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02. September 2019 19:12; Akt: 02.09.2019 19:12 Print

Neuer Lärmradar büsst Besitzer zu lauter Autos

Absichtliches Motorheulen könnte in Frankreich schon bald automatisch gebüsst werden. Das Problem ist auch in der Schweiz bekannt.

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Es ist elf Uhr nachts, in einer ruhigen Quartierstrasse. Plötzlich wird die Stille von einem laut aufheulenden Motorengeräusch durchbrochen. Doch nicht nur in Quartieren, auch auf Haupt- und Landstrassen begegnet man immer wieder Auto- und Motorradfahrern, die das Geräuschvolumen ihrer Fahrzeuge zum Besten geben – meist zum Missfallen der Anwohner.

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In Villeneuve-le-Roi, einer Stadt nahe des Pariser Flughafens Orly, will man nun solchen Lärmverursachern und Rasern Einhalt gebieten. Mit sogenannten Lärmradaren sollen die Geräuschpegel präzise gemessen und zu laute Fahrzeuge identifiziert und anschliessend automatisch gebüsst werden, berichtet Reuters.

«Kein Thema für Zürich»

Über den dazu nötigen Gesetzesentwurf stimmt der Pariser Vorort voraussichtlich diesen Herbst ab. Bei Annahme ermöglicht er es den lokalen Behörden, mit Systemen zur Aufzeichnung von Autofahrern zu experimentieren. Allen voran solchen, die absichtlich rasen und laut sind.

Das Problem mit den Lärmverursachern ist auch in Zürich kein unbekanntes. Solche Lärmradare wie sie Frankreich jetzt testet, seien aber kein Thema, auch weil die gesetzliche Grundlage auf Bundesebene fehle, sagt Marc Surber, Mediensprecher der Stadtpolizei Zürich.

Verzeigung für Lärmverursacher

Nichtsdestotrotz lässt es die aktuelle Gesetzeslage zu, zu laute Verkehrsteilnehmer zu büssen. So besagt Art. 42 des Strassenverkehrsgesetzes, dass das Verursachen von Lärm durch Fahrzeugführer vermieden werden soll. Gemeint sind damit etwa das «unnötige Aufheulenlassen eines Motors im Leerlauf» oder das «Durchdrehenlassen der Räder».

«Wenn die Stadtpolizei auf solche Lärmverursacher stösst, erfolgt eine Verzeigung», sagt Surber. Anders als bei der Ordnungsbusse, die etwa beim Falschparkieren ausgestellt wird, wird bei einer Verzeigung ein schriftlicher Rapport verfasst und an die entsprechende Untersuchungsbehörde zur Beurteilung weitergeleitet.

(vhu)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Expat am 02.09.2019 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zweierlei Maas

    Um den Bürger vor Radaubrüdern, Nachtruhestörern und Verkehrsraudis zu schützen will man nicht investieren oder es fehlt die gesetzliche Grundlage. Um den unauffälligen und arbeitenden Steuerzahler mit neuen Vorschriften und Abgaben zu drangsalieren ist jefes Mittel recht. Passt dazu, dass hornende Schiffskapitäne angezeigt werden, die Fahrer die jeden Sonntag am Seebecken ihre Motoren heulen lassen aber ungedtraft davonkommen. Tolle Stadt

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  • Daniel am 02.09.2019 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finde ich super.

    Das wäre in der Schweiz auch eine gute Einnahme Quelle, es gibt Fahrzeuge die laut sind aber die klingen auch schön aber dieses Provozierende VW Furzgeknalle geht echt irgendwann auf die Nerven von den bekannten Nationalitäten mit Minderwertigkeit Syndrom. Und ja ich selber fahre auch laute Autos, also ist kein Neid dahinter.

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  • sere am 02.09.2019 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie jetzt?

    also Junge Poser mit Leasingvertrag?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Alexa am 04.09.2019 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Kirchen auch?

    Gibts das auch für zu laute Kirchen?

    • Peter Baumann am 05.09.2019 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alexa

      Nein. Auch für Gewitter gilt es nicht. Nur für zu laute Motorfahrzeuge.

    • Roger Blaser am 10.09.2019 16:00 Report Diesen Beitrag melden

      Kirchen sind heilige Kühe

      Leider nein Alexa. Leider!

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  • Petar am 04.09.2019 17:07 Report Diesen Beitrag melden

    AMG C63

    Darauf erstmal den V8 starten gehen

  • Markus Zurfluh am 04.09.2019 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder der es Super findet dem sollte man

    das Fliegen gleich verbieten aber das ist ja wiederegal den Egomanen.

  • Der Bürger bedankt sich wieder einmal am 04.09.2019 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Hartes Durchgreifen

    Alles unter Kontrolle bravo! Wenn man ohnmächtig gegenüber den wahren Problemen ist, wie Gewalt im öffentlichen Raum, unzählige Kleinkriminelle die die Schweiz als Selbstbedienungsladen betrachten, Vandalismus, dann muss man halt dort konsequent durchgreifen, wo man eben kann.

  • denu am 03.09.2019 21:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man kann es übertreiben

    Der Staat braucht Geld......unterstützen wir doch die armen Politiker

    • Peter Baumann am 04.09.2019 02:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @denu

      Nein. Lärmeskapaden sind egoistisch und stören extrem!

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