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30. Mai 2019 10:01; Akt: 30.05.2019 10:01 Print

Sprichst du auf Insta auch über deine Probleme?

Über seine psychischen Probleme zu sprechen, ist kein Tabu mehr. Im Gegenteil. Vielen Menschen hilft es, solche Dinge auf Social Media zu teilen. Auch dir?

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Panikattacken, Trägheit, Angstzustände, Kummer, posttraumatische Belastungsstörungen, Stress, Zwangsstörungen, Depressionen, Anorexie, Hoffnungslosigkeit, Schlaflosigkeit, Zweifel oder Scham. Die Liste an psychischen Krankheiten ist lang ... ... und sie sind weiter verbreitet, als man denkt. Bist auch du davon betroffen? Dann bist du damit nicht alleine ... ... Billie Eilish etwa verarbeitet ihre Probleme in ihren Songs. Gegenüber dem Musikmagazin «Rolling Stone» sagte sie, dass ihre Songs für die Kids eine Umarmung seien: «Einige Erwachsene denken, dass solche Songs über Depressionen schlecht sind. Ich glaube aber, wenn man sieht, dass es jemand anderem genau so schlecht geht wie einem selbst, dann kann das helfen.» Auch der US-amerikanische Rapper Logic thematisiert die psychische Gesundheit. In seinem Lied «1-800-273-8255» geht es um Suizidalität. Der Titel ist die Telefonnummer der US-amerikanischen Suizidhotline National Suicide Prevention Lifeline. In der Schweiz lautet die Nummer der dargebotenen Hand 143. Der Monat Mai stand exemplarisch im Zeichen der psychischen Gesundheit. Unter dem Hashtag #breakthestigma will etwa Mental Health America (MHA) das Bewusstsein der Bevölkerung für psychische Erkrankungen verbessern. Denn negativen Einstellungen und stereotype Vorstellungen zu Menschen mit psychischen Erkrankungen sind häufige Gründe, die Betroffene davon abhalten, über ihre Probleme zu sprechen. In der Deutschschweiz setzen sich Bund, Kantone und Gesundheitsförderung Schweiz für die Förderung der psychischen Gesundheit ein. So etwa mit der Kampagne «Wie geht's dir?» von Pro Mente Sana und den Deutschschweizer Kantonen. Und auch die WHO findet: «Psychische Gesundheit geht uns alle etwas an». So berichten immer mehr Menschen über ihre Probleme in den sozialen Medien. Denn zu wissen, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist, kann helfen. Sprichst auch du auf Insta über deine Probleme? Melde dich über das Formular bei uns und erzähle uns deine Geschichte.

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Stars wie Billie Eilish, Ariana Grande oder Rapper Logic thematisieren in ihren Songtexten Probleme rund um Mental Health und teilen ihre Gedanken. «I wanna end me» (Billie Eilish - bury a friend) ist nur ein Beispiel. Doch dieses Phänomen ist nicht nur bei den Stars verbreitet.

In den sozialen Medien wie etwa Instagram sprechen Menschen immer offener über ihre Probleme. Sie erzählen von ihrer Essstörung, ihrer Depression, ihren Panikattacken, ihren Selbstverletzungen. Und sie zeigen, wie sie damit umgehen, was ihnen hilft und was nicht.

«In den letzten Jahren wurde auf Social Media alles immer möglichst perfekt dargestellt. Das wirkt realitätsfern», sagt Lilian Suter, Medienpsychologin an der ZHAW. «Zu zeigen, dass es einem auch mal nicht gut geht, wirkt echter. Betroffene können via Social Media Unterstützung bekommen und anderen welche anbieten.»

Hast du auch schon einmal auf Social Media über deine Probleme gesprochen? Geht es dir genauso? Dann melde dich und erzähl uns, wie du damit umgehst.

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