Mit Elektromotor

05. Mai 2017 15:17; Akt: 05.05.2017 15:17 Print

Schweizer E-Skateboard ist ein Hit im Internet

Das Lou-Skateboard hat Elektromotoren und soll das Leben in der Stadt erleichtern. Im Internet kommt es an – in der Schweiz darf man damit aber offiziell nicht fahren.

Manuel Hug, Mitgründer von E-Xperience hat das Lou-Skateboard mitentwickelt. (Video: 20 Minuten/Lou)
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Es ist das leichteste, dünnste und schnellste seiner Art: Das Lou-Skateboard sieht zwar aus wie ein normales Skateboard, wird aber von Elektromotoren angetrieben. Entwickelt hat es die Firma E-Xperience mit Sitz in Flawil SG, gebaut wird es in China.

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«Das Lou-Board soll Menschen den Alltag erleichtern und ihnen dabei helfen, in einer Stadt schneller von A nach B zu kommen», sagt Manuel Hug (28), Mitgründer des Start-ups. Je nach Modell erreicht das Skateboard Geschwindigkeiten von bis zu 35 km/h und man soll mit einer vollen Akkuladung bis zu 25 Kilometer weit fahren können.

Sandkastenfreund in China

Auch wenn man keine Erfahrung mit Skateboards hat, kurvt man damit innerhalb weniger Minuten sicher herum, wie ein Selbsttest zeigt. Kurven fährt man mit der Verlagerung des Gewichts, eine Fernbedienung hilft beim Beschleunigen und Bremsen. «Mit dieser Hilfestellung ist das Board darum einfacher zu fahren als ein normales Skateboard», sagt Hug.

Vor 14 Monaten ist aus der Idee ein erstes Konzept entstanden. «Ein Sandkastenfreund von mir lebt in China, darum haben wir uns entschieden, das Board dort zu bauen», sagt Hug. Das Design und die Software wurden in der Schweiz entworfen. Jetzt fehlen nur noch Feinschliffe, bis die ersten Boards ausgeliefert werden sollen.

Nur für private Grundstücke

Vorerst verkauft das Start-up das Gefährt nur über Kickstarter. Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch 24 Tage. Das Ziel von 80'000 Franken ist mit aktuell 160'000 Franken längst überschritten. Das Lou-Board kostet zwischen 300 und 800 Franken.

Der Haken: In der Schweiz darf man laut Gesetz mit dem Board nur auf Privatgrund herumfahren. «Spannend sind für uns im Moment der US-Markt und Länder im Süden, wo solche E-Boards in eine gesetzliche Grauzone fallen», sagt Hug. Für ihn ist klar, dass die Leute aufgrund der «zunehmenden Einschränkung des Individualverkehrs» nach neuen Wegen der Mobilität suchten. «Deshalb bin ich überzeugt, dass sich der Gesetzgeber in der Schweiz früher oder später anpassen muss und E-Boards zulassen wird», so Hug.

Du hast ein einzigartiges Hobby oder arbeitest bei einem interessanten Start-up? Dein Cosplay-Kostüm ist deine zweite Haut oder deine Finger flitzen so flink wie bei niemand anderem über den Gamecontroller? Bastelst du an PCs, Handys oder Drohnen herum oder hast im Keller gar legendäre Technik gebunkert? Dann bist du bei uns richtig: 20 Minuten sucht dich für eine Story-Serie. Melde dich über untenstehendes Formular.


(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • timo am 05.05.2017 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Entwickelt in Flawil? naja

    Soso. Entwickelt in Flawil? Sorry aber das stimmt jetzt überhaupt nicht. In China werden diese Skateboards schon lange entwickelt und produziert. Man gibt der Firma in China einfach noch seine Wünsche durch und schon bekommt man die Boards für unter 100.- CHF das Stück. Da wittern ein paar Jungs das schnelle grosse Geld indem sie ein eher schwaches Produkt für wenig Geld einkaufen und dann hier in der CH unter ihrem eigenen Namen auf den Markt werfen. und zwar 4-6 mal so teuer wie das Teil gekostet hatte inkl. Lieferung und Verzollung.

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  • BE420 am 05.05.2017 15:29 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Solche Boards gibt es bereits wie Sand am Meer! Und nein, es ist weder das schnellste noch das leichteste seiner Art (recherchieren vor publizieren!). Produziert in China für unter 100.- und verkauf in der Schweiz für über 400.-... Die Leistung lässt zu wünschen übrig. Würde eher Inboard (Santa Cruz) oder Mellow Drive von unseren deutschen Kameraden kaufen. Wünsche trotzdem gutes gelingen mit dem Vertrieb in der CH. Hoffentlich werden die Schweizer Gesetze bald angepasst sodass die Boards legal werden!

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  • Alcapone am 05.05.2017 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Aufgepasst!

    Stimmt so nicht. Wenn das sog. Private Grundstück öffentlich zugänglich ist, darf es auch dort nicht betrieben werden. Steht so im StvG.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Karl am 20.05.2017 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Erlauben, aber...

    Dieses Skateboard ist cool. Es gefällt mir. Man soll es auch erlauben. Aber nicht in Fussgängerzonen. Mit dieser Geschwindigkeit, kann man nicht mehr früh genug reagieren oder gar bremsen. So in einen Fussgänger zu fahren könnte fatal enden. Ich könnte mir vorstellen auf dem Velostreifen und mit Helm.

  • Aufmüpfig am 08.05.2017 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Illegal, legal, mir egal

    In der Schweiz ist nun mal alles verboten. Deshalb lebe ich schon fast mein ganzes Leben nach dem 11. Gebot.

  • Tret Velo am 08.05.2017 07:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch etwas

    Und ein e-Motor ist kein Motor. Also darf man damit sicher auch durch den Wald, ungeachtet der dort angebrachten Fahrverbotstafeln.

  • nano am 06.05.2017 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Hoffentlich bleibt das öffentliche Verbot für solche Geräte. Velos, Autos und Buss genügen um von A nach B zu kommen. Wir haben genug möglichkeiten. Es reicht.

    • Toni am 08.05.2017 07:20 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      braucht es nicht ! der junge Herr hat wohl vergessen, dass es noch Fahrräder gibt

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  • Scooter Thom am 06.05.2017 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Ware löngst in Entwicklung

    Allso es gibt nur eines das gut ist.. wird zwar beim unbeliebten Nachbarn DE hergestellt, dafür mit Schweizer Motoren. Echte Ingeniöre am Werk die seit echten 2 jahre das beste Material suchen. Ja das warten macht auch mir keine Freude.. war einer der ersten der viel mehr bezahlt hat aber was gutes bekomme. Mellow heisst das Zauberwort.