Fliegender Suchhund

16. Juli 2014 10:13; Akt: 17.07.2014 07:10 Print

Schweizer Drohne spürt vermisste Personen auf

Forscher der ETH Lausanne haben eine Drohne entwickelt, die Personen anhand des Smartphone-Signals orten kann. Dereinst soll sie nach Naturkatastrophen zum Einsatz kommen.

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In einem ersten Test konnte die Drohne der ETH eine Person anhand des Wi-Fi-Signals auf zehn Meter genau orten. (Bild: Alain Herzog)

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Nach einem Erdbeben, Lawinen oder Flutwellen ist es oft schwierig, Vermisste zu orten. Mithilfe einer Drohne wollen Studenten der ETH Lausanne (EPFL) die Suche nun erleichtern. «In einer Zeit, in der viele Menschen auch in armen Ländern ein Mobiltelefon haben, könnte deren Position anhand des Signals geortet werden», schreibt Mitentwickler Jonathan Cheseaux in einer Mitteilung der EPFL. Die Drohne von Cheseaux, Karol Kruzelecki und Stefano Rosati entstand im Rahmen eines Semesterprojekts unter der Leitung von Bixio Rimoldi.

Ausgestattet mit zwei leistungsstarken Antennen, erkennt die Drohne im Flug die Signale des Smartphones. Der Haken: Beim Gerät muss der Wi-Fi-Modus aktiviert sein. Nur dann sendet das Handy permanent Signale aus und kann von der Drohne geortet werden. «In den besten Tests gelang es uns, den Ort des Smartphones auf zehn Meter genau festzustellen», sagte Cheseaux dem «PC Tipp».

Ein Hindernis für die Forscher: Liegen viele Trümmer über den Verschütteten, wird das Signal schwächer.

In der Bergrettung einsetzbar

In Katastrophengebieten soll die Drohne dereinst zerstörte Netzwerke ersetzen und die Einsatzleute mit neuen Kommunikationswegen versorgen können. Auch könnte die ETH-Drohne für die Bergrettung eingesetzt werden. «Wenn die Wi-Fi-Antenne mit einem Lawinensuchgerät ausgestattet wird, wäre dies eine effiziente Unterstützung für Bergretter», sagte Cheseaux.

(tob)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roman am 16.07.2014 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Dereinst.....

    ....bei vermissten Menschen und Naturkatastrophen und danach bei Jedem......

  • pur am 16.07.2014 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überwachung

    in den falschen Händen...macht nur weiter...

  • Blubber blub am 16.07.2014 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    nicht mehr lange und der staat weiss wo wir sind, wann wir dort sind wann wir wieder gehen. juhui

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tesla am 19.07.2014 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Forschungsgelder nachhaltig einsetzen

    und mit echtem Skaleneffekt! Z.B. für die wirksame und intelligente Reduktion von Esmogbelastung etc. bei Handhelds, Routern, Settopboxen in Haushalten, stromsparenden Technologien, Akkus mit längerem Atem u.a.m.

  • Peiler am 18.07.2014 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Smartphones orten ?

    Im Katastrophenfall ? Wenn das aktuelle Smartphones sind, ist bereits nach wenigen Stunden der Saft des Akkus alle und sendet nix mehr. Die wenigsten Smartphones werden zum Zeitpunkt des Unglücks voll geladen sein. Und mit der aktuellen Schwachstelle Akku wird dann auch nichts mehr geortet.

  • H. R. am 17.07.2014 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wifi hier, WiFi dort...

    Langsam nervt es wirklich. Braucht mehr Akkupower. In den Bergen möchte ich meine Ruhe. Bluetooth und WiFi werden nur bei Bedarf eingeschaltet.

  • bergretter am 16.07.2014 23:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gibt andere Varianten

    wozu zuerst eine drohne per hubachrauber hoch bringen auspacken und fliegen. wenn der Heli solche Systeme hat. schnell darüber fliegen und man hat ein grobes Bild wieviele lvs senden. auch handys kann manch ein Herät bereits orten.... eth muss also das Rad nicht neu erfinden...

  • Guschti am 16.07.2014 22:33 Report Diesen Beitrag melden

    heuler

    ach ja? aber die ganze welt ist nicht fähig ein verkehrsflugzeug währen 5 Stunden zu orten