenn ich schaue, wie viel Papier ich ausdrucken müsste, nur für 1 Zug. Nach spätestens 3.5 Std ist das Papier Altpapier. Heute habe ich diese Infos auf dem Handy. Ausserdem, gerade dank den Handys sind wir vom Zugpersonal in der Lage, Ihnen liebe Kunden die Gleisangaben schon im Zug mitzuteilen. Diese Infos kriegen wir nicht per Brieftaube... Oder suchen dank Suchauftrag per SMS Ihre im Zug liegen gelassene Aktenmappe. Mit dem Zugbegleitergerät fragen wir Ihr vergessenes GA ab. Toller Service, nicht? Nur dank IT möglich...

    einklappen einklappen
  • Bähnler am 02.10.2013 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und natürlich...

    ist die Mehrheit wieder am Nörgeln - wie immer wenn hier über die sbb berichtet wird (ob positiv ider negativ). Langsam nervts... Betreibt dich selber ein Bahnunternehmen, wenn ihr alles besser wisst...

  • Maximilian am 02.10.2013 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache

    Immer wieder amüsant, die vielen aufgebrachten Kommentare aufgebrachter Bürger zu lesen. Überlegt mal welche Infrastruktur uns die SBB im Vergleich zu anderen Ländern zur Verfügung stellen und sorry das hat halt auch seinen Preis. Und wir leben mittlerweile in einer Digital vernetzten Welt. Die Abläufe können dadurch sehr wohl optimiert werden, was wiederum massiv kosten spart. Mittel bis langfristig sicher eine gute Investition. Aber Hauptsache immer nörgeln und jammern! Kann ich nicht verstehen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Monika Scherrer am 03.10.2013 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache zuerst mal jammern....

    Es ist ja noch gar nichts entschieden, es läuft ja erst ein Pilotversuch. Und wenn die Kosten tatsächlich grösser als der Nutzen ist, bin ich mir sicher, wird die SBB nicht für alle Mitarbeiter ein Smartphone kaufen.

  • Ceroni Sara am 03.10.2013 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Preiserhöhung

    Und für die Kunden gibt es Preiserhöhungen! Vielen Dank auch!

  • Laura am 03.10.2013 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    pfh!

    Jaja!! Wir sollen immer mehr und mehr zahlen und sie kaufen sich unnötig Smartphones und Tablets! Bis jetzt gings ja auch ohne ....

  • Andy S. am 03.10.2013 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Preise erhöhen?

    Ich seh's schon vor mir; Die SBB braucht aus "unerklärichen" Gründen Geld, weshalb sie wieder die Preise erhöhen..

  • Benzin-Verbraucher am 03.10.2013 07:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Wird sicher wieder von der Benzinsteuer bezahlt!