USA

26. August 2010 11:42; Akt: 26.08.2010 11:46 Print

Nacktscanner röntgt heimlich Amis

In den Vereinigten Staaten sind seit Jahren unscheinbare Hightech-Lieferwagen unterwegs, mit deren Hilfe die Bevölkerung durchleuchtet wird.

Wie unauffällig sich der Hightech-Van durch Ballungszentren bewegen können, ist im obigen Video zu sehen. (Quelle: YouTube)
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In den USA ist der Einsatz von Nacktscanner offenbar nicht nur auf Flughäfen beschränkt. Joe Reiss, Vice President für Marketing bei der Firma American Science & Engineering, verriet im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin Forbes, dass die US-Straf- verfolgungsbehörden in den letzten sieben Jahren über 500 mobile Röntgenscanner gekauft haben. Sie stehen laut Reiss nicht nur in Krisengebieten wie Afghanistan und dem Irak im Einsatz, sondern auch in den USA selbst.

«Der Z Backscatter Van (ZBV) ist gegenwärtig das meistverkaufte Fracht- und Fahrzeug-Inspektionssystem, das wir je hatten», sagt Reiss. Der unauffällige Hightech-Van röntgt im Nu ganze Strassenzüge. Damit sollen sich Drogen, Sprengstoffe aber auch Menschen aufspüren lassen. Die Strahlen dringen dabei auch durch die Kleider von Passanten und Fahrzeuginsassen, detaillierte Körperumrisse würden aber keine erkennbar sein, versichert Reiss. Die Daten werden von einem Mitarbeiter im Wageninnern in Echtzeit ausgewertet und können auch jederzeit gespeichert werden.

Im Mai 2010 wurde Rolando Negrin, eine Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums verklagt, weil er sich nach einem Scan über den angeblich etwas klein geratenen Penis eines Arbeitskollegen lustig gemacht hatte. In den USA klagt zurzeit das Electronic Privacy Information Center (EPIC) gegen das US-Heimatschutzministerium wegen des Einsatzes von Nacktscannern an Flughäfen.

(mbu)