iOS 13.1

25. September 2019 15:58; Akt: 25.09.2019 15:58 Print

Jetzt kommt das Update, das dein iPhone drosselt

Apple hat diese Woche die neuste Version von iOS veröffentlicht. Das Update bringt neue Funktionen, aber auch die wenig beliebte Verlangsamung.

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Das Update auf die iOS-Verson 13.1 ist da. Es bringt den Nutzern weitere Funktionen, doch auch die berüchtigte Drosselung für ältere Apple-Handys wird wieder durchgeführt. Wie die Website Redmondpie.com berichtet, greift die künstliche Verlangsamung auch bei iPhones aus dem letzten Jahr, also für das iPhone Xr, das XS und das XS Max. Die gute Nachricht: Die Drosselung kann vom Nutzer deaktiviert werden. Gehen Sie dafür in die Einstellungen unter Batterie > Batteriezustand. Es kann jedoch nicht wieder manuell deaktiviert werden, sondern wird automatisch erneut aktiviert, falls sich das Gerät unerwartet ausschaltet. Was iOS 13 sonst noch bringt, sehen Sie auf den folgenden Slides. Zu beachten: Vor dem Update sollte man unbedingt ein Backup anlegen. Einige Apps starten mit dem neuen System fast doppelt so schnell. Das merkt man im Alltag, da es das Navigieren beschleunigt. Das iPhone verändert, wie wir schreiben. Statt zu tippen wird jetzt ... ... gewischt. Das funktioniert – auch auf Deutsch – überraschend gut. Die neue kam in unserem Test aber noch nicht an die von Drittherstellern wie Swiftkey oder Gboard heran. Kleine mit grosser Wirkung: Apps, die im Hintergrund den GPS-Standort nutzen, werden von iOS 13 an den Pranger gestellt. Nutzer erhalten diese Karte angezeigt und können dann direkt entscheiden, ob sie dem Vorgehen einen Riegel schieben wollen. Ein cleverer Schachzug, Apple. Dunkel ist das neue hell: iPhone und iPad erhalten mit iOS 13 einen sogenannten . So strahlt der Bildschirm in der Nacht nicht wie ein Stern. Das schont die Augen. Er lässt sich automatisieren oder einfach über das Kontrollzentrum an- und ausschalten. Nervt mal wieder ein Callcenter? Neu könnenwerden. Kommt ein Anruf rein, sucht Siri die Nummer in Kontakten, Mail und Nachrichten. Ist der Anrufer unbekannt, wird er direkt an die Combox weitergereicht. Du lädtst dein iPhone immer über Nacht? Das kann dem Akku schaden. Die Funktion soll nun helfen. Das Handy lernt, wann du lädst. Steckst du es immer um 22 Uhr ein, so lädt es sich nur bis 80 Prozent auf. Dann den Rest erst kurz bevor du aufstehst. Das soll den Alterungsprozess der Batterie verlangsamen. Das Feature kann unter Einstellungen > Batterie > Batteriezustand aktiviert werden. Neu kann man einfach über das, indem man länger auf das Symbol drückt. Leider ist es immer noch nicht möglich, WLAN oder Bluetooth über das Kontrollzentrum vollständig zu deaktivieren. Dafür muss man nach wie vor den Menüpunkt in den Einstellungen suchen. Die wurde für iOS 13 stark überarbeitet. Mit der Auswahl Tage, Monate oder Jahre wird eine intelligente Auswahl der besten Bilder angezeigt. Unter «alle Fotos» sind nach wie vor alle gemachten Bilder zu finden. . Schneiden, drehen, Filter drauf? Mit iOS 13 kein Problem. Das Original bleibt dabei erhalten. Änderungen können jederzeit rückgängig gemacht werden. Funktioniert mit allen Formaten wie 4K und auch mit Zeitlupen-Clips. Die Einführung neuer Technologien läuft oft gleich ab: Die erste Version ist lahm, dann wird es ein wenig besser und nach ein paar Versionen ist es blitzschnell. Mit Apples Face ID ist es genau so. Hier im Bild der Punktprojektor von Face ID des iPhone X von 2017. Damals war die Entsperrung noch eher träge. , auch mit bestehender Hardware. Das Entsperren mit dem eigenen Gesicht geht so flott, ... ... dass das animierte Schloss auf dem Display meist schon offen ist, wenn man aufs Display schaut. Praktisch für die nächsten Ferien. Ist der neue aktiviert, wird der Datenverbrauch von Apps gedrosselt. Praktisch, um das Datenpaket zu schonen. Die Option kann aktiviert werden unter Einstellungen > Mobiles Netz > Datenoptionen. Es wäre doch praktisch, man könnte mit jedem App-Update ungenutzte Apps direkt aus dem Update-Menü im App-Store löschen. Genau das geht jetzt, mit einem Wisch nach links. Wieso hat Apple sich dazu so viel Zeit gelassen, das zu in integrieren? Übrigens: Die App-Updates sind neu etwas versteckt. Man findet sie, wenn man auf das Symbol mit dem eigenen iCloud-Avatar klickt. Und gleich nochmal: Wieso hat Apple dafür so lange benötigt? Der verdeckt jetzt nicht mehr den ganzen Bildschirm, sondern ist dezent am Display-Rand angebracht. Apropos laut: Hat man eine Apple Watch, misst diese nun, wie laut es in der Umgebung ist. Zu sehen sind dann die , die nach zwei Werten kategorisiert werden – «okay» oder «laut». Ha, die . Neu sind die Bildchen zwischen Leerzeichen und Zahlenblock zu finden. Apropos Emojis: Auch in diesem Jahr gibt es ein grosses . Dieses kommt mit iOS 13 auf dein iPhone. Darunter sind 59 völlig neue Piktogramme, darunter ein Flamingo, ein Otter oder etwa ein Stinktier. Du kannst jetzt . Damit lassen sich Games einfacher steuern. Spannend dürfte dies auch für den Arcade-Dienst sein, den Apple diesen Monat lanciert. Das Game-Abo kostet 6 Franken pro Monat. : Mit drei Fingern nach links streichen, um etwas rückgängig zu machen. Und ... ... nach rechts, um es zu wiederholen. : Kopieren: zuerst den Text markieren. Dann mit drei Fingern quasi vom Bildschirm nach oben ziehen (wie wenn man das Wort oder den Abschnitt greifen möchte). Dann mit drei Fingern nach unten streichen, um wieder einzufügen. Für Fans der animierten Emojis, Apple nennt sie , gibt es drei neue zur Auswahl: Maus, Oktopus und Kuh. Nutzer können auch ein eigenes Animoji erstellen, was dann Memmoji heisst. Mit iOS 13 wird von dem Memoji automatisch ein komplettes angefertigt, das dann per iMessage verschickt werden kann. : Die App Find My wurde neu gestaltet. Finde ein Gerät selbst dann, wenn es nicht mit einem WLAN oder einem Mobilfunknetz verbunden ist – mithilfe von Crowdsourcing. Wenn du dein Gerät als verloren meldest und das Gerät eines anderen Apple Benutzers in der Nähe ist, kann dieses das Bluetooth Signal deines Geräts empfangen und den Standort an dich melden. In der Health-App kann neu ein erfasst werden. Wenn die Zyklen erfasst sind, kann Health die nächste Periode und fruchtbaren Phasen vorhersagen. Die Daten sind laut dem Hersteller verschlüsselt gespeichert. Apple Maps war zum Start im Jahr 2012 ein Debakel. Seither hat Apple den Dienst mehrmals überarbeitet. Bei iOS 13 beeindruckt vor allem die sogenannte Look-Around-Funktion, die wesentlich flüssiger läuft als bei Google Street View. Allerdings ist das Feature bisher nur in einigen US-Städten verfügbar. Künftig soll die Funktion auch in anderen Ländern erhältlich sein.

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Wegen künstlich gedrosselter iPhones stand Apple vor zwei Jahren in der Kritik. Denn ältere Smartphones wurden per Software-Update künstlich verlangsamt, um zu verhindern, dass diese sich plötzlich ausschalten. Wie Redmondpie.com berichtet, greift diese Drosselung mit der iOS-Version 13.1 nun auch bei den letztjährigen iPhone-Modellen XS, XS Max und Xr.

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Zwar dürften die Akkus der erst vor einem Jahr auf den Markt gekommenen Handys in den meisten Fällen noch in einem guten Zustand sein. Doch je häufiger man sein Handy auflädt, desto mehr nimmt die Kapazität der Batterie ab. Deshalb könnte bei noch älteren Geräten die Leistungsgrenze bereits oder in naher Zukunft erreicht werden.

Drosselung deaktivieren

Wie es um den iPhone-Akku steht, kann in den Einstellungen unter Batterie > Batteriezustand nachgeschaut werden. Dort wird unter «maximale Kapazität» die Leistung in Prozent angezeigt. Ebenfalls ist unter «Höchstleistungsfähigkeit» zu sehen, ob das iPhone gedrosselt wird.

Wenn dort eine Anpassung des Batterieleistungsmanagements angezeigt wird, bedeutet dies, dass die künstliche Verlangsamung aktiv ist. Der Text «derzeit unterstützt deine Batterie normale Höchstleistung» ist hingegen so zu verstehen, dass der Akku noch in Ordnung ist.

Das kann man sonst noch alles tun

Auch sonst gibt es einige Tipps, mit denen man dem iPhone wieder auf die Sprünge helfen kann:

Tipp 1: Je mehr Seiten Sie im Browser geöffnet haben, desto mehr Daten zieht das Gerät und wird automatisch etwas langsamer. Schliessen Sie deshalb nicht gebrauchte Fenster.

Tipp 2: Viele Ihrer Apps laufen im Hintergrund und aktualisieren fröhlich weiter, obwohl Sie sie im Moment gar nicht nutzen. Unter Einstellungen > Allgemein > Hintergrundaktualisierungen können Sie diese Funktion für einzelne oder alle Apps ausstellen.

Tipp 3: Auch wenn Sie am liebsten Google-Maps, Chrome oder Outlook benutzen, lohnt es sich, auf dem iPhone auf vorinstallierte Apple-Apps zurückzugreifen. Mail, Kamera, Karten und Safari laufen auf dem iPhone schneller.

Tipp 4: Um dem iPhone Beine zu machen, lohnt es sich, ab und an auszumisten. Via Einstellungen > Allgemein > Speicher- & iCloud-Nutzung > Speicher können Sie herausfinden, welche Apps am meisten Platz brauchen. Löschen Sie solche, die Sie nicht mehr nutzen.

Tipp 5: Wenn Sie von App zu App wechseln, tauchen oft verschönernde Animationen auf. Diese sind nett anzusehen, verlangsamen das Gerät aber und sind eigentlich unnötig. Schalten Sie sie aus über Einstellungen > Allgemein > Bedienungshilfen > Bewegung reduzieren.

Tipp 6: Wenn gar nichts mehr geht, bleibt nur noch eins: Alles zu löschen und von vorne zu beginnen, als wäre das iPhone gerade erst aus der Box gehüpft. Dazu sollten Sie vorher aber unbedingt ein Backup machen, um danach die wichtigsten Sachen wieder draufzuladen. Alles wieder zurückzuspielen, macht hingegen wenig Sinn.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schorsch am 25.09.2019 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Das kann man sonst noch alles tun

    Tipp 8: Ein vernünftiges Smartphone kaufen und den Partner in das teuerste Restaurant der Stadt einladen.

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  • Peter Tomaschett am 25.09.2019 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das kann man sonst noch alles tun

    einfach, kein eierföhn kaufen.

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  • Cruncher am 25.09.2019 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Verwirrt die Leute nicht

    Wieder mal ein Beitrag der die Leute mehr verwirrt als etwas anders. Es handelt sich lediglich um ein Batteriemanagement. Sprich wenn der Akku nicht mehr die Volle Leistung abgeben kann wird gedrosselt anstatt das das Handy einfach ausschaltet. Wird bei den letztjährigen Geräte sicher noch eine Weile nicht der Fall sein. Für Hater und nichwissende gutes Futter!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schnitzel mit Pommes am 26.09.2019 18:53 Report Diesen Beitrag melden

    Bluetooth wurde verpfuscht

    Bluetooth ist viel schwächer geworden, vor dem Update, konnte ich im ganzen haus mit den Kopfhörer rumlaufen. jetzt nur noch 2 Meter Umkreis. Bei der Freundin ihr IPhone (Gleiche wie ich) kann ich noch rumlaufen. Auch im Autp bricht dauernt die verbindung ab. Akku leistung ist nun auch 30% weniger. Sonst immer den ganzen Tag noch gehalten, heute nichtmal mehr bis 14 uhr.

    • IT Systemtechniker am 26.09.2019 19:34 Report Diesen Beitrag melden

      Darum habe ich kein Vertrauen mehr

      Eben darum mache ich keine Apple Updates mehr. Habe ähnliches erlebt mit WLan Verbindungsabbrüchen nach einem Update. Diese Softwareentwickler bei Apple haben es offensichtlich nicht mehr im Griff. Falls es tatsächlich die geplante Obsoleszenz via Update ist so wäre dies krminell und mutwillige Sachbeschädigung.

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  • IT Systemtechniker am 26.09.2019 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlleistung der Ingeniuere

    Noch bei keinem Computer, Notebook, Handy, Kamera usw. habe ich gesehen dass es eine Drosselung braucht bei einem 2 Jahre alten Akku nur damit das Ding nicht abstürtzt. Designfehler oder ungenügende Akku nur damit das Smartphone hübsch aussieht.

  • Blind Schleiche am 26.09.2019 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ups xd

    Wer hat auch zuerst "entehrten" gelesen?

  • Globemaster am 26.09.2019 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Batteriewechsel lohnt sich

    Es wird immer so getan als müsse man bei schwacher Batterie gleich ein neues iPhone kaufen. Kauft Ihr beim Reifenwechseln auch immer gleich ein neues Auto? Ich habe schon bei einigen iPhones für 25.- die Batterie gewechselt. Im 2018 hatte Apple das ganz Jahr eine Aktion: Batteriewechsel für 29.-, da hab ichs bei meinem eigenen iPhone 6s auch nicht selbst gemacht. Ich denke eher, dass eine schwächelde Batterie bei vielen als Ausrede genutzt wird um endlich ein neues iPhone kaufen zu können...

  • EhemAppleKunde am 26.09.2019 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld

    Wer überhaupt noch den Apfel kauft. Das Unternehmen lebt nur noch vom Hype. Nichts von denen ist in irgend einer Form Innovativ, dafür gibt es immer mehr versteckte Nachteile für den Kunden.