Vandalismus

13. Juli 2019 18:58; Akt: 13.07.2019 18:58 Print

Schule schnappt Sprayer dank ihrem Wi-Fi-Signal

Vier Jugendliche haben ihre Schule in den USA mit üblen Parolen besprüht. Obwohl sie dabei Masken trugen, konnten die Missetäter nun gestellt werden.

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Es war der letzte Tag des Schuljahres 2018 an der Glenelg High School im US-Bundesstaat Maryland. Früh am Morgen fuhr der Direktor David Burton mit seinem Auto auf das Gelände und erblickte zuerst ein Hakenkreuz, das direkt neben dem Eingang hingesprüht wurde, wie einem Bericht der «Washington Post» zu entnehmen ist.

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Doch das war noch lange nicht alles. Es gab auch Zeichnungen von Penissen, das Kürzel des Ku-Klux-Klans, Fluchwörter und rassistische und homophobe Parolen. Mehr als hundert solcher gesprayter Tags sah Burton auf dem Boden, auf Abfallkübeln und auf anderen Objekten.

Eine fast anonyme Tat

Natürlich wurden nach dem Vorfall die Aufnahmen der Überwachungskameras kontrolliert, die auf dem Schulgelände angebracht waren. Darauf waren vier Jugendliche zu sehen, die ihre Gesichter während des Vandalenakts allerdings maskiert hatten.

Wie sollte die Schule nun herausfinden, wer die Täter waren? Wie sich zeigte, hinterliessen die High-School-Schüler unwissentlich digitale Spuren. Genauer gesagt, das Handy in ihrem Hosensack. Denn dieses loggte sich automatisch in das Wi-Fi-Netzwerk der Schule ein.

Exaktes Protokoll

Im System war zu sehen, dass sich zum Tatzeitpunkt rund eine halbe Stunde vor Mitternacht gleich vier Smartphones ins Netzwerk eingewählt hatten. Da alle Schüler ihre jeweils eigenen digitalen Schülernummern erhalten, um sich einzuloggen, konnten die Personen relativ einfach identifiziert werden.

Die vier ehemaligen High-School-Schüler wurden nun wegen Hassverbrechen angeklagt und zu einer Bewährungsstrafe, gemeinnütziger Arbeit und 9 bis 18 Wochenenden im Gefängnis verurteilt. Wie die «Washington Post» schreibt, mussten die Täter aber nur einen Teil ihrer Strafe absitzen.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • T.M. am 13.07.2019 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutz

    In der Schweiz würde jetzt der Datenschutzbeauftragte kommen und sagen, dass die Überprüfung der WiFi-Daten die Persönlichkeitsrechte der Täter verletzt habe.

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  • robin23 am 13.07.2019 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kleine Verwarnung in CH

    Würden das die Jugendliche hier in der Schweiz machen, wären sie mit einer kleinen "Verwarnung" davon gekommen.

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  • Herr Max Bünzli am 13.07.2019 19:03 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    gute Arbeite der CIA in der USA.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Findnicht am 15.07.2019 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so!

    Bei uns in Europa werden solche Sprayer als Künstler bezeichnet und mit Bagatellen bestraft. Im Gegensatz zu den USA, wo man dafür so richtig hart mit Knast bestraft wird.

  • Brain Bug am 14.07.2019 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück im Maryland

    Zum Glück in Maryland und nicht in Texas. Sonst drohten den vier womöglich 20 Jahre Knast.

  • IT Abteilung der Schule am 14.07.2019 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutz hin oder her...

    So einfach aber genial... Darauf muss man mal kommen dies zu überprüfen... coole Story

  • ein schelm am 14.07.2019 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wololo

    Hätten sie im Informatik Kurs aufgepasst wäre das nicht passiert. Wi Fi aus wenn man den eigenen Hub verlässt.

  • huschmie am 14.07.2019 10:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Je nach dem

    Hätten sie etwas gegen Trump gesprayt, würden sie als Helden gefeiert.