Datenleck

23. Februar 2019 06:47; Akt: 23.02.2019 06:47 Print

Schlüsselstellen des Internets in Gefahr

Die Internet-Adressverwaltung warnt vor einem Angriff auf die Netz-Infrastruktur. Die Spuren führen in den Iran.

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Es bestehe ein «anhaltendes und erhebliches Risiko» für wichtige Bestandteile der mit Webseiten zusammenhängenden Infrastruktur. Dies teilte die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) nach einer Dringlichkeitssitzung am Freitag (Ortszeit) mit.

Konkret hätten unbekannte Angreifer die Adressen von Webseiten verändert, unter anderem, um so an persönliche Daten von Nutzern zu gelangen, erklärte die Internet-Adressverwaltung ICANN weiter. Die Attacken könnten zwar bis ins Jahr 2017 zurückreichen, hätten bei Spezialisten für Internet-Sicherheit in den vergangenen Wochen aber zu erheblicher Besorgnis geführt. Daraufhin wurde die Dringlichkeitssitzung einberufen.

Spur führt in den Iran

Die US-Behörden hatten unlängst vor Angriffen auf das System der Adressen von Webseiten gewarnt. «Dies ist in etwa vergleichbar mit jemanden, der das Postbüro über ihre Adresse belügt, Ihre Briefe überprüft und sie dann selbst in ihren Briefkasten wirft», erklärte das US-Ministerium für Innere Sicherheit. «Viele schädliche Dinge könnte Ihnen angetan werden (oder den Absendern), abhängig vom Inhalt der Post.»

Nach Angaben von ICANN-Experten zielten die Angriffe sowohl auf Regierungen als auch auf Geheimdienste, die Polizei oder Unternehmen. Betroffen seien sowohl Europa als auch der Nahe Osten. Nach Angaben des Spezialist für Cyber-Spionage Ben Read führen die Spuren des Angriffs in den Iran.

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • solum am 23.02.2019 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Die Bösen

    Laut den USA führen alle Spuren jeglicher Bedrohung entweder in den Iran oder Russland. Sehr glaubwürdig.

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  • Ruedi am 23.02.2019 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Spuren von den Angreifern führen immer in die Länder wo die USA, Sanktionieren oder angreifen möchte. Subtiler geht es ja nicht mehr.

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  • Beltran Leyva am 23.02.2019 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    Neuer Cyberbösewicht :-)

    bis jetzt waren es nordkoreanische "super" Hacker die alles und jeden gehackt haben,seit die nun aber die Friedenspfeife rauchen,ist es der böse Iran :-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • daniel am 23.02.2019 19:30 Report Diesen Beitrag melden

    Gruselige Vorstellung

    Wenn die ICANN Server lahmgelegt werden oder falsche Daten liefern, ist das Internet, wie wir es kennen, tot.

  • Alu Hut Träger am 23.02.2019 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist mittlerweile zu viel Information

    im Bezug auf Manipulation und Überwachung durch die bis dato verborgene Elite zu Ungunsten der Normalen Menschen im Netz verfügbar! Nun muss dass Netz Zensiert und Notfalls abgestellt werden also wird ein Schuldiger in den Raum gestellt um weiter Mord und Tod schlag per boomender Rüstung und Kriegs Industrie zu betreiben. Anscheinenden stehen da einige sehr unter Druck und mit dem Rücken zur Wand ;-)

  • huschmie am 23.02.2019 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    Vorwand für Angriff auf den Iran

    Die Amis suchen eine Vorwand, um den Iran angreifen zu können. Das hatten wir doch bei 9/11 und dem Irak.

  • Johnny am 23.02.2019 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdig

    Wie soll Iran sowas bewerkstelligen??? Wer hat damals den Wurm in ein iranisches Atomkraftwerk eingeschleust? Das war die USA. Ist doch komplett unglaubwürdig. Die USA wieder am rumlügen, um Sanktionen zu verhängen. Machen sie auch schon die ganze Zeit gegen Venezuela. Jetzt sollen irgendwelche Kameltreiber plötzlich Hacks machen, die selbst russische Hacker nicht zustande bringen.

  • Frager am 23.02.2019 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wie kann man sich wehren?

    Besser die IP-Adresse manuell eingeben und den Namenserver umgehen oder sind es die Webseiten selber?