Neuer Rivale für Apple

09. Dezember 2011 09:32; Akt: 09.12.2011 12:19 Print

Stiehlt das Aldi-Tablet dem iPad die Show?

von Oliver Wietlisbach - Apples Tablet ist der Renner im Weihnachtsgeschäft. Samsung und Amazon halten dagegen - doch jetzt zeigt Aldi allen, dass es auch viel billiger geht.

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Das Lifetab von Medion gibts ab sofort im Aldi für 400 Franken. Das Android-Tablet überzeugt mit ... ... einem guten Display (bessere Auflösung als das iPad 2), 32-GB-Speicher, 3G und einem flotten 1 GHz Dual-Core-Prozessor. Das Lifetab ist keine Augenweide, bietet aber ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein iPad 2 mit 32-GB-Speicher und 3G schlägt mit 730 Franken zu Buche, ist also 330 Franken teurer. Das Android-Tablet Kindle Fire von Amazon ist mit 7 Zoll deutlich kleiner als die Konkurrenz ... ... dafür mit rund 250 Franken auch unschlagbar billig. Reichlich Unterhaltung bietet der Online-Händler Amazon mit seinen unzähligen eBooks, Filmen und Musiktiteln für das Kindle Fire. Das 565 Gramm leichte Galaxy Tab 10.1 von Samsung überzeugt mit einem guten Display, flachem Gehäuse und langer Akkulaufzeit von mindestens acht Stunden. Die 32-GB-Version mit 3G kostet gut 700 Franken und bewegt sich somit in ähnlichen Preis-Regionen wie die 32-GB-Version des iPad 2 (links). Apple (oben) setzt auf ein Seitenverhältnis von 4:3, Samsung auf 16:9. Das iPad 2 wirkt mit seiner Aluminium-Rückseite deutlich edler als die Plastik-Konkurrenz. Wer auf den Chic verzichten kann, erhält von Anbietern wie Asus (Eee Pad Transformer Prime), Acer (Iconia Tab) oder Medion (Lifetab) für weniger Geld mindestens gleich viel Leistung. Für Mac- und iPhone-Nutzer ist das iPad 2 die natürliche Wahl. Apples Tablet läuft mit dem gleichen Betriebssystem wie das iPhone, was das Gerät sehr einsteigerfreundlich macht.

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Tablet-PCs sind im Massenmarkt angekommen. Rund 50 verschiedene Modelle listet das Fachmagazin zdnet.de bereits für Deutschland auf. Hierzulande dürften es nicht viel weniger sein.

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Wie eine aktuelle Umfrage von 20 Minuten Online zeigt, wird das iPad 2 der Knüller im Weihnachtsgeschäft. Kein anderes Gadget steht derzeit auf mehr Wunschzetteln. Nebst dem Apple-Brettchen tummelt sich eine Reihe weiterer Tablets in den Ladenregalen, die Apples VolksPad hinsichtlich Preis-Leistung alt aussehen lassen. So etwa das Lifetab, das Aldi neu im Sortiment führt.

Aldi-Tablet: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Aldi bietet seit dem 8. Dezember ein qualitativ hochwertiges Android-Tablet zu einem vernünftigen Preis an.

Das Medion Lifetab für 400 Franken ist gewiss kein Budget-Tablet. Es gibt billigere Alternativen, die aber bei Weitem nicht an dessen üppige Ausstattung herankommen. Das Lifetab kommt daher mit 32 Gigabyte Speicher, 3G-Mobilfunkverbindung und einem guten Display, das höher auflöst als das Display im iPad 2.

Das Aldi-Tablet bietet viel fürs Geld. Für genügend Geschwindigkeit sorgen der 1GHz Dual-Core-Prozessor und 729 Megabyte Arbeitsspeicher. Noch nicht überzeugt? Der deutsche Discounter gibt drei Jahre Garantie, üblich sind zwei Jahre. Apple knausert gar mit nur einem Jahr für das iPad 2. Zudem legt Aldi einen HDMI-Adapter bei, Samsung und Apple verkaufen diesen extra.

Weniger gut: Das Lifetab ist dicker und mit 700 Gramm etwas schwerer als das iPad 2. Für Design-Freaks ist das Aldi-Tablet nichts, dem Gehäuse fehlt die Eleganz der Apple-Produkte.

Fazit: Das Lifetab für 400 Franken bietet ein gutes Verhältnis zwischen Preis und Leistung. Bei Acer, Asus, Apple oder Samsung zahlt der Kunde mit rund 700 Franken massiv mehr für ein Tablet mit 32-GB-Speicher und Mobilfunkverbindung.

Das Lifetab im Video

Quelle: Androidpit

Kindle Fire: Die Billig-Flunder von Amazon

Amazons hauseigenes Tablet ist in den USA bereits ein Verkaufsschlager. In der Schweiz ist das Kindle Fire offiziell noch nicht erhältlich. Einige Online-Shops führen es aber im Angebot.

Das Positive: Mit rund 250 Franken ist das 7 Zoll grosse und 413 Gramm leichte Amazon-Tablet unschlagbar günstig. Der Winzling unter den Tablet-PCs ist zudem auch der mobilste. Darüber hinaus bietet Amazon mit seinen unzähligen eBooks, Filmen und Musiktiteln den richtigen Brennstoff für das Kindle Fire.

Das Negative: Wer sich für das Billig-Tablet entscheidet, muss Abstriche in Kauf nehmen. Der kleine Bildschirm erschwert bisweilen das Navigieren und mit 8 Gigabyte Speicher ist das Tablet ziemlich mager ausgerüstet. Kritiker bemängeln zudem die mangelnde Geschwindigkeit des Webbrowsers und das Fehlen von Apps für Kalendereinträge und Notizen.

Fazit: Das Kindle Fire polarisiert, da es zwar ein Android-Tablet ist, von Amazon aber stark modifiziert wurde. Amazons Antwort auf das iPad 2 ist ein kleines Budget-Tablet für Personen, die vor allem Bücher, Videos und Musik konsumieren wollen.

Samsung Galaxy Tab 10.1: Das Premium-Tablet für Android-Fans

Samsung heizt dem Branchenprimus nicht nur bei den Smartphones ein, auch bei den Tablets wollen die Südkoreaner künftig eine tragende Rolle spielen.

Das gefällt: Das 565 Gramm leichte Galaxy Tab 10.1 überzeugt mit einem guten Display, flachem Gehäuse und langer Akkulaufzeit von mindestens acht Stunden. Unter der Haube sorgen ein 1 GHz schneller Dual-Core-Prozessor und 1 Gigabyte Arbeitsspeicher für genügend Leistung.

Samsung liefert seine Tablets mit zahlreichen angepassten Apps aus. So sind beispielsweise Anwendungen wie E-Mail, Kalender, MP3-Player und Kamera übersichtlicher gestaltet als die Original-Apps von Android.

Das gefällt nicht: Die 32-GB-Version mit 3G kostet gut 700 Franken und bewegt sich somit in ähnlichen Dimensionen wie die Apple-Konkurrenz. Tablet-Einsteiger kommen mit dem iPad 2 vermutlich etwas schneller zurecht als mit dem Galaxy Tab 10.1, das mit dem mobilen Betriebssystem Android 3.1 geliefert wird.

Fazit: Samsungs Galaxy Tab 10.1 ist der ideale Begleiter für alle, die bereits ein Samsung-Handy mit Android ihr Eigen nennen. Das Samsung-Tablet ist wie das iPad 2 kein Schnäppchen, bietet dafür aber deutlich mehr als Billig-Tablets. Laut Stiftung Warentest liegen das Galaxy Tab und iPad 2 praktisch gleichauf.

iPad 2: Das Volks-Tablet

Mit der zweiten iPad-Generation beherrscht Apple den Tablet-Markt fast nach Belieben. Anders als bei den Smartphones spielen Tablet-PCs mit Android noch kaum eine Rolle.

Das überzeugt: Das iPad 2 wirkt mit seiner Aluminium-Rückseite deutlich edler als die Plastik-Konkurrenz. Für das Apple-Tablet spricht vor allem die hochwertige Verarbeitung, die gute Akkulaufzeit von zirka zehn Stunden und das intuitive Betriebssystem iOS 5, das iPhone-Nutzern bereits bekannt ist.

Das überzeugt nicht: Für ein iPad 2 müssen Kunden tief in die Taschen greifen. 730 Franken verlangt Apple auf seiner Webseite für das 32-Gigabyte-Modell mit 3G. Wie die meisten Tablets kämpft auch das iPad mit einem stark spiegelnden Display. Anschlüsse für externe USB-Geräte oder SD-Karten sucht man vergebens, wie übrigens auch beim Galaxy Tab 10.1 von Samsung. Hierfür müssen Adapter-Sets gekauft werden, die rund 40 Franken kosten.

Fazit: Apple bietet mit dem iPad 2 ein Premium-Tablet, das dem Gebotenen entsprechend nicht ganz billig ist. Zumindest bis die Android-Tablets der nächsten Generation erscheinen werden, ist das Apple-Tablet mehr als eine Kaufüberlegung wert.

Update:

Wie die Leser von 20 Minuten Online melden, war das Lifetab bei Aldi in einigen Filialen bereits am ersten Tag nach wenigen Minuten ausverkauft.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Teckna am 09.12.2011 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Tolles Livetab

    Die hätten mal diese komische Blechblende weglassen sollen. Dann währ es auch noch das schönere Pad. Apple ist ganz schön am ablosen.

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  • Leser am 09.12.2011 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Updates/Service

    Von Medion darf man kein Updates oder besonderen Service erwarten. Ein Update auf Android 4 sei wohl nicht geplant, laut Medion. Wenn man das nicht braucht, ist es sicherlich rein von der Hardware gesehen, nicht schlecht. Ich mag Apples Politik auch nicht unbedingt, aber der Service ist gut. Mein defektes iPad wurde direkt im Laden umgetauscht, hat keine 10 Minuten gedauert. Auch werden Apple Geräte regelmässig mit Updates versorgt.

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  • Marc am 09.12.2011 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    iPad

    Entwerter mann kann sich ein iPad leisten oder nicht?! Muss erlich sagen, ich habe viele angeschaut, aber als ich das Galaxy tap in der hand hatte... Nur schon der start screen hat geruckelt wenn mann es wischte... Ich zog mir ein iPad und bin zufrieden damit. und nur so nebenbei bekommt man die kleinste version schon ab 449 bei media markt und mit 32g is es nen 100er mehr. also was war da mit dem Preis? und 3g braucht ja eh niemand, da man ja per natel ins e-net kann wenn man die Geräte koppelt...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Wettstein am 12.12.2011 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    Gesamtsystem?

    Oft beurteilt man derartige Geräte nach Grösse, Bildschirm, Prozessor. Fachleute begutachten aber das ganze System. Das heisst, beim iPAD gehört auch das iTune, iCloud, iPhone, iMac, Apple Shop mit Schulung, Support und häufige Updates dazu. Fehlen beim Livetab.

  • dada am 12.12.2011 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Android.

    Leider ist ein Android für mich kein System mit dem man arbeiten kann. Denn es gibt noch keine brauchbare Programme für Android. Für Handys ganz OK, doch für ein Tablet noch nix. Beim iOS lauft: office/traktor pro/logic etc. Also als Arbeitsfläche für unterwegs ganz witzig.

  • praktiker am 12.12.2011 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    so praktisch sind die teile

    schnell eines kaufen, danach zuhause über weihnachten spielen und der rest des jahres wird es zum staubfänger. und falls man es mal wirklich braucht, ist akku leer und wenn geladen dann updatetes ein weilchen falls man das passwort noch weis.

  • Chris Meyer am 12.12.2011 19:40 Report Diesen Beitrag melden

    KEIN "Lockvogel"-Angebot!

    Denn ein Lockvogel-Angebot dient dazu, dem Kunden zu locken, dass er etwas anderes, teureres kauft, also ein anderes Tablett. ALDI verkauft jedoch keine anderen Tabletts. ALDI will den Kunden nicht locken, etwas teurer zu kaufen. ALDI will auch niemanden damit anlocken, damit er z. B. Milch kauft... Bei ALDI sind die meisten Produkte mittlerweile tagelang erhältlich. Einiges ist halt sofort weg. Dennoch kann man nicht erwarten, dass ein Lebensmittelhändler Elektronik in großen Mengen vorhält, die er dann u. U. nicht los wird.

    • Raspo am 13.12.2011 07:44 Report Diesen Beitrag melden

      Frustkauf

      Nicht ganz richtig : ein Lockvogelangebot dient dazu, Käufer in de Laden zu holen. Wenn das Gewünschte dann nicht da ist, wird häufig irgendwas gekauft.

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  • A. Kipfer am 12.12.2011 19:34 Report Diesen Beitrag melden

    Transformer oder Transformer Prime.

    Das Live Tab sieht recht interessant aus. Hatte aber leider noch keines in den Händen. Wer keines bekommt, dem würde ich empfehlen sich ein Transformer zu holen. Kostet nur etwa 100 Franken mehr, bittet aber die Möglichkeit über eine zusätzliche Tastatur in ein Netbook verwandelt zu werden. Die Tastatur bietet auch noch zusätzlich Akku und vollwertige USB anschlüsse. Wer noch Zeit bis nach Weihnachten hatt, könnte auch noch auf das Transformer Prime warten. Das erste Quadcore Tablet.

    • Marc am 12.12.2011 19:56 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht so der Hit

      Leider ist der Akku nicht so toll, und der Display vermag mich trotz hoher Auflösung nicht zu überzeugen. Schade eigentlich, weil die Verarbeitung sonst recht gut ist

    • Rüdiger am 12.12.2011 21:19 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht ganz richtig

      Liebe(r) A. Kipfer. so ganz richtig ist das mit dem Transformer nicht. Zumal die Version für 500 lediglich 16 GB speicher und KEIN G3-Modul hat. Diese Version gibt es dann erst für nochmal etwa einen Hunderter mehr und derzeit auch nur mit 16 statt 32 GB Speicher. Das Dock machts noch ein wenig teuer. Aber das Transformer an sich ist okay. Das Prime wiederum ist noch Zukunftsmusik... Weder beim "d" noch beim "B" lieferbar. Aber ich kann mir vorstellen, dass die Welt nach dem Weihnachtsgeschäft anders aussehen wird! ;)

    • W. Modvo am 12.12.2011 21:44 Report Diesen Beitrag melden

      Kostet nur etwa 100 Franken mehr

      Achtung! Das Transformer hat kein 3G an Board!

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