Face ID

09. Dezember 2017 09:11; Akt: 09.12.2017 09:11 Print

Mit dem iPhone X wird Ihr Gesicht zum offenen Buch

Die animierten Emojis waren nur der Anfang. Seit bekannt wurde, dass Apple Face-ID-Daten an Apps weitergibt, sorgen sich Kritiker um die Privatsphäre.

Einige der Daten, die Face ID erfasst, werden an Apps weitergegeben. (Video: Apple)
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Die Gesichtserkennung, die Apple beim iPhone X erstmals eingebaut hat, ist eine ziemlich ausgereifte Technologie. Über die eingebauten Sensoren werden 30'000 Punkte erfasst, um ein dreidimensionales Bild des Gesichts zu erstellen. So wird dieses nicht nur zum Passwort, sondern dient auch als Vorlage für die animierten Emojis, die Apple Animojis nennt.

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Der iPhone-Hersteller selber nimmt die Privatsphäre der Kunden ernst: So werden die Daten der Gesichtserkennung laut Apple nicht an Server geschickt, sondern an einem separaten und sicheren Ort auf dem iPhone aufbewahrt. Zudem verdient das Unternehmen aus Cupertino sein Geld hauptsächlich mit dem Verkauf von Hardware und nicht mit Nutzerdaten.

Daten werden weitergegeben

Ein Problem wird daraus erst, wenn Apple einige Daten der Gesichtserkennung an App-Entwickler weitergibt. «Ich denke, wir sollten uns Sorgen machen», gab der Analyst Jay Stanley gegenüber Washingtonpost.com zu bedenken. «Die Chance, dass mit den Gesichtsdaten Unfug getrieben wird, ist ziemlich hoch. Wenn nicht heute, dann bald – wenn nicht auf iOS, dann auf Android.»

Wie auch beim Zugriff auf die Kamera oder das Mikrofon fragt das iPhone, ob Kunden der Nutzung der Daten zustimmen. Apple gibt zudem an, dass die Daten nicht für Werbung genutzt werden können und dass die App-Entwickler keine Nutzerprofile erstellen oder Daten verkaufen dürfen. Ob das alle Entwickler so sehen, ist hingegen eine andere Frage.

Wahrscheinlichkeitsrechnung

Es sei zwar davon auszugehen, dass sich nahmhafte Entwickler weitgehend an die Vorgaben von Apple halten werden, bemerkte der Sicherheitsexperte Stefan Friedli in einem früheren Interview. «Es wird aber sicherlich Entwickler geben, die hier die entsprechenden Grenzen ausloten werden.»

Ein Grund dafür ist auch die hohe Anzahl von Entwicklern. Denn erfolgreiche Apps wie Facebook werden wohl genau untersucht. Was aber mit den unzähligen Programmen ist, die es sonst noch in den App Store schaffen, ist unklar. Ebenfalls muss sich noch zeigen, ob andere Hersteller von Smartphones und Kameras sich ebenso sehr um die Privatsphäre sorgen wie Apple.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Birne am 09.12.2017 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1. April

    Musste jetzt erst mal schauen, ob heute der 1. April ist. Apple und Privatsphäre? Die verkaufen doch schon Daten seit ihrer Gründung.

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  • beni am 09.12.2017 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    weniger stress ohne handy

    alls gugus besser gar kein handy mehr. haus telfon reicht. früher gings super ohne handy. und weniger stress.

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  • Marlboro Man am 09.12.2017 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit ist gut

    Das dient alles nur unserer Sicherheit, und lasst euch endlich chippen!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • D. G. am 13.12.2017 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Taschenrechner

    Ich würde nie ein iPhone kaufen. Der vorinstallierte Rechner ist ebenfalls nicht in der der Lage 1+1+1 zusammen zu zählen. Wie übrigens alle anderen Modelle auch. Mein 20 jähriger Taschenrechner kann das. Einfach nur peinlich!

  • Stsfan Eich am 11.12.2017 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Tag täglich

    Wer verkauft schon keine Daten? Alle die jetzt reklamieren haben auch sicher kein Facebook Konto. Dort verkauft ihr euch tag täglich! Wem das nicht passt sollte in den Keller ziehen und nie mehr rauskommen.

  • Svdg am 11.12.2017 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gegen die Privatsphäre

    Ich werden nie ein IPhone X kaufen, es ist für mich gegen die Privatsphäre.

    • Mann am 18.12.2017 17:25 Report Diesen Beitrag melden

      iPhone X Besitzer

      Ich hab eins, doch die Gesichtserkennung habe ich nicht in Betrieb. Der Punkt fehlt übrigens oben in der Auflistung. Aber wie üblich fehlt immer was.

    • Stef am 19.12.2017 11:30 Report Diesen Beitrag melden

      Respekt für ein so restriktives Leben.

      Dann habt Ihr auch kein Windows installiert und benutzt kein Whats-App oder Facebook und schreibt keine Mails und benutzt keine Browser im Internet. Desweiteren nutzt Ihr keine Onlineshops und Kreditkarten oder Sammelt Punkte. Respekt ! Ihr habt damit Eure Privatsphäre wirklich gut im Griff. Wie schon bei der Touch ID wird auch die FaceId nur auf dem Gerät gespeichert und man muss bei jedem App vorher die Nutzung erlauben. Wie auch bei den Android Apps, nur dass die immer gleich alle Berechtigungen wollen.

    • Svdg am 26.12.2017 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Stef

      Wissen sie seit der Attacke von 2012 (ich glaube es zumindest ein) oder auch wenn ich nur daran glaube wie das Internet für mich-/uns eine grosse Gefahr ist habe ich immer realer von den neuen Softwaren-/ Geräte

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  • Kasa am 11.12.2017 15:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Apple ist sicher und seriös!

    Apple ist eine der wenigen Konzerne die mit den Benutzerdaten sorgfältig umgehen. Da müssten sich die Android Nutzer mehr Sorgen machen. Das IOS ist eines der sichersten OS.

    • Peter am 11.12.2017 17:40 Report Diesen Beitrag melden

      Was Sie nicht sagen...

      Ich frage mich von wo diese Aussagen kommen? Kennen Sie das genaue Konzept von Apple wie der Konzern mit ihren Daten umgeht? IOS ist das sicherste OS. Natürlich.

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  • Pablo am 11.12.2017 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    iPhone Security Patch

    Ich verakuf jetzt ganz teuer so kleine Kleberli die man auf die Frontkamera kleben kann damit das Gesicht nicht gescannt wird. Wird sicher ein Erfolg.

    • Stef am 19.12.2017 11:33 Report Diesen Beitrag melden

      Viel Arbeit

      Viel Spass beim Abkleben aller öffentlichen Kameras :) Es gibt inzwischen Software, die die Gesichter scannt und für Echtzeiterkennung Archiviert. Da ist das iPhone das kleinste Übel, denn Apple gibt die Daten nicht an die Sicherheitsdienste weiter ;) Wie ist es denn bei den anderen Telefonherstellern? Heute hat jedes Handy eine Kamera.

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