Gut geschützt

08. Februar 2020 12:38; Akt: 08.02.2020 12:38 Print

Im ewigen Eis sollen Daten für 1000 Jahre sicher sein

Codes von unzähligen Programmierern werden neu in Spitzbergen im Permafrost gelagert. Dort sind sie bis auf weiteres vor äusseren Einflüssen sicher.

Hier im ewigen Eis sollen Codes lagern. (Video: Github)
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Die Programmier-Plattform Github sorgt für die Zukunft vor. Die darauf veröffentlichten Codes sollen auch dann noch zugänglich sein, wenn es Github gar nicht mehr gibt. Dafür haben Wissenschaftler ein riesiges Archiv für Computercodes geschaffen – nicht etwa in San Francisco, wo Github ansässig ist, sondern weit im Norden im ewigen Eis.

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Hältst du es für eine gute Idee, Daten im Eis zu lagern?

Das Archiv trägt den Namen Arctic Code Vault (arktischer Code-Tresor) und befindet sich im norwegische Spitzbergen in einer stillgelegten Mine. Alle Codes, die bis zum 2. Februar auf Github aktiv waren, werden dort im Permafrost gelagert werden. Darunter befinden sich laut «Bild» Computerprogramme wie Softwares von Firmen wie Amazon, SAP und Informatik-Studenten aus aller Welt.

Schutz vor Hackern

Der Speicher soll als Zeitkapsel dienen, die die Codes mindestens für die nächsten 1000 Jahre sichert. Damit soll vermieden werden, dass unbezahlbares Wissen verloren geht. Dies ist in der Vergangenheit bereits geschehen, als beispielsweise während des Zweiten Weltkriegs ein Malaria-Medikament verschwand oder als während des Unglücks des Challenger-Space-Shuttles wichtige Raketenpläne verloren gingen.

Die Lagerung im Eis bietet einige Vorteile. So sind die gespeicherten Daten beispielsweise vor Hackerangriffen geschützt. Aber auch Kriege oder Umweltkatastrophen können dem Tresor nichts anhaben – solange das Eis nicht schmilzt.

(doz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • John am 08.02.2020 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Challenger Unglück

    Raketenpläne gingen beim Unglück verloren? Muss ich jetzt nicht wirklich verstehen...

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  • WaleLi am 08.02.2020 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klimawandel

    Im ewigen Eis Daten lagern wäre sicher eine gute Idee, aber bis in tausend Jahren dürfte es längst wegeschmolzen sein. Was dann?

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  • Mike Wunderlin am 08.02.2020 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sacha gits

    Nehmen wir an, alles wissen geht verloren... na und? Dann lernt man halt aufs Neue, denn was man nicht mehr kennt, kann man ja nicht vermissen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Typhoeus am 09.02.2020 09:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1000 Jahre sind nur

    ein relativer Zeitraum gegenüber der Unendlichkeit von Materie und Energie.

  • W.Heisenberg am 08.02.2020 23:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SAP

    in 1000 Jahren interessiert sich niemand mehr für SAP.

  • Buntspecht am 08.02.2020 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie denn, wo denn, was denn?

    Ja wie jetzt? Da hören wir doch nur noch von Klimawandel und "Kernschmelze" allen Eises. und da wollen die jetzt Daten im Eis für 1000 Jahre lagrrn. Kann mir das jemand näher erklären?

    • Steuersklave am 09.02.2020 15:55 Report Diesen Beitrag melden

      @Buntspecht

      Das ist ganz leicht zu erklären: Den anthropogenen Treibhauseffekt gibt es gar nicht. Die Hochfinanz-Kreise & Neomarxisten, die hinter der Klimajugend stehen, wissen das natürlich auch, aber für die ersten ist es eine Möglichkeit, ohne grosse Arbeit riesige Summen Steuergeld abzugreifen, die zweiten nutzen es als Hebel, um den Sozialismus durchzudrücken. - Die Betreiber des Software-Archivs hingegen verdienen ihr Geld mit realen Produkten & Dienstleistungen, weshalb sie sich vom Klimaerwärmungsmärchen nicht beeindrucken lassen & stattdessen die echten Daten studieren.

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  • Köbeli am 08.02.2020 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sammelwut

    Der Mensch soll grundsätzlich aufhören jeden Mist zu archivieren. Sammelwut ist eine psychische Krankheit! Löschen, wegwerfen, entschlacken sind angesagt.

    • Dani B. am 09.02.2020 16:27 Report Diesen Beitrag melden

      es kommt von den Windeln

      Vati und Mutti scheinen jeden Schei** zu sammeln. Sigmund Freud meinte, wenn die Umstellung aufs "Töpfchen" (Anale Phase), mit welcher auch ein Eintritt in die Gesellschaft geschiet, mit Hemmung, Tadel und Frustration verläuft, dadurch sexuelle Verwirrungen und Sammeltrieb entstehen können. Freud war Sammler.

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  • Papa Schlumpf am 08.02.2020 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spricher.

    Das funktioniert nur zum Teil. Bis jetz haben wir noch keine Träger die Daten 1000 Jahre lang verlustfrei speichern! Es muss parmal neu gespeichert werden. Aber mit der neuen DNA Methode könnte es klappen!

    • Dani B. am 09.02.2020 16:33 Report Diesen Beitrag melden

      Hieroglyphen?

      Die Daten werden optisch gespeichert. Auf einer speziellen S/W-Film-Rolle. Sollte klappen. Wir sehen uns in tausend Jahren!

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