Strengere Regeln

18. September 2019 20:27; Akt: 18.09.2019 20:27 Print

Schluss mit dem Spotify-Abo für Freunde

Durch einen Familien-Account sparen Freunde viel Geld. Spotify dagegen fehlen diese Einnahmen. Neue Nutzungsbedingungen sollen dies ändern.

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Wer auf dem Musikstreamingdienst Spotify seine Lieblingstitel direkt und ohne Werbeunterbrechungen anhören will, kann dies nur mit einem Premium-Account. Für 12.95 Franken im Monat ist man dabei. Einigen Nutzern ist dieser Preis jedoch zu hoch.

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Um Kosten zu sparen, greifen deshalb viele Freunde auf das Premium-Family-Abo von Spotify zurück: Für 19.90 Franken im Monat können bis zu sechs Mitglieder unabhängig voneinander Musik hören, das sind weniger als 4 Franken pro Kopf.

Familie ist nicht gleich Freunde

Dieses Vorgehen mag auf der Konsumentenseite gewinnbringend wirken, dem Streamingdienst entfallen dadurch aber Einnahmen. Bis anhin musste man bei Abschluss eines Family-Premium-Abos lediglich bestätigen, dass man im gleichen Haushalt wohnt.

Durch die aktualisierten Nutzungsbedingungen hat Spotify nun aber die Möglichkeit, zu prüfen, ob die angegebenen Nutzer tatsächlich Familienmitglieder sind und ihren Wohnsitz an derselben Adresse haben. So können neu die Adressen verifiziert werden, etwa mit der automatischen Adresssuche von Google Maps. Stimmt der dort eingegebene Wohnort nicht mit demjenigen des Hauptnutzers überein, kann Spotify das Abo beenden.

Umstrittenes Vorgehen

Wie Theverge.com berichtet, sei dies nicht der erste Versuch des Unternehmens, gegen Kunden vorzugehen, die die Vorteile des Family-Abos nutzten. Bereits vergangenes Jahr forderte Spotify seine Nutzer auf, ihre genauen GPS-Koordinaten zu bestätigen, beendete jedoch den Test nach kurzer Zeit aufgrund von Datenschutzbedenken.

Unklar ist jedoch, in welchem Ausmass Spotify diese Art der Kontoüberprüfung durchführen wird und ob es tatsächlich beabsichtigt, Abos zu beenden. In Foren ist man sich uneinig, ob ein Musikstreamingdienst nach dem Standort seiner Nutzer fragen darf, um das Ausnutzen seiner Angebote zu verhindern, oder ob es die Privatsphäre verletzt.

(vhu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tonitoni am 18.09.2019 23:14 Report Diesen Beitrag melden

    Familie

    Das ganze ist eigentlich völlig okey. Aber das Problem ist, was wenn ich nicht im gleichen Haushalt wohne, aber trozdem einen Family-Account mit meiner Familie habe. Dann kann ich wohl auch nicht Musik hören.

    einklappen einklappen
  • Sarek vom Vulkan am 18.09.2019 23:47 Report Diesen Beitrag melden

    Unlogisch

    Auch wenn ich den Account mit meinem Vater, Mutter oder meiner Schwester Teile, und Sie jeweils an einem anderen Ort in der Umgebung zuhause sind, wie soll das dann Funktionieren wenn es nicht mehr gestattet ist?

    einklappen einklappen
  • Musikfreund am 19.09.2019 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Logik?

    Diejenigen die jetzt nicht bereit sind diesen Preis zu zahlen werden doch nachher bestimmt nicht auf den Gedanken kommen doch aufeinmal dir 12.90 zu bezahlen. Also wird Spotify wohl eher noch ein paar Einnahmen dadurch verlieren

Die neusten Leser-Kommentare

  • Launedernatur am 19.09.2019 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Umbenennen

    Dann wäre aber Family-Abo auch keine treffende Bezeichnung mehr. Haushalts-Abo wohl eher.

  • Ein Schweizer am 19.09.2019 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe ich nicht

    Wer keine 13 CHF für unendlichen Musikzugang übrig hat, der hat sein Leben nicht im Griff...

  • jf am 19.09.2019 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    download

    Also ich downloade alles. So kann ich auch Musik hören von Unbekannten Künstlern. Im allgemeinen ist noch alles gratis und bekomme alles was ich will.

  • Stef32 am 19.09.2019 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Standort deaktiviert?!

    ich habe den Standort auf meinem handy grundsätzlich deaktiviert. Wie machen Sie es in diesem Fall? Ich schalte Standort nur ein wenn ich Navigation benutze, also von Extern.

  • Musikfreund am 19.09.2019 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Logik?

    Diejenigen die jetzt nicht bereit sind diesen Preis zu zahlen werden doch nachher bestimmt nicht auf den Gedanken kommen doch aufeinmal dir 12.90 zu bezahlen. Also wird Spotify wohl eher noch ein paar Einnahmen dadurch verlieren