Produktion in China

01. Juli 2014 10:43; Akt: 01.07.2014 11:13 Print

Samsung deckt Verstösse von Zulieferern auf

In einer Untersuchung hat Samsung bei 59 chinesischen Zulieferern Verstösse gegen das Arbeitsrecht festgestellt. Es gab illegale Überstunden und keine ausreichende Schutzkleidung.

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Samsung will gegen schlechte Arbeitsbedingungen in Asien vorgehen. (Bild: Keystone)

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Bei Dutzenden chinesischen Zulieferern des weltgrössten Smartphone-Herstellers Samsung ist es zu Verstössen gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen gekommen. Das ergab Samsungs jährlich erstellter Bericht für Sozialverantwortung, dessen Ergebnisse das südkoreanische Unternehmen am Dienstag veröffentlichte.

Eine externe Untersuchung ergab demnach, dass 59 der 100 überprüften Zulieferer in China keine ausreichende Schutzkleidung wie Brillen und Masken bereitstellten. 48 liessen Minderjährige im Alter zwischen 16 und 18 Jahren mit Chemikalien hantieren. Die meisten der überprüften Unternehmen hielten sich zudem nicht an die Grenzen für Überstunden. Insgesamt hat Samsung mindestens 200 Zulieferer in China.

Illegale Überstunden werden nicht mehr zugelassen

2012 waren Vorwürfe der Kinderarbeit und anderer Verstösse gegen den südkoreanischen Konzern in China aufgekommen. Die Organisation China Labor Watch hatte von «unmenschlichen» Arbeitsbedingungen bei den Samsung-Zulieferern berichtet. Der Konzern gelobte daraufhin, illegale Überstunden bis Ende 2014 nicht mehr zuzulassen.

Samsung teilte mit, es habe die Zulieferer aufgefordert, die Missstände aus der jüngsten Prüfung zu beheben. Hinweise auf Kinderarbeit habe die mit der Untersuchung beauftragte Electronic Industry Citizenship Coalition nicht gefunden, hiess es.

(sda)