Kampf gegen Schmuggler

22. Juni 2011 23:56; Akt: 23.06.2011 08:13 Print

Schüler baut Atombomben-Detektor

Taylor Wilson hat ein Gerät entwickelt, das die USA vor Terroranschlägen schützen soll. Der Teenager beschäftigt sich seit Jahren mit der Kernfusion.

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Taylor Wilson hat es faustdick hinter den Ohren. Links posiert er mit seinem Scanner, rechts ist der Physik-begeisterte Schüler bei einem Besuch im CERN zu sehen. (Bilder: pbs.org)

Fehler gesehen?

Taylor Wilson ist soeben an einem internationalen Forschungswettbewerb ausgezeichnet worden, den der Chip-Hersteller Intel jedes Jahr für Schüler ausrichtet. Das Projekt des 17-Jährigen: «Countering Nuclear Terrorism», also die Abwehr von terroristischen Atombomben.

Taylor hat ein Gerät konstruiert, mit dem sich nukleare Sprengsätze finden lassen, die in Frachtcontainern versteckt sind. Mit dem von ihm entwickelten tragbaren Scanner lassen sich auch grosse Behältnisse zeitsparend durchsuchen – ohne dass sie geöffnet werden müssen.

Mini-Reaktor gebaut

Taylor ist ein ziemlich ungewöhnlicher junger Mann. Im zarten Alter von 11 Jahren begann er sich für die faszinierende Welt der Atome zu interessieren. Mit 14 baute er seinen ersten Mini-Kernreaktor - die unerschwinglich teuren Gerätschaften erbettelte er sich von Halbleiter-Firmen und Hightech-Konzernen.

Jetzt ist Taylor für die Erfindung des Atombomben-Scanners offiziell ausgezeichnet worden. Gegenüber US-Medien sprach der bleiche junge Mann über die praktischen Einsatzmöglichkeiten des Geräts. Demnach könnte der Scanner in den riesigen Fracht-Terminals der US-Häfen verwendet werden, wo jedes Jahr über 30 Millionen Container umgeschlagen werden.

«Geh in die Wissenschaft»

Der Scanner funktioniert dank der Kernfusion von schwerem Wasserstoff (Deuterium). Bei der Verschmelzung geben die Deuterium-Atome Neutronen ab. Die Teilchen dringen daraufhin in die zu untersuchenden Container ein und reagieren auf den Inhalt. Mit dem Scanner wird die entstehende Strahlung gemessen - tatsächlich sollen sich so «schmutzige Bomben» und andere gefährliche Stoffe aufspüren lassen.

«Wissenschaft ist eine coole Sache», sagt der Teenager. Einige Leute würden sich vielleicht denken, dass nur Nerds in die Forschung gingen. Doch das sei falsch. «Wenn du wirklich die Welt verändern willst, dann geh in die Wissenschaft. Das ist die Zukunft.»

Ob die US-Regierung tatsächlich auf Taylors Erfindung setzt, ist offen.

(dsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Kloiber am 23.06.2011 00:19 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Ein schlauer junger Mann, welcher seine Zeit sinnvoll nutzt. Es sollte mehr von ihnen geben.

  • user am 23.06.2011 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    dickes geschäft

    einer der us rüstungskonzerne wird sich die idee sicherlich unter den nagel reissen...

  • Andreas Haus am 29.06.2011 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Zur Aufklärung...

    Elektrostatischer Trägheitseinschluss (englisch inertial electrostatic confinement, IEC) ist eine Methode, ein Plasma hoher Dichte und hoher Ionenenergie alleine oder vor allem mit Hilfe eines elektrischen Feldes zu erzeugen. IEC-Anordnungen werden mit dem Ziel gebaut, Fusionsreaktionen zwischen Atomkernen von Wasserstoffisotopen (Deuterium oder Deuterium und Tritium) zu erreichen. Da bei den Wasserstoff-Fusionsreaktionen Neutronen freigesetzt werden, kann der elektrostatische Trägheitseinschluss als Basis für eine Neutronenquelle genutzt werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andreas Haus am 29.06.2011 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Zur Aufklärung...

    Elektrostatischer Trägheitseinschluss (englisch inertial electrostatic confinement, IEC) ist eine Methode, ein Plasma hoher Dichte und hoher Ionenenergie alleine oder vor allem mit Hilfe eines elektrischen Feldes zu erzeugen. IEC-Anordnungen werden mit dem Ziel gebaut, Fusionsreaktionen zwischen Atomkernen von Wasserstoffisotopen (Deuterium oder Deuterium und Tritium) zu erreichen. Da bei den Wasserstoff-Fusionsreaktionen Neutronen freigesetzt werden, kann der elektrostatische Trägheitseinschluss als Basis für eine Neutronenquelle genutzt werden.

  • seppli am 28.06.2011 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    ....

    Lustig, was für Kommentare hier zu lesen sind. Es wird hier nirgends von einer selbstgebauten Atombombe geschrieben, es soll ein Mini-Reaktor sein. Ausserdem steht nirgends, das der mit Uran/Plutonium betrieben worden ist. Es gibt, meines Wissens nach, keinen Gesetzesartikel in der Schweiz, der dir den Bau des Reaktors verbietet Trotzdem kann man so einen Reaktor nicht aus ein paar Dosen, Dioden etc bauen. Aber diese hat er ja von Firmen wie Intel, Foxconn etc.

  • herr müller am 28.06.2011 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    selbstbau-fusionsreaktor

    Der Fusionsreaktor wird sehr wahrscheinlich ein fusor sein: Wenn man die nötigen Teile hat relativ einfach zu bauen, aber für die Rnergiegewinnung leider nicht brauchbar

  • Martin6078 am 26.06.2011 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstgebauter Atomreaktor?

    Den Mini Reaktor würde ich gern mal sehen. Wieviel KW leistet er und was soll er kosten? Fraglich ist die ganze Geschichte, denn woher hat der junge Mann die Zutaten für seinen Reaktor? Aus einem Kosmos- Experimentierkasten oder von der Hobbythek?

  • herr hans am 23.06.2011 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    unnötig :D

    Das lustige daran ist, dass es eine erfindung für gar nichts ist^^ hat es schon jemals attentäter mit atombomben gegeben????

    • Philippe1811 am 28.06.2011 09:41 Report Diesen Beitrag melden

      xD daneben

      =D sehe ich genau so. Frage mich nur, sofern so eine gerätschaft gebraucht wirt, warum dies ein 17Jähriger entwickelt xD Die spinnen die amis =)

    • herr kans am 28.06.2011 20:40 Report Diesen Beitrag melden

      überlegen

      vieleicht in Zukunft...?

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