Stiftung Warentest

25. September 2019 15:17; Akt: 25.09.2019 15:17 Print

Pornografie und Nazi-Inhalte in Apps für Kinder

Von 14 geprüften Handygames kann die Stiftung Warentest keines empfehlen. 13 davon seien gar inakzeptabel, so etwa «Fortnite» und «Minecraft».

Kinder lieben Spiele-Apps auf Handys und Tablet. Doch nicht alle Games sind kindgerecht. (Video: Vizzr)
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In einem ihrer jüngsten Tests ist die Stiftung Warentest zu einem alarmierenden Ergebnis gekommen. «Alles andere als kindergerecht» titelt ihr Bericht über 14 Spiele-Apps. Die Gründe: Verweise auf Porno-Sites, rechtsextreme und antisemitische Inhalte sowie nicht altersgerechte Werbung.

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Unter den getesteten Games befinden sich beliebte Titel wie «Fortnite», «Clash of Clans», «Minecraft», «Pokémon Go» oder «Brawl Stars». Geprüft worden seien die Spiele aus der Perspektive eines 10-jährigen Kindes und von Multimedia-Experten in Kooperation mit Jugendschutz.net, dem deutschen Kompetenzzentrum für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet.

Verstörende Inhalte

Das beste Urteil erhielt noch «Pokémon Go», es wurde als «bedenklich» eingestuft. Die restlichen 13 Games bieten laut Stiftung Warentest inakzeptablen Kinderschutz. So blendete die Android-Version von «Subway Surfers» für Kinder ab sechs Jahren Werbung für ein Spiel ab 18 Jahren ein, in dem unablässig Menschen erschossen werden. Und in «Roblox» gehe es etwa darum, «böse Juden zu töten».

Auf rechtsextreme Spielernamen wie «SiegHeil» oder «Judentöter» seien die Experten in «Fortnite» und «Clash of Clans» gestossen. In «Clash of Clans» und «Brawl Stars» würden zudem eine Reihe von Mitspielern als Namen Internetadressen von Porno-Sites verwenden. Nicht angegeben wurde jedoch, wie häufig solche Namen vorkommen, schliesslich haben diese Apps mehrere Millionen Spieler.

Totalverzicht auf Handygames?

Tückisch für Kinder seien auch die oftmals intransparenten In-App-Käufe. Wie also umgeht man pornografische sowie rechtsextreme Inhalte und vermeidet das versehentliche Hineintappen in eine Kostenfalle? «In vielen Familien dürfte ein Totalverzicht auf Spiele-Apps keine Lösung sein», heisst es im Bericht von Stiftung Warentest.

Ein richtiger Umgang sei deshalb wichtig. So können In-App-Käufe im Google Play Store mit einem Passwort geschützt oder im Apple App Store gänzlich deaktiviert werden. Durch das Offline-Spielen lässt sich zudem kein Geld ausgeben und auch Chatten mit Fremden funktioniere so nicht mehr.

Aber auch bei den AGB und Datenschutzerklärungen ist Vorsicht geboten: Laut Stiftung Warentest ist der Datenschutz für Kinder bei keinem Spiel angemessen und zehn der 14 geprüften Apps enthalten deutliche Mängel in den AGBs, so zum Beispiel «Angry Birds 2» und «Candy Crush».

(vhu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roger-Kt.Be am 25.09.2019 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Handy zeigt nir das Surfverhalten des Besitzer

    Da die Werbung heutzutage in den meisten fällrn nach dem Surfverhalten des Benutzers generiert wird und man sich eh mit Facebook oder Googleplay etc anmelden muss, verwundert mich das Resultat nicht.

  • Kingraph666 am 25.09.2019 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was?

    Aus der Perspektive eines 10-Jährigen? Fortnite im App Store ist ab 12+... Zu den Benutzernamen: Jeder kann seinen eigenen Benutzernamen benutzen, was kann das Spiel dafür? Das einzige effektive Argument ist die Werbung.

  • Papa Bär am 25.09.2019 16:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nicht schon wieder

    Wenn Videospiele unsere Kids auf Abwege leiten liegt es nicht an den Games sondern an mangelnder Aufmerksamkeit der Eltern gegenüber ihren Kindern, denn Kinder werden grundsätzlich unschuldig geboren. In allen Kulturkreisen. Das Böse ist nie Angeboren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • PROLLTRASH am 26.09.2019 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was machen die denn.

    keine ahnung wie stiftung warentest solche apps testet. aber ich habe noch nie sowas in den apps gefunden.

  • Mike am 26.09.2019 11:01 Report Diesen Beitrag melden

    war etwa

    rechts Rattikal schuld am schlechten Abschneiden von Pokemon Go? xD

  • Ben Trescher am 26.09.2019 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Wiso Minecraft??

    Ich kenn die anderen Spiele nicht aber warum sollte Minecraft nicht geignet sein?

  • Suchti am 26.09.2019 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Minecraft

    Warum wird Minecraft in der Slideshow/Untertitel erwähnt und somit auch als inakzeptabel eingestuft? Wer zur hölle testet das?

  • Timon Hansen am 25.09.2019 18:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich

    so dreist kann man ja nicht sein. in roblox soll es um juden töten gehen? ich muss ja sehr bitten!

    • Besorgtes Mami am 26.09.2019 07:26 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt alles leider

      ist so. und in minecraft wird man zum massenmörder ausgebildet ;) Fortnite ist gar am 11. September involviert gewesen.

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