03. Dezember 2006 19:48; Akt: 03.12.2006 19:54 Print

Schachweltmeister kann Computer nicht besiegen

Weltmeister Wladimir Kramnik kam auch in der fünften Partie nicht über ein Remis hinaus. Vor dem abschliessenden Spiel führt Deep Fritz in der Gesamtwertung mit 3:2.

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Kramnik, der zum letzten Mal mit Weiss spielte, versuchte alles, um seinen Rückstand gegen den Computer wettzumachen. Der Moskauer eröffnete die Partie mit dem Damenbauern, Fritz wählte die Nimzowitsch-Indische Verteidigung.

Nach dem frühzeitigen Tausch der Damen ergab sich ein interessantes Endspiel, in dem aber keine Seite zum Erfolg kommen konnte. Nach dem Remis durch Zugwiederholung im 35. Zug hat Fritz in dem 6-Partien-Duell ein Unentschieden bereits sicher.

Kramnik kann im letzten Durchgang am Dienstag mit einem Sieg nur noch ausgleichen. Nach Ansicht der Experten ist dies aber mit den schwarzen Figuren besonders schwierig. Kramniks Rückstand resultiert aus seiner Niederlage in der zweiten Partie, als er überraschend ein Matt übersah.

Dieser Aussetzer wird als einer der teuersten Fehler in die Schachgeschichte eingehen. Kramnik hätte seine Antrittsgage von einer halbe Million US-Dollar nur im Falle eines Sieges verdoppeln können.

(sda)