Titan M

10. Oktober 2018 18:45; Akt: 10.10.2018 18:45 Print

Google-Handys erhalten einen Sicherheitschip

Im Pixel 3 und 3 XL baut Google spezielle Chips für den Schutz von wichtigen Daten ein. Zudem können die Handys selbstständig nervige Anrufer abwimmeln.

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An einer Keynote hat der Internetgigant Google am Dienstag seine neusten Smartphones vorgestellt: Das Pixel 3 und das Pixel 3 XL (im Bild). Wie die neuen Handys aussehen werden, war wegen verschiedener Leaks bereits seit Ende September bekannt. Nun ist es jedoch offiziell. Eine der grössten Neuigkeiten des Pixel 3 und Pixel 3 XL ist wohl der neue Sicherheitschip Titan M. Damit schützt Google wichtige Daten und die Passwörter der Nutzer. Apple wendet ein ähnliches Konzept bereits seit 2013 an. Für viel Applaus hat auch die neue Funktion Call Screen gesorgt. Wenn ein Anruf auf dem Google-Handy eingeht, kann neben Annehmen oder Ablehnen auch die Option Call Screen gewählt werden. Das Smartphone wird dann anstelle des Besitzers abnehmen und danach fragen, wer anruft und warum. Diese Konversation wird dann in Echtzeit auf dem Handy-Bildschirm transkribiert. Nutzer können dann selbst entscheiden, in das Gespräch einzusteigen, eine Nachricht zu hinterlassen oder den Anruf als Spam zu markieren. Neu sind auf der Vorderseite oberhalb des Bildschirms beziehungsweise im Kamerabalken zwei Objektive verbaut. Dank diesen sollen bessere Gruppenselfies ermöglicht werden. Mit Hilfe von Google Lens können Informationen zu Dingen – etwa Sehenswürdigkeiten, Pflanzen oder Produkten, die man gerade sieht – abgerufen werden Das Pixel 3 und das Pixel 3 XL werden je in drei verschiedenen Farben erhältlich sein: Just Black (schwarz), Clearly White (weiss) und Not Pink (blassrosa). Neben den Pixel-Modellen hat Google ebenfalls ein neues Tablet, einen Halter für das neue Handy und diesen Mickey-Mouse-Halter für den sprachgesteuerten Lautsprecher Google Home Mini vorgestellt.

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Google hat am Dienstag die nächste Generation seiner Pixel-Smartphones vorgestellt. Das Pixel 3 und das grössere Pixel 3 XL enthalten erstmals einen besonders abgeschotteten Sicherheitschip, den Titan M. Dies ähnelt stark dem Konzept, das Apple bereits im Jahr 2013 beim iPhone eingeführt hat. Unter anderem werden dort Passwörter, biometrische Daten sowie verschlüsselte Informationen für digitales Bezahlen aufbewahrt.

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Mit den Pixel-Smartphones untermauert Google seine Ambitionen, es mit den Konkurrenzgeräten von Apple und Samsung aufnehmen zu können. Die beiden neuen Modelle unterscheiden sich durch die Display-Grösse: 5,5 Zoll beim Pixel 3 und 6,3 Zoll beim Pixel 3 XL. Bei der grösseren Variante ragt zudem ein als Notch bekannter Kamerabalken ins Display hinein.

Zwei Objektive und Nacht-Modus

Nochmals verbessert hat Google die Kamera-Funktion, die schon beim Vorgängermodell in verschiedenen Testberichten gelobt wurde. Durch ein aus der Satellitenfotografie abgeleitetes Verfahren wurde beispielsweise die digitale Zoom-Funktion erheblich verbessert, sodass Details in der Ferne besonders scharf erscheinen.

Für Selfie-Fotografien verfügt das Pixel 3 über zwei Objektive auf der Vorderseite. Um einen besonders grossen Ausschnitt auf das Bild zu bekommen, hat man den Weitwinkel-Modus verbessert. Eine Software-Korrektur sorgt dafür, dass die Gesichter trotzdem nicht verzerrt erscheinen. Google präsentierte zudem einen Nacht-Modus für Aufnahmen bei extrem wenig Licht, der dafür sorgt, dass die Objekte im Bild trotzdem gut zu erkennen sind.

In der Schweiz noch nicht verfügbar

Wie bei den bisherigen Pixel-Modellen setzt der Internet-Gigant auf seine Expertise beim maschinellen Lernen und der künstlichen Intelligenz. Bei der Funktion Google Lens, bei der Objekte über die Kamera erkannt werden können, werden nun auch Informationen wie Adressen oder Telefonnummern erkannt, ohne dass das Smartphone dafür mit dem Internet verbunden sein muss. Denn die Berechnung findet lokal auf dem Gerät statt.

Das Pixel 3 kann im Google Store Deutschland ab sofort für 849 Euro (64 Gigabyte) oder 949 Euro (128 GB) vorbestellt werden. Das XL-Modell ist jeweils 100 Euro teurer. Die Geräte sind ab dem 2. November verfügbar. In die Schweiz werden die neuen Google-Smartphones wohl nicht kommen. Wer sich das Pixel-Handy kaufen möchte, muss dafür wohl auf Händler hoffen, die das Gerät in die Schweiz importieren.

Ein erster Eindruck von den neuen Pixel-Handys. (Video: Glomex)

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Snake am 10.10.2018 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Wer will denn schon das?

    Ein Überwachungs-Chip wird dem Ganzen wohl gerechter. Google will alles wissen von seinen Nutzern. Die Suchmaschine Google ist ja auch nur darauf aus, wieso soll das bei ihrem Handy anders sein? Wer das möchte kann sichs ja antun.

  • Nöggi am 10.10.2018 19:36 Report Diesen Beitrag melden

    Und was schütz vor Google?

    Google ist mit Abstand der grösste Datendieb!

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  • Herr Max Bünzli am 10.10.2018 18:53 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    ist der Sicherheitschip nur für die Elite zugänglich

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Barcelok am 11.10.2018 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Das ich nicht lache

    Damit kann die Datenkrake dann vermutlich die absurden Preise für das Pixel 3 begründen. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen das man zum Preis eines Pixel 3 auch bereits 2-3 Pocos bekommt die annähernd das Gleiche können:

  • Markus am 11.10.2018 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Angebot von Digitec

    Stimmt so nicht ganz. digitec bietet Pixel 3 an, jedoch Import.

  • InsidER am 11.10.2018 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Achtung Falle!!

    Ja genau. Es braucht nämlich gar keine Sozial- oder sonstige Detektive. Wir liefern ja heute schon alle Personendaten freiwillig (oder auch nicht) den jeweiligen Firmen. Dies per Smartphone oder -watch. Körperfunktionen in Echtzeit, toll. Bitte wacht auf!! Der nächste Schritt wird das Implantieren eines Chips sein. Lasst uns auf unsere Freiheit und Privatsphäre aufpassen! Schluss mit diesen Trackern und NEIN zu Detektiven (glaubt bloss nicht, es betreffe nur IV-Bezüger).Das Argument wer nichts falsch macht hat nichts zu befürchten ist hilflos und nur der Köder.Bitte nicht anbeissen! Dankeschön

  • Datsun am 11.10.2018 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutz-Täter hilft Daten schützen??

    Wer traut einer Sicherheitsmassnahme, die vom Haupttäter selber zur Verfügung gestellt wird?

  • Erklärbär am 11.10.2018 05:30 Report Diesen Beitrag melden

    Smart Smarter Smartys

    Achja alle Apple Fans und weissgottwas verehrer, jedes nur ach so kleine Ding das via Internet verbunden ist wird dazu gebraucht um euch besser kennenzulernen, in einem unsichtbaren Netzwerk wird euer zweites ich zusammengebastelt und einen Doppelgänger erstellt damit euer Verhalten besser analysiert und gesteuert werden kann, machts klick beim hinterletzten?

    • Grendel am 11.10.2018 15:25 Report Diesen Beitrag melden

      Nur

      Apple und Microsoft tracken niemanden über Homepages wie Google und Facebook. Das bedeutet wenn ich keine Geräte und Software von diesen Firmen Nutze haben sie auch keine Daten von mir.

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