SPORE LABOR

19. Juni 2008 16:22; Akt: 19.06.2008 16:39 Print

Monsterpenisse stürmen YouTube

Mit der Demoversion des Genbaukastens «Spore Labor» sollten Gamer eigentlich angeregt werden, phantasievolle Kreaturen zu schaffen. Dies scheint jedoch nicht bei allen angekommen zu sein.

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Der Kreaturen-Editor «Spore Labor» von Electronic Arts (EA) hat einen skurrilen Wettkampf innerhalb der User-Community ausgelöst. Dient das Programm in seinem eigentlichen Zweck der nutzerseitigen Schaffung neuer Computerspielfiguren, so wird es bereits wenige Tage nach seiner Veröffentlichung zur Kreation von Penismonstern in allen erdenklichen Formen und Farben missbraucht. Die Hobby-Programmierer versuchen, sich mittlerweile gegenseitig zu übertreffen. Allein bei YouTube sind derzeit (16:30 Uhr am 9. Juli 2008) genau 525 eindeutig zweideutige Kreaturen zu finden, die teilweise schon über 140 000 Mal angeschaut wurden. Ursprünglich war der Editor zur Erschaffung neuer Spielfiguren gedacht, mit dem Kreatur-Design und Programmierung in 3D-Softwareumgebungen erlernt werden können. Wie die Nutzer schnell herausfanden, lassen sich aus den einzelnen Elementen des Editors wie Nase oder Mund aber auch andere Körperteile formen.

Abseits der diskussionsbehafteten Funktion bietet Spore die Möglichkeit, herkömmliche Figuren für das eigene Spiel zu erschaffen. Die Entwickler können die neuen Kreaturen mit verschiedenen Animationen versehen. Online steht ein Spore-Server bereit, auf den alle weltweit kreierten Geschöpfe hochgeladen werden können, um sie zu teilen und in das eigene Spiel zu integrieren. Auch wenn viele Nutzer den eigentlichen Sinn von Spore offenbar missverstanden haben, die Phantasie der Entwickler wird dadurch in jedem Fall angeregt.

(mbu/pte)