Tablet-PC

15. März 2010 10:38; Akt: 31.03.2010 15:36 Print

Riesenansturm auf das iPad

Von wegen Nischenprodukt: Apples iPads gehen weg wie warme Semmeln. Zum Vorverkaufsstart sollen bereits am ersten Tag 120 000 Stück geordert worden sein - deutlich mehr als damals vom iPhone.

Bildstrecke im Grossformat »
Jetzt ist es raus: Apples Tablet heisst iPad. Er sieht aus wie ein platt gewalzter iPod touch - und verfügt auch mehr oder weniger die gleichen Eigenschaften. Steve Jobs: «Amazon hat grossartige Arbeit geleistet, wir stehen auf ihren Schultern.» Mit der Applikation «iBooks» wird das iPad zum E-Book-Reader. Amazon dürfte wenig Freude haben. Dafür sollen Verträge mit grossen US-Verlegern geschlossen worden sein. Das ganze kommt ohne DRM-Schutz - Raubkopierer wirds freuen. E-Mails lassen sich auf dem grossen Bildschirm problemlos lesen. User mit Wurstfingern dürften sich dank der grossen Tastatur kaum mehr vertippen. Auch Google Maps ist wie zu erwarten mit an Bord, inklusive ... ... dem hierzulande umstrittenen Kartendienst Street View. Die Akkulaufzeit soll satte zehn Stunden betragen. Auch zum Anschauen von Filmen soll sich das iPad gut eignen. Gamer-Herzen dürften höher schlagen. Alle Apps sollen auch auf dem iPad laufen, Games machen den Grossteil davon aus. Der SDK für die Entwickler wird heute noch freigegeben. Im Innern arbeitet ein 1 GHz Prozessor. Das Lesen, bzw. Anschauen von Nachrichten wird sich mit dem iPad ändern. Es ist davon auszugehen, dass viele Verlage eine iPad-optimierte Version ihrer Online-Ausgabe anbieten werden. Das iPad kommt mit einem 9,7-Zoll-Display und einer Flash-Speicherkapazität von 16, 32 oder 64 Gigabyte zu den Kunden. Es ist um die 700 Gramm schwer. iWork: Dokumente, Tabellenkalkulationen und Präsentationen leicht gemacht. Der Tablet von Apple funkt im WLAN wie auch im Mobilfunknetz. In 60 Tagen kommt die WLAN-Version, in drei Monaten die 3G/WLAN-Version - allerdings erst in den USA und ausgewählten Ländern. Ausserhalb der USA soll das iPad in zwei Monaten angeboten werden - vorerst nur in der WLAN-Version. Bei AT&T erhalten US-Kunden für 14.99 US-Dollar 250 MB pro Monat. Wem dies nicht reicht, kann eine Flatrate lösen. Sie gibt es für 29.99 US-Dollar. Auch die Preise für das Gerät stehen fest. Telefonieren lässt sich mit dem iPad nur über VoIP - und Fotos lassen sich auch keine schiessen. Multitasking und Flash beherrscht er auch nicht. «Keyboard Dock»: Für alle die lieber mit einer richtigen Tastatur schreiben. 140'000 Applikationen werden mittlerweile im App Store angeboten. IT-Guru Walter Mossberg ist natürlich auch mit von der Partie.

Zum Thema
Fehler gesehen?

In den USA wird das iPad ab dem 3. April der WLAN-Version erhältlich sein. Die Variante, welche zusätzlich 3G unterstützt wird in den Vereinigten Staaten, Australien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Japan, Italien, Kanada, Schweiz und Spanien Ende April erhältlich sein (20 Minuten Online berichtete). Am vergangenen Freitag ist in den USA der Vorverkauf angelaufen. Laut den Analysten der «Valcent Financial Group» sollen in den ersten zwei Stunden bereits 50 000 Bestellungen eingegangen sein. Der US-Nachrichtensender CNN schätzt, dass über den Tag hinweg über 120 000 Stück vorbestellt wurden. Damit wäre dem iPad noch ein fulminanterer Start gelungen, als im Juni 2007 dem iPhone, von dem in den ersten zwei Verkaufstagen 146 000 Stück über die Theken gegangen sind. Wie immer schweigt Apple zur Anzahl der eingegangenen Bestellungen.

Akku lässt sich nicht austauschen

Apple erklärt auf ihrer Support-Seite was zu tun ist, wenn die Batterien keinen Saft mehr liefern. Viele Kunden dürften daran wenig Freude haben, der Vorgang braucht Geduld. Denn wie beim iPhone, ist auch beim iPad der Akku fix in das Gerät eingebaut - selber austauschen, lässt er sich dadurch nicht. Also muss dass ganze Gerät eingeschickt werden. Innerhalb einer Woche soll man dann ein komplett neues Gerät zugeschickt bekommen. Für diesen Service werden in den USA 99 US-Dollar inklusive 6,95 US-Dollar Versandgebühren verrechnet, internationale Preise wurden noch nicht kommuniziert.

(mbu)