Illegales Filesharing

17. Juni 2010 09:01; Akt: 17.06.2010 10:36 Print

Piraten töten Musiker

Mit einer brutalen Kampagne versucht ein Magazin, Raubkopierer vom Kurs abzubringen.

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Moby bekam der Download nicht. Bild: Torrentfreak.com

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Die chinesische Musikzeitschrift RE:SPECT hat eine Website namens www.freemusichk.com eingerichtet. Auf dieser kann man vermeintlich kostenlos Songs herunterladen. Wer auf einen entsprechenden Link klickt, sieht aber, wie der jeweilige Musiker auf seinem Cover mit einer Handgranate oder per Kopfschuss getötet wird. Zurzeit ist die Seite allerdings nicht erreichbar.

Wie torrentfreak.com schreibt, haben die Macher allerdings darauf verzichtet, die echten Namen der Künstler anzugeben. Stattdessen werden leicht abgewandelte wie Copy statt Moby verwendet - wohl um keine Urheberrechte zu verletzen, wie TorrentFreak vermutet. Dass in Wahrheit die Musikindustrie dahinter steckt, darf daher auch bezweifelt werden. In jedem Fall werden Erinnerungen an die Ende der Neunziger vom Branchenverband International Federation Of Producers Of Phonograms And Videograms (IFPI) gestartete Kampagne «Copy kills music» wach. Laut IFPI Schweiz sind seit 2003 wegen Piraterie hierzulande bereits mehr als 600 Arbeitsplätze im Bereich der Musikwirtschaft verloren gegangen. Der Musikverkauf ging seit dem Jahr 2000 um über 44 Prozent zurück. Wichtigster Grund dafür dürfte sein, dass der reine Download über Filehoster wie RapidShare hierzulande bislang nicht kriminalisiert worden ist.

(hst)