18. April 2005 14:22; Akt: 18.04.2005 14:31 Print

Internetkampagne gegen Kinderpornographie

Kinderhilfsorganisationen aus 67 Ländern haben eine gemeinsame Kampagne gegen Internet-Kinderpornographie gestartet.

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Die Aktion «make-IT-safe» und ihre Internetseite wurden am Montag in Bangkok und London vorgestellt.

Wenn Regierungen und Unternehmen nicht umgehend Massnahmen ergreifen würden, würden bald Millionen von Kindern sexuellem Missbrauch ausgesetzt sein, warnten die Organisatoren.

Viele Staaten, vor allem die Entwicklungsländer, hätten nur unzureichende Gesetze gegen Kinderpornographie, sagte die Leiterin der Kinderschutzorganisation ECPAT, Carmen Madrinan. Aus Geldmangel sei die Polizei teilweise gar nicht in der Lage, gegen Internet- Straftaten vorzugehen.

Die Organisatoren der Kampagne forderten die Unternehmen auf, gegen Kinderpornographie im Internet vorzugehen. Wenn es um Spam oder Internet-Viren gehe, habe die Industrie ihre Fähigkeit zum gemeinsamen Handeln bewiesen, sagte ein Sprecher der Organisation Kinderhilfe für Internet-Sicherheit (CHIS).

Das gelte aber nicht für den Kinderschutz. Neue Digitalkameras, Webcams und die Kameras in Mobilfunkgeräten machten es leicht, Kindesmissbrauch zu fotografieren und zu versenden. Besonders verbreitet sei diese Praxis in Weissrussland, Russland, den USA und Asien.

(sda)