Trick

04. Februar 2019 19:54; Akt: 04.02.2019 19:54 Print

Mann hebt 1 Million ab, ohne Konto zu belasten

Ein Chinese hat eine Lücke im Banksystem gefunden: Statt diese zu melden, hat er monatelang Geld abgehoben, ohne dass es jemand bemerkt hat.

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Ein Mitarbeiter der chinesischen Bank Huaxia hat einen Trick entdeckt. Damit konnte er Geld abheben, ohne dass der Betrag vom Konto abgebucht wurde.

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Etwa sieben Millionen Yuan hat ein leitender Programmierer der chinesischen Bank Huaxia insgesamt «kostenlos» abgehoben. Die Summe entspricht umgerechnet einem Betrag von über einer Million Franken.

Gelungen ist dies, weil der 43-jährige Chinese in einem internen System der Bank ein Schlupfloch entdeckt hatte, wie Scmp.com schreibt.

Demnach manipulierte er das System der Bank so, dass er am Automat um Mitternacht Geld abheben konnte, ohne dass die Transaktion erfasst oder einen Alarm ausgelöst wurde. Das System schaltete dann in einen Nachtmodus, bei dem Bezüge erst zu einem späteren Zeitpunkt vollständig abgebucht wurden.

Grosse Deliktsumme

Die Bargeldbezüge tätigte er jedoch nicht von seinem eigenen Konto aus, sondern von einem, das die Bank für Testzwecke eingerichtet hatte. Mehr als ein Jahr lang hob der Chinese davon Beträge von umgerechnet 700 bis 3000 Franken ab – bis im Januar 2018 kam so über eine Million Franken zusammen. Das Geld überwies er auf sein eigenes Konto und investierte einen Teil davon an der Börse.

Die Aktivitäten auf dem bankinternen Testkonto wurden vor rund einem Jahr entdeckt. Daraufhin meldete die Bank den Vorfall den zuständigen Behörden. Die Erklärung des Mannes: Er habe den Fehler im System nur umfangreich untersuchen wollen. Weil der Mann das Geld zurückgegeben hatte, wollte die Bank die Anklage ursprünglich sogar fallen lassen.

Die Behörden verhafteten den Programmierer aber dennoch im letzten Dezember wegen Diebstahls. Das Gericht befand den Chinesen für schuldig und verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von 10,5 Jahren und einer Busse von rund 1600 Franken. Die Lücke im System wurde von der Bank inzwischen geschlossen.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mfala am 04.02.2019 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guter Chinese

    Er machte ja nichts Ilegales, machen die Obersten CEOS oder wo auch immer doch auch so .

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  • Thomas am 04.02.2019 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Goldene Mitte

    Ich bin auch für harte strafen, aber 10 Jahre für so etwas ist schon viel, man muss die Goldene Mitte finden! 2-3 Jahren würden reichen! Anmerkung!

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  • Korine am 04.02.2019 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Supi

    Genial, den würde ich anstellen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kiara am 05.02.2019 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Milde Strafe

    10 Jahre Gefaengnis, weil man in China mehrere Generationen arbeiten, sich versklaven, sein Leben verkaufen muss fuer 1 Million. Ausser Kriminellen sins alle mit dieser Strafe einverstanden!

  • Zeuge am 05.02.2019 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Eins ist klar

    Programmierer sind die klügsten Menschen. Schade bin ich nur Frauenbeglücker.

  • Hot Schiming am 05.02.2019 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    fehlt noch etwas?

    Und mit dem an der Börse erwirtschafteten Gewinn, machte er ca 8Mio CHF bene. das steht aber nirgendwo im Käseblatt

  • Max Heer am 05.02.2019 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Anti Online Kommentar Abo

    Gibt es keine Möglichkeit, ein Anti-Online-Kommentar Abo zu lösen? Für das Ausblenden der Online Kommentare würde ich sofort etwas bezahlen.

  • King Wei Hong am 05.02.2019 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    Harte Strafe

    10,5 Jahre Gefängnis geht ja noch. Aber 1600 Franken Busse ist gaaaanz übel.

    • Kiara am 05.02.2019 20:33 Report Diesen Beitrag melden

      komische Bank

      nachdem er Millionen an der Boerse zu 0% Zinsen gemacht hat

    • Chines am 06.02.2019 13:42 Report Diesen Beitrag melden

      Urteil

      Und bei uns 160 ooo Franken Busse in die Staatskasse. Und der Rest ist unwichtig.

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